Archiv für 26. Juli 2009

Das können nur Männer verstehen

Gute Menschen kommen nach Georgien

Vorbei die Zeit, als Oma von harfenspielenden Engeln erzählte, in die wir uns nach dem Tode verwandeln. Natürlich nur die Guten. Längst haben Gregori Kossonossow und das Flugwesen enthüllt, dass über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos ist, nicht aber der Himmel. Auch Offenbach hat sich sich darin geirrt. Keine Götter des Olymp da oben. Was aber geschieht mit uns nach dem Tode, wenn wir gegangen sind? Auch den abgebrühtesten Atheisten lässt die Frage nicht kalt, wenn seine Angehörigen die lebensverlängernden Maßnahmen einstellen lassen. Wir waren ahnungslos. Bis gestern.

Was Politquatschplatsch in die Augen stach und die Kommunisten erfreuen wird, wir werden alle Georgier. Nach dem Tode. Wie Stalin. Jedenfalls die Gläubigen unter uns. Die, die ihr Herz an die Weltrevolution gehängt  und immer brav ihren Teller abgegessen haben.

Im Falle des, von Streichholz und Benzinkanistern tragenden Nazis, verbrannten Iraker in Möhlau, der sich eine Dönerbude zum Explodieren ausgesucht hatte, wurde dieses Mirakel erstmalig und amtlich dokumentiert.

Der Mann, der Azad H. genannt wurde, … lebte in dem Asylbewerberheim von Möhlau. Auf der Sterbeurkunde steht Georgien“, bestätigte am Freitag auf MZ-Anfrage Steffen Drenkelfuß, Pressesprecher der Stadt Halle.  Aber damit sind die Wunder keineswegs erschöpft! Seine Witwe, ebenfalls Irakerin, spricht seit dem Brandtag klassisches Goethedeutsch in fünfversigen Jamben und kein Wort mehr arabisch, wie sie es eigentlich als Irakerin tun sollte.

Wie bekannt wurde, hat der Vatikan umgehend einen Experten für Wundererscheinungen nach Möhlau geschickt, um die Witwe, die noch nicht Georgierin ist, zum Leben und Wirken des wundertuenden Azad H. zu befragen, der nun in besseren, georgischen Gefilden weilt. Und das gönnen wir ihm.

Der Himmel kann warten

Rumpelstilzchen

Wie man das Stroh in den Köpfen unserer Volksvertreter zu Gold spinnt. Wenigstens dazu wären sie nutze. Wenn sie schon den Dienstwagen verbummeln.

Der ganze Film

Künstliche Japaner

Während die europäischen Regierungen Nichtsnutze ins Land holen, in der Hoffnung, ungelernte Machetenschwinger werden unsere Renten sichern, was an sich schon ein Witz ist, den unsere Regierung aber wieder und wieder erzählt, weil sie das deutsche Volk für wirklich dumm verkauft, setzt Japan auf künstliche Intelligenz. Doch auch hier der Hinweis, Emanzipation ist der Tod der Staaten.

Gutes Geschäftsmodell

Letztens heulte eine deutsche Qualitätszeitung wieder herum, dass Amerikaner unbefugte Eindringlinge in ihr Anwesen einfach so erschiessen dürfen, ohne erst zehn therapeutische Sitzungen anzubieten, das Bargeld oder die jungfräuliche Tochter. Ja, das ist Amerika, Ihr Backpfeifengesichter in den Redaktionsstuben, die Ihr dauerhaft um Schwerstkriminelle weint, wenn sie von der Polizei terminiert werden, denn was hätte aus den jugendlichen Schwerstkriminellen noch alles werden können? Zum Beispiel ein erwachsener Schwerstkrimineller. Es gehört zur Tradition des Amerikaners Waffen zu tragen, so wie es zur neueren Tradition des Deutschen gehört, die andere Wange, dann den Hintern und die Eier hinzuhalten, damit hineingetreten werden kann. Und sich dafür emotionalund tränenreich zu bedanken und einen weiteren Demütigungstermin festzumachen.

Wo bei uns schon Computerspiele töten und Anscheinswaffen, weiss Amerika, dass da immer ein Mensch am Abzug sein muss, etwas, was die Brigitte und die Ursula bis heute nicht in ihre Köpfchen bekommen haben, weshalb das Verbot von Wasserpistolen als nächstes auf der Agenda steht. Aljazeera berichtet hier von einer schönen Dreingabe zu Neuwagenkauf. Eine wunderbare Sache auch für Deutschland, um lästige rumänische Touristen auf Abstand zu halten, die einem die Autoscheiben verschmieren wollen.

Volk ans Gewehr

Schweinegrippeinfizierte legen zu

Na, und wer hätte das gedacht, dass die Reisefreudigkeit der Infizierten, Gesunden oder Kranken, die Zahl der Erkrankungen steigen lässt? Ich, du, er, sie, es, das Gesundheitsministerium, die Bundesregierung? Sollen wir sie reinlassen? Oder raus? Aber ja. Schweinegrippe ist gesund. Kein Grund zur Aufregung. Ein wenig Husten und zum Trost gibt es ein Päckchen Aspirin. Gut, es sterben Leute daran aber macht uns nicht härter, was uns nicht umbringt? Wieso dann aber die Panik um Impfstoffe, die dann zum Glück im Herbst bereit gestellt werden, wenn die Krankheit sich glücklicherweise dank Reisefreudigkeit und Mobilität unterm Volke verbreitet hat, also schlicht zu spät kommen. Mahnen nicht immer Ärzte und Apotheker vor der Grippewelle sich impfen zu lassen, weil sich erst Antikörper bilden müssen? Jede Impfung, wenn die Grippe grassiert also völliger Quatsch ist. Hilft nur noch beten, wenn die Strassen voller Leichen liegen, die am Schweinegrippenvirus verreckt sind, was die Deutschen aber weiterhin nicht davon abhalten wird, die Flughäfen offen zu halten und den Schiffsverkehr und die Strassen. Warum auch? Einerseits ist die Krankheit ganz fürchterlich, weil sie tötet, andererseits kann Tod aber dann doch so übel nicht sein, weil die Quarantäne, die für die ersten Infizierten galt, nun offensichtlich nicht mehr gilt.

Früher, als Regierungen noch Spuren von Intelligenz zeigten, da war es üblich, sich zu isolieren und auf das Hereinschleppen der Pest zu verzichten. Ja, ganz schlimm für den Handel, ganz schlimm. Und ganz schlimm für die Schifffahrt und die betroffenen Menschen erst aber irgendwie wussten die noch, dass eine Krankheit viel üblere Folgen zeigen könnte, als auf den geliebten Flug nach Ägypten zu verzichten oder ein wenig ausharren im Hausarrest.

Inzwischen warnen Experten auch, sich freiwillig zu infizieren. In einer Welt, in der Mütter Kinder zusammenbringen, damit sie sich hübsch mit Masern anstecken, dürfte man eigentlich nicht mehr von einer Wissensgesellschaft sprechen, wo die Dummheit mit der Besorgnis der Mütter steigt, ihren Säuglingen eine Krankheit vielleicht vorzuenthalten. Und einzelne Fälle gibt es eben, wo ganz normale gesunde Menschen nach wenigen Tagen in Folge dieser Schweinegrippe tot sind“, warnte der Wissenschaftler. Und man kann hoffen, es erwischt auch die unnormalen, die, die sich gegenseitig bewusst so etwas antun.

Hoffnung gibt es aber. Im Herbst, wenn sich die Schweine sammeln und nach Süden ziehen, sollten sie die Grippe mitnehmen.  Das hoffen wir jedenfalls alle. Und, auch nicht zu unterschätzen, die Zahl der Arbeitslosen könnte sich weiter verringern, was ein Pluspunkt für die Bundesregierung wäre. Und den gönne ich ihr.

Ich hatte einen Biologiekurs


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