Archiv für 30. Juli 2009

Schwarze Wolken

Es war ja nicht Alles schlecht in der DDR. Zum Beispiel die Fernsehserien aus den Bruderländern, die uns ihr schweres Schicksal vor Augen führten und  zum Beispiel den heldenhaften Kampf der Polen gegen die Zerstückelung ihres Königreichs. Unterhaltsam waren sie allemal. Überhaupt hatten Staaten damals noch eine Geschichte, die vor 1933 begann. Erstaunlich. Die Schwarzen sind, wie in jedem guten Western, die Bösen. Also die Schwarzgekleideten.

Die Serie

Islamophobie weitet sich aus

Tausende fliegen die Gewalt in Nigeria, schreibt Aljazeera auf seiner Internetseite und das ist natürlich so nicht richtig. Denn sie fliehen vor den nigerianischen Kollegen des Islamfunktionärs Ayman M., der seinen festen Platz an der Speisetafel des deutschen Bundesinnenministers inne hat und uns aktuell im Tagesspiegel erzählt, wie schlimm doch unbegründete, durch nichts zu rechtfertigende krankhafte Furcht vorm Islam sich auf das tägliche Leben der Muslime in Deutschland auswirkt.  Nur ein Beispiel für die tägliche Apartheid, derer sich auch die Muslime in Nigeria nur noch mit Kalaschnikows und Handgranten erwehren können. Muslimische Frauenrechtlerinnen erzählen mir von dem täglichen Rassismus, dem sie in deutschen U-Bahnen, Straßen und öffentlichen Einrichtungen ausgesetzt sind; sie berichten von verächtlichen Blicken, den ständigen Pöbeleien bis hin zu Tätlichkeiten, wie zuletzt vor einigen Tagen in Bonn geschehen: Eine schwangere, deutsche Muslima wurde in einer U-Bahn von einem Mann aufgefordert, den Platz zu verlassen, da dies „nur Plätze für Arier“ seien. Unfassbar, dass das nicht in den Zeitungen stand, Claudia Roth sich dazu nicht äusserte und Sebastian, der für die grosse indische Demokratie im deutschen Bundestag einen Platz warm hält, keine Brandrede geschwungen hat, U-Bahnsitzplätze seien weder für Deutsche, noch für Arier, sondern für alle Menschen da, die muslimischen Glaubens sind.

Wobei  Muslime und Frauenrecht schon ein eigenes Thema ist. Aber wenigstens ist die Kleiderordnung geregelt, jahrhundertelang mussten muslimische Frauen für ihr Recht streiten, Kopftuch und Burka zu tragen, um den Vergewaltigungen der muslimischen Männer zu entgehen und hier, in Deutschland, werden sie offen zu Freiwild erklärt, wenn sie sich verhüllen. Von den Deutschen. Um 05.45 Uhr wird zurückgepöbelt! Da ist es doch nur logisch, wenn sie, wie in Nigeria zur Waffe greifen, um ihrer Endlösung zuvorzukommen. Es handelt sich also keineswegs, wie uns der Sender weismachen will, um schnöde Gewalt, vor der die Menschen fliehen, sondern um einen emanzipatorischen Kampf zur Befreiung der Frau und insbesondere der muslimischen. Etwas, was wir alle unterstützen sollten.

Die Emanzipation kommt voran

Windradphobie

Kernkraftwerke sind statistikmässig sozial benachteiligt, was nach sozialer Meldepflichtgerechtigkeit geradezu schreit. Während Kernkraftwerksbetreiber jede Normabweichung melden müssen, die  sofort als Störfall durch die deutsche geordnete Presse rauscht und Umweltminister, wie den knuffigen Eisbärenpaten, zur Höchstform auflaufen lassen, sind Windkraftwerksbetreiber nicht verpflichtet, die Schlachterliste offenzulegen. Deswegen sind Windkraftanlagen, im Gegensatz zu Kernkraftwerken auch als sicher verschrien, denn was ich nicht weiss, als strickstrümpfiges Ökoliesel, das macht mich auch nicht heiss.

150 bis 200 Meter können Bruchteile der Rotorblätter also erwiesener Maßen durch die Luft geschleudert werden – der bundesweit vorgeschriebene Mindestabstand neben Straßen beträgt an Autobahnen je 40 Meter, an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen je 20 Meter. Zu Siedlungen gilt eine „Empfehlung“ der brandenburgischen Landesregierung von 1000 Metern Mindestabstand. … Olaf Mager, Sprecher des Unternehmens „Germanischer Lloyd“ und zuständig für die Zertifizierung von Windkraftanlagen: „Es besteht derzeit keine Meldepflicht von Unfällen, allerdings gehen wir davon aus, dass es in den nächsten Jahren dazu kommen wird.“ … Andreas Eichler, Sprecher von Vestas Deutschland: „Es kommt tatsächlich ausgesprochen selten zu nennenswerten Störungen. 2009 hatten wir bei unseren weltweit 25 000 Anlagen bisher drei schwereren Zwischenfälle.“ …

Halten wir also noch einmal fest. Abgerissene Rotorteile oder Eiswurf, die durch die Gegend geschleudert werden, müssen nicht gemeldet werden, werden also nur aus Liebhaberei erfasst. Was nicht gemeldet wird, taucht in keiner Statistik auf und was in keiner Statistik auftaucht, ist auch nicht geschehen. Der vorgeschriebene Mindestabstand zu Strassen und Pilzsuchern beträgt 40 Meter. 160 – 180 Meter weniger, als die Anlagen ihre Teile in der Gegend zu verstreuen vermögen. Bravo! Dennoch wissen wir von keinen Störfällen, weil keine dokumentiert werden.  Und das sollte uns doch alle beruhigen, die wir demnächst vielleicht auf der Landstrasse unterwegs sind, wo sich vielleicht ein Rotorteil einer Windkraftanlage auf unseren Beifahrersitz zwängen will, die im Sicherheitsabstand steht, der aber planmässig nicht sicher genug ist.

Marius Horaschke, 46, ist als Lkw-Fahrer einiges gewöhnt. Jetzt kennt er eine ganz neue Angst: die Furcht vor Windrädern. Er ist regelmäßig mit seinem Transporter zwischen Brieske und Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) unterwegs. Vor Kurzem schlug dort unweit der Straße ein abgerissenes Rotorblatt in den Boden. „Seit ich diese Verwüstung gesehen habe, fahre ich extrem vorsichtig an allen Windrädern vorbei, besonders bei Sturm“, sagt Horaschke. „Ich bin kein ängstlicher Typ und habe nichts gegen Windkraft. Aber sicher müssen die Anlagen schon sein.“ Und mit diesem Argument dürfte er so einigermassen allein auf weiter Flur stehen.

Eine Abschaltung aller Windparks zur Durchsetzung tatsächlicher Sicherheit wäre also geboten, würden dieselben Maßstäbe angelegt, wie an Atomkraftwerke, sie sind politisch aber nicht erwünscht. Offensichtlich gibt es einen Plan der deutschen Bundesregierung, die deutsche Bevölkerung durch unsichere Windkraftanlagen systematisch zu dezimieren. Und wie ein Hohn klingen da die Worte der Juliane Werding, der Mutter der deutschen Endzeitbardinnen, hab keine Angst mein Kind, draussen geht nur der Wind. …

Darum schlaf jetzt schnell

Amtssprache setzt sich durch

Obwohl die Einführung der Amtssprache Türkisch in Deutschland leider noch auf gewisse Vorbehalte stösst, gibt es immer wieder unverzagte Vorreiterinnen und Vorreiter, die bereit sind Zeichen zu setzen und uns zu mahnen, dass gutes Deutsch nur sprechen kann, wer Türkisch beherrscht. Viele deutsche Eltern ignorieren diese einfache Regel schlicht und beharren weiter auf den überholten Traditionen, die Kinder in Deutsch aufzuziehen, was in Kindergarten und Schule oft schlimme Konsequenzen hat, können sich die Sprösslinge doch oft nicht mit ihren Altersgenossen verständigen und machen bei der einfachen türkischen Aufforderung, das Taschengeld, die Jacke oder die Schuhe zu spenden ein verdutztes Gesicht, wenn nicht gar ein ängstliches.

So ist es gar nicht hoch genug zu loben, dass eine Frau in Richterrobe, während der Verhandlung gegen einen jungen Mann, das rassistische Begehren der Verteidigung abschmetterte, dessen auf Türkisch niedergeschriebene Wehklagen über den versehentlichen Tod seiner geliebten Frau und Gefährtin ins Deutsche übersetzen zu lassen. Schliesslich habe ja jeder genug Zeit gehabt, sich an die veränderte Situation anzupassen und Türkisch zu lernen, seit dem denkwürdigen Tag in Köln, als der grosse und weise Führer der Türkei, Erdogan, uns zurief, dass Assimilation schlimmer als der Tod sei. Also die eigene Assimilation. Die der Anderen weniger.

Kann man nur hoffen, dass das Beispiel weiter Schule macht.

Lern Türkisch – Du Arsch!


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