Archiv für 18. Juli 2009

Trost spenden

In to the West

Der alte Großvater und sein Enkel

Ein Märchen

Onkel WilhelmEs war einmal ein steinalter Mann, schon über 60 Jahre, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Sein ganzes Leben hatte er hart gearbeitet und die Kinder wohl ernähret, bekleidet, sie auf die Schule geschickt und ihnen hin und wieder auch ein Wägelchen finanziert oder zum Hausbau unter die Arme gegriffen, da sie selber mit dem Gelde nicht recht umzugehen wussten, die Kinder. Nun verzehrte er seine karge Rente, die die Artzrechnungen auffrassen aber noch immer wollte er nicht in ein Pflegeheim, der Egoist.

Wenn er nun bei Tische bei den Kindern sass, die ihn mildtätig aufgenommen hatten, obwohl sie sprachen, der alte Zausel frißt uns die Zukunft weg, in seiner Gier,   und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Was wirklich widerlich war!

Sein Sohn und dessen Frau, junge, flexible und moderne  Menschen, ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Raumteiler an ein gesondertes Tischchen setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein Plastegeschirr und noch dazu nicht einmal was er mochte, sondern Pommes und all das Fastfood, was sie auch verzehrten; da sah er betrübt nach dem Tisch, dachte an seine verstorbene Frau, die die leckersten Eintöpfe zu kochen im Stande war  und die Augen wurden ihm naß. Und seine Frau und der Sohn sprachen leise über Sterbehilfe und Notwehr aber was der Alte nicht hören sollte, das hörte er gerade.

Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und Essen verschmierte den teuren Teppich, auf den die Haudfrau so stolz war. Diese  schalt, er würde durch seine Gier und Unverschämtheit den Weg der Jugend verderben und nicht nur den Teppich, und der Alte sagte nichts und seufzte nur.

Da liess sie ihm ein Essen auf Rädern kommen, den Einheitsbrei für Bedürftige, für ein paar Euro, aus deren Alufolien mußte er nun essen und dazu auf einer alten Decke sitzen, die benutzt wurde, um den Kofferraum zu schonen.

Wie sie da so sitzen, so mischt der kleine Enkel von vier Jahren auf dem Boden mit kleinen Gewürzstreuern herum. „Was machst du da ?“ fragte der Vater. „Ich mische ein Giftlein“, antwortete das Kind, „das sollen Vater und Mutter einnehmen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an fingen endlich an zu weinen, holten also fort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.

Nazis immer nackter

Thor steinar ProtestSelten wurde ein Boykott von den braven Bürgern Deutschlands freudiger geführt, als der gegen jüdische Geschäftsinhaber ab 1933, israelisches Obst und die Bekleidungsmarke Thor Steinar, von der der gute deutsche Antifaschist weiss, hat der Nazi erst einmal nichts mehr anzuziehen, dann ist er leichter zu erkennen, weil dann der Nackte naturgemäss der Nazi ist. Der erst vor anderthalb Monaten eröffnete Thor-Steinar-Laden in Halle wird die Geschäftsräume wohl bald verlassen müssen. Nach MZ-Informationen hat der Hausbesitzer dem Mieter fristlos gekündigt. … Das Mode-Label spielt mit Annäherungen an den Rechtsextremismus; ein früheres Logo der Firma war gerichtlich verboten worden, weil es deutliche Ähnlichkeiten zu NS-Symbolen aufgewiesen hatte. Das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung ist in Sachsen-Anhalt nicht verboten.

Aber nicht Alles, was nicht verboten ist, ist auch erlaubt, liebe Genossen. Zum Beispiel, seine Meinung frei zu äussern oder sich friedlich und ohne Waffen unter freiem Himmel zu versammeln, so weit es DIE LINKE zulässt. Dann ist es doch wieder verboten, bzw. wird verhindert, was dann meistens „Bunt statt braun“ genannt wird, obwohl es antidemokratisch und diktatorisch heissen müsste.

Das Geschäft in Halle wurde Anfang Juni eröffnet. Seitdem gab es immer wieder – auch gewalttätige – Proteste gegen den Laden. So warfen Ende Juni drei junge Männer Mülltonnen in die Schaufenster des Verkaufsraums. Von denen wir nicht wissen, ob sie im Auftrag der sachsen-anhaltinischen Regierung handelten, die offenbar der Einschüchterung von Geschäftsleuten, die eine ausländische Bekleidungsmarke vertreiben, wohlwollend zusieht. Hier ermittelt der Staatsschutz nicht, denn Norwegen ist uns schnuppe, vor allem weil es mit den Nachkommen deutscher Soldaten so unpfleglich umgegangen ist, was ihm deutsche Antifaschisten nicht so leicht verzeihen werden. Die sind dann auch immer zur Stelle, wenn es gilt, das BÖSE in Form von Bekleidung zu bekämpfen, wie die sudanesischen Sittenwächter, die für hosentragende Frauen 40 Peitschenhiebe verordnen und sich damit im Geiste solidarisch an der Seite deutscher, hosentragender Antifaschistinnen befinden. Die Welt ist manchmal wirklich kurios.

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Und so geht der erste GOLDENE HITLER ausserhalb der Jurywertung grosszügigerweise an die JUSOS von Halle,  die  ihn sich durch den hartnäckigen Boykott eines ungeliebten Geschäftsinhabers, ganz im Geiste des grossen Volksschauspielers,  redlich verdient haben.

Nebenwirkungen beachten!

Na Gott sei Dank!

Der Angriff auf einen aus Mosambik stammenden Mann vor zwei Tagen in Chemnitz war ausländerfeindlich motiviert. Das ergaben die bisherigen Ermittlungen des Staatsschutzes, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 46-jährige Mann, der seit 26 Jahren in Deutschland lebt, war seiner eigenen Aussage zufolge von zwei unbekannten Männern im Beisein einer Frau geschlagen und getreten worden. Alle drei sollen ihn zudem beleidigt haben.

Wenigstens wird noch eine Art von Straftaten in Deutschland verfolgt, nämlich die ausländerfeindlich-islamophob motivierte. Und sogar der Staatschutz schaltet sich ein. Der aus Mosambik. Ach nein, der nicht. Sondern unserer. Früher hat die Polizei ausgereicht, die bei Überfällen ermittelt hat. Heute ermittelt der Staatsschutz. Wenn besondere Personengruppen involviert sind. Andersfarbige, Andersgläubige, allerdings nur, wenn sie zu den Überfallenen gehören, und linke Aktivisten. Auch, wenn sie zu den Überfallenen gehören. Und natürlich, wenn Kinder Hakenkreuze schmieren, dann muss auch der Staatschutz ran und Akten anlegen und befragen, so, wie das in der DDR üblich war. Denn wer nicht hören will, muss fühlen.

Was allerdings auch nicht mehr gilt, seit die Kategorie Intensivtäter eingeführt wurde und der Begriff qualifizierte Duldung. Wir sind schon Schätzchen, kann ich Euch sagen. Sollte der Anteil bunter Menschen in Deutschland zunehmen, können wir uns auf eine Justiz freuen, die nach Ansehen der Hautfarbe urteilt. Erste positive Ansätze dazu gibt es ja schon. Also wenn ein Äthiopier, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt und Ingenieur für irgendwas ist, betrunken mit zwei Weissen Streit beginnt, dann kommt erst einmal der Staatschutz und verschleppt die helleren Bundesbürger per Hubschrauber. Was würde das denn auch für Eindruck machen, hätte sie den dunkleren Teilnehmer an der Auseinandersetzung mitgenommen, wo wir wissen, Nichtdeutsche, die können gar nicht Täter sein. Und das ist es doch, worauf es ankommt.

Kein Fall für den Staatsschutz

obwohl ihm ja theoretisch daran liegen müsste, repräsentiert dieser Bursche im Ausland doch Deutschland. Oder?


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