Archiv für 3. Juli 2009

Nazis kleiden Dich neu ein

Nazis immer fürsorglicher.

Nach Auskunft der Flüchtlingsinitiative Mohlau (siehe http://thecaravan.org/node/2045 ) wurde ein Bewohner infolge eines Brandanschlags lebensgefährlich verletzt und befindet sich im Krankenhaus. Die Flüchtlinge beklagen, dass dies ein weiterer Anschlag in einer Serie von Angriffen gegen sie sei. Die Behörden im Landkreis Wittenberg tragen eine erhebliche Mitverantwortung an diesen Angriffen, denn die Flüchtlinge die in diesem entlegenen Lager leben müssen fordern seit langem im Zuge eines offenen Briefes (siehe http://thecaravan.org/node/1959 )die Schliessung dieses Isolationslagers und das Recht, in normalen Wohnungen wohnen zu können. Doch die Behörden weigern sich auf die Belange der Flüchtlinge einzugehen. Statt dessen setzen sie den Flüchtlingen, die den offenen Brief unterzeichnet haben und insbesondere ihren Sprecher vermehrt Repressalien aus.

In dem sie in Polizeizellen werfen und zwingen, sich mit Feuerzeug und Decke selbst anzuzünden. Offenbar weiss die Flüchtlingsinitiative mehr als die Polizei, die im Gegensatz zur blutigen Mordtat an Alois Mannichl, dem wackeren Passauer Kreuzschlangenmenschenbezwinger, immer noch im Dunkeln tappen will. Aus anderen derart brutalen Ländern wären die Flüchtlinge längst geflüchtet, nur in Deutschland, da harren sie tapfer aus, bei freier Kost und Verpflegung und jeden Tag mit dem Tode durch Möhlauer Nazis bedroht, die der Bürgermeister natürlich nicht kennen will. Aber das kennen wir ja bereits aus Mügeln. Auch dort traut sich kein Jude mehr nach Mitternacht vor die Haustür, von farbigen Indern ganz zu schweigen.

Klar ist jedenfalls,  dass die mitteldeutschen Nazis immer netter werden, denn nachdem sie den Iraker erfolgreich verbrannten, in einem 25 km entfernten Dönerimbiss, sorgten sie für eine ordentliche Bekleidung für das Brandopfer,“ nur nicht Thor Steinar“, hatte sich dieses ausgebeten.  Mit neuer Kleidung angetan, konnte der Held von Möhlau noch  seiner Frau und der anwesenden taz-Reporterin geheimnisvoll „Rosebud“ zuflüstern, um anschliessend wirksam ins Koma zu fallen. Aus diesem wird er voraussichtlich erwachen, wenn es keine Rolle mehr spielt, wie er sich die Brandverletzungen zugezogen hat. So wie das eben immer ist.

Soldaten der Freiheit

In einer Zeit, lange vor unserer eigenen, als Herden von mächtigen Dinosauriern über Pangäas weite Kontinentalplatte dahinzogen, da wussten Deutsche noch, was es heisst, für eine wirkliche Idee einzustehen. Nein, jetzt nicht für die Abschaffung der Elektrizität oder die Priorisierung von Trampelpfaden, zur Güterbeförderung, um das scheue Mastodon im Schachtelhalmenwald nicht zu ängstigen oder alle Reichen so lange zu erschiessen, bis es keine Armen mehr gibt.

Die Rede ist von Krieg und Militäreinsatz, bevor der Begriff Krieg für deutsche Verteidigungsminister Tabu wurde und Soldaten in den Einsatz geschickt wurden, wie die Friseure, in der Hoffnung darauf, dass Koranschüler liebe Kerle sind. So wie der Murat Kurnaz, der türkische Schiffchenbauer aus Bremen, der es vorzog, das Terroristenhandwerk zu lernen, nur wurde er vorher abgefangen, weshalb wir stinksauer auf die Fänger im Roggen sind, die dem Murat seinen zweiten Berufsweg versauten  und wir ihn darum an der Backe kleben haben, wie Hundeauswurf unterm Schuh.

Hätte der Murat, der vortreffliche Heilige von Guantanamo seine Talibanlehre beendet, wer weiss, vielleicht hätte auch er Gelegenheit gehabt, Soldaten der Bundeswehr zu ertränken, zu erschiessen, in die Luft zu sprengen oder einfach nur anzugreifen, so, wie es die Fusstruppe der LINKE in Deutschland propagiert, denn sind sie nicht dafür da, um getötet werden, die deutschen Soldaten?

Wann konnten wir überhaupt jemals stolz auf deutsche Soldaten sein, von den Soldaten der Nationalen Volksarmee mal abgesehen, die heute im der Herzen der Linken immer noch den Ehrenplatz einnehmen? Niemals doch, wird der geübte ARD- und ZDF- Gucker bestätigen, niemals doch. Und Recht hat derjenige, für den deutsche Geschichte mit 1933 beginnt.  Was sie offensichtlich tut den öffentlich rechtlichen Anstalten zufolge, denn nur wer sich beständig schämt und mit gesenktem Haupt durch die Gegend schlurft, kann nicht die Zukunft erkennen, die in seiner Gegenwart von fleissigen unermüdlichen Politikern und einer geordneten Medienlandschaft vorbereitet wird.

Das Grosse Land ist eine Website, für Politiker, das ist also ein Ding, das man im Internet findet und das man verbieten kann,  die über den Beitrag Deutscher im amerikanischen Bürgerkrieg berichtet.  Ein Krieg, der als Resultat die Abschaffung der Sklaverei in Amerika brachte, Sklaverei, die heute noch von emsigen Moslems unbeirrt weiter betrieben wird, überall da, wo sie zu Hause sind und von denen wir natürlich nicht verlangen können, liebgewordene Gewohnheiten einfach so aufzugeben. Denn Sklaverei zu betreiben, das haben sie sich verdient. Sagen unsere Guten. Uns ausserdem wäre es völlig rassistisch, ihnen diese kleine Unart unter die Nase zu reiben.

In diesem Krieg entschieden also Soldaten letztendlich mit der Waffe, ob die Menschenrechtserklärung auch  für schwarzgefärbte Menschen gilt, so wie sie heute für afghanische Frauen nicht gilt, hat DIE  LINKE enschieden und auch der grösste Teil der deutschen Bevölkerung ist dagegen, dass afghanische Frauen Schulen besuchen, man sieht ja an Alice Schwarzer was dabei herauskommt.

Heute wissen wir auch, Krieg ist keine Lösung, man muss sich nur lange genug mit dem Herren der Sklaven hinsetzen, und mit ihm über Freiheit und Gleichheit der Chancen, Freiräume und ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutieren, und das am effektivsten unter Leitung des Bundesinnenministers.

Damals aber, in völliger Verkennung der moralischen Prioritäten und ohne das Bewusstsein, dass Soldaten Mörder sind, nahmen einige Hunderttausend Deutsche am Krieg zur Abschaffung der Sklaverei teil. Aus Loyalität zum neuen Vaterland, in der Überzeugung, das Richtige zu tun und aus dem Zusammengehörigkeitsgefühl als Deutsche.  „Pfui und Schande über sie!“

Benjamin Goulds Statistiken: »Investigations in the Statistics of American Soldiers«, New York, 1869, weisen rund 176.000 Deutsche auf: Geborene Amerikaner 1 523 267, Deutsche 176817, Iren 144221, britischstämmige Amerikaner 53532, Engländer 45508, Andere Nationalitäten 48410, nicht festgestellt 26445, Gesamtzahl erfaßter Rekruten 2.018.200. Wilhelm Kaufman -1911-, dessen Buch die Leistungen der Deutschen und Deutschstämmigen besonders stark herausstreicht, setzt die Zahlen weit höher an: 216.000 in Deutschland geborene Unionssoldaten, 300.000 Söhne deutscher Einwanderer und weitere 234.000 deutscher Abstammung. Nach Kaufman sind etwa 37% der Unionstruppen Deutsche oder deutscher Abstammung gewesen. … Gleich zu Kriegsbeginn strömten Deutsche zu den Fahnen der USA und bildeten ein Regiment in Missouri und das 8. New Yorker Infanterie-Regiment, das lange Zeit unter dem Namen »German Rifles« bekannt war. Das erste Kavallerie-Freiwilligenregiment, die Erste New Yorker oder »Lincoln«-Kavallerie, war auf Betreiben deutscher Politiker, besonders Carl Schurz, aufgestellt worden. Insgesamt stellten die deutschen Gemeinden komplette Regimenter: zehn Regimenter in New York, sechs in Missouri, fünf in Pennsylvania, vier in Wisconsin und drei in Illinois. Deutsche waren kompanieweise oder als Einzelgruppen in zahlreichen anderen Regimentern vertreten. So zur Hälfte z. B. in dem berühmten 82. Illinois-Regiment. Einiges statistisches Durcheinander bereitet auch die Tatsache, daß Niederländer, Polen, Österreicher und Schweizer oft als Deutsche gerechnet werden. Eine deutsch-polnische Brigade kämpfte im XI. Korps der Potomac-Armee, das fast gänzlich aus Deutschen bestand, und an allen wichtigen Kämpfen im Osten mit schweren Verlusten teilnahm. Es gab aber auch einen Schweizerisch-Deutschen Verband, der die rote Fahne mit dem weißen Kreuz in die Schlacht trug. Ein ganz besonderes Kennzeichen führte das 42. Pennsylvania-Regiment an der Mütze – einen Hirschschwanz. Die Einheit, aus Holzfällern und Waldläufern zusammengesetzt, hatte bald den Beinamen »bucktails«und war für ihre Schießkünste berühmt. Die Freiwilligen brachten zuerst ihre eigenen Gewehre mit, wurden später aber als Scharfschützen auch mit Sharps- und Spencergewehren ausgestattet. Neueinwanderer waren nicht nur in den Mannschaften, sondern auch in den Generalsrängen vertreten: Unter den Brigadegenerälen waren: neun Deutsche, vier Iren, zwei Franzosen, je ein Russe, Pole, Ungar und Spanier.

Wie gesagt, das war in einem Land, lange, lange vor unserer Zeit, als Soldaten den Auftrag hatten, den Feind zu töten und niederzuwerfen, nicht mit ihm angeregte Gespräche über weltanschauliche Dinge zu führen. Eine Methode, die damals fälschlicherweise gar nicht in Erwägung gezogen wurde, nach der Beschiessung von Fort Sumter, was damals denselben Stellenwert hatte, wie mit zwei Boings in Hochhäuser zu rasen, nur war das Fort ein Militärobjekt.  Oder den fehlgeschlagenen Versuchen in Deutschland, möglichst viele Zivilisten umzubringen, in Regionalbahnen oder mit selbstgemischsten Explosivstoffen.  Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Deutsche im Bürgerkrieg

mehr integrierte Einwanderer


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