Archiv für 20. Juli 2009

Sehnsucht nach der Diktatur

LPGEine Umfrage hat ergeben, immer mehr Westdeutsche sind der Meinung, dass 1989 das falsche Gesellschaftssystem aufgegeben hat. Wovon einst Walter Ulbricht, Horst Sindermann und Ulla Jelpke träumten, immer mehr Bürger aus den wirtschaftlich und gesellschaftlich  erfolgreicheren Bundesländern äussern, die Bundesrepublik Deutschland hätte sich damals der DDR ergeben sollen, statt umgekehrt. Leider waren damals die Bedürfnisse der besseren Deutschen nach Bananen, Kiwis und D-Mark befriedigt und nichts im Arbeiter- und Bauernstaat hätte sie tatsächlich gereizt, um vor das Bundeskanzleramt zu ziehen und „Reagan, Reagan“ zu skandieren. Vielleicht noch die Aussicht, sozialistisches Recht und Gerechtigkeit erfahren zu dürfen.

Nun aber, nach immer neuen Fällen, exhumierter Babys, die kinderliebe ostdeutsche Mütter in Blumenkästen und Eisschränken für die Nachwelt aufbewahrten, sehnen sich bereits 44 Prozent der Bürger aus den demokratischeren Bundesländern nach dieser Art von Kinderfreundlichkeit. Insbesondere, der Kinderfreundlichkeit, die die kleinen Erdenbürger vertrauensvoll der Obhut des Staates übergibt, um sie darin zu glühenden Sozialistinnen und Sozialisten und zum Hass auf den Klassenfeind zu erziehen, der derzeit von Thor Steinar repräsentiert wird, jederzeit aber von den zionistischen Blutsäufern abgelöst werden kann.

Schon 52 Prozent von ihnen glauben, Mangel an den „Tausend kleinen Dingen“, wie in der DDR, befördere den Gemeinschaftssinn, was sie als nacheifernswerte Tugend ansehen, den Mangel. Durch den Ausfall der Gewerbesteuer wird dieser aber weitere Fortschritte machen. Vor allem in Städten und Gemeinden, die ein übermässiges Einwandererklientel auszuhalten haben. In jeder Beziehung.

Hilfsbereitschaft hat mit 42 Prozent noch erheblichen Nachholebedarf, allerdings wurde in der Umfrage nicht geklärt, ob  42 Prozent der Bürger in den demokratischeren Bundesländern bereits  Hilfe vom Staat annehmen, sie erwarten, oder sich einfach nur wünschen, der Staat wäre bereit, ihnen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von mindestens 2000 € zu helfen, ihren Hobbys sorgenfrei nachzugehen.

Was es in der DDR nie gab, wie auch kein Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe, weil in der DDR jedermann zu arbeiten hatte. Was den neuen Asozialen, die mit Ströbele durch die Gegend ziehen, um Unternehmen zu zerstören, nicht ganz klar zu sein scheint.  Diese ARBEITSPFLICHT. Unklar ist auch, ob sie bereit sind, selber Hilfe zu leisten, zum Beispiel die Rentnerin über die Strasse zu geleiten oder nach Art von Timur und seinem Trupp Holz zu hacken und Wasser zu holen. Gefragte Fertigkeiten in einer Kohle- und atomstromfreien Zukunft.

43,7 Prozent der jungen Menschen in den Bundesländern, die die Demokratie erfunden haben, halten das niedrigere Lebens- und Lohnniveau in den Bundesländern jenseits des ehemaligen eisernen Vorhangs für attraktiver und wünschten sich, sie würden eher in Klein-Machnow leben oder Teterow als in München oder Frankfurt. Am Main. Gehindert würden sie nur daran, in Klein-Machnow oder Teterow zu leben, durch die hohen Umzugskosten und die gestiegenen Bahnpreise. Sonst hielte sie nichts davon ab, ostdeutscher Bescheidenheit nachzueifern.

Bestürzend ist allerdings die Tatsache, dass sich ein Grossteil der jetzt 55jährigen immer noch an die Bananen greifenden Ostdeutschen erinnern kann, die genau das Gesellschaftssystem um eine Handvoll D-Mark  zerstörten, das heute, in der verordneten Erinnerung der jungen westdeutschen Demokraten, immer attraktiver wird. Hier ist die gleichgeschaltete Presse besonders gefragt.

Alles in Allem muss man jedoch sagen, die westdeutschen Genossen sind Dank unserer Partei und Staatsführung auf dem richtigen Wege. Weiter so.

Arm aber Sexy

„Hineinwursteln in den Tag ohne politische und ökonomische Konzeption, was die Zukunft des Landes betrifft…“


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