Islamophobie weitet sich aus

Tausende fliegen die Gewalt in Nigeria, schreibt Aljazeera auf seiner Internetseite und das ist natürlich so nicht richtig. Denn sie fliehen vor den nigerianischen Kollegen des Islamfunktionärs Ayman M., der seinen festen Platz an der Speisetafel des deutschen Bundesinnenministers inne hat und uns aktuell im Tagesspiegel erzählt, wie schlimm doch unbegründete, durch nichts zu rechtfertigende krankhafte Furcht vorm Islam sich auf das tägliche Leben der Muslime in Deutschland auswirkt.  Nur ein Beispiel für die tägliche Apartheid, derer sich auch die Muslime in Nigeria nur noch mit Kalaschnikows und Handgranten erwehren können. Muslimische Frauenrechtlerinnen erzählen mir von dem täglichen Rassismus, dem sie in deutschen U-Bahnen, Straßen und öffentlichen Einrichtungen ausgesetzt sind; sie berichten von verächtlichen Blicken, den ständigen Pöbeleien bis hin zu Tätlichkeiten, wie zuletzt vor einigen Tagen in Bonn geschehen: Eine schwangere, deutsche Muslima wurde in einer U-Bahn von einem Mann aufgefordert, den Platz zu verlassen, da dies „nur Plätze für Arier“ seien. Unfassbar, dass das nicht in den Zeitungen stand, Claudia Roth sich dazu nicht äusserte und Sebastian, der für die grosse indische Demokratie im deutschen Bundestag einen Platz warm hält, keine Brandrede geschwungen hat, U-Bahnsitzplätze seien weder für Deutsche, noch für Arier, sondern für alle Menschen da, die muslimischen Glaubens sind.

Wobei  Muslime und Frauenrecht schon ein eigenes Thema ist. Aber wenigstens ist die Kleiderordnung geregelt, jahrhundertelang mussten muslimische Frauen für ihr Recht streiten, Kopftuch und Burka zu tragen, um den Vergewaltigungen der muslimischen Männer zu entgehen und hier, in Deutschland, werden sie offen zu Freiwild erklärt, wenn sie sich verhüllen. Von den Deutschen. Um 05.45 Uhr wird zurückgepöbelt! Da ist es doch nur logisch, wenn sie, wie in Nigeria zur Waffe greifen, um ihrer Endlösung zuvorzukommen. Es handelt sich also keineswegs, wie uns der Sender weismachen will, um schnöde Gewalt, vor der die Menschen fliehen, sondern um einen emanzipatorischen Kampf zur Befreiung der Frau und insbesondere der muslimischen. Etwas, was wir alle unterstützen sollten.

Die Emanzipation kommt voran

4 Responses to “Islamophobie weitet sich aus”


  1. 1 Prosemit 30. Juli 2009 um 05:15

    Zm Thema Afrika und Islam empfehle ich immer wieder gerne die Reiseberichte von Rohlfs. Online bei Gutenberg zu finden. Er war ein intimer Kenner des Islam und bereiste das nördlichen Afrika als Mohammedaner. Der tödliche Hass auf die „Ungläubigen“ ist allgegenwärtig und wesentliches Bindeglied der Ummah. Alles, was man zum Thema Islam wissen muss, kann man schon bei Rohlfs erfahren.

    ————-

    Gerhard Rohlfs

    Geboren am 14.4.1831 in Vegesack bei Bremen, gestorben am 2.6.1896 in Rüngsdorf bei Godesberg.

    Der Arztsohn brach das Medizinstudium ab; nach einer Militärzeit ging er zur Fremdenlegion nach Algerien, anschließend reiste er als Abenteurer und Wundarzt durch Nordafrika, bis er sich als ernsthafter Forschungsreisender allgemeine Anerkennung erwarb. Von 1862 bis 1879 unternahm er sechs große Forschungsreisen durch Nordafrika, Ägypten, Abessinien und quer durch die Sahara über den Tschadsee bis zur Guineaküste. Mehrfach war der scharfe Kritiker des Sklavenhandels in diplomatischer Mission unterwegs, so 1885 als deutscher Generalkonsul auf Sansibar.

  2. 2 Prosemit 30. Juli 2009 um 05:17

    Link zu den Online Texten bei Gutenberg.org :

    http://www.gutenberg.org/browse/authors/r#a5383

  3. 3 vitzliputzli 30. Juli 2009 um 14:10

    auf pi wird in kommentaren vorgeschlagen, die deutschen grenzen endlich zu öffnen, damit diese armen verfolgten und in deutschland geknechteten menschen endlich in ihre sichere und friedliche heimat flüchten können. aber die schlimme arierbande besteht ja anscheinend darauf, alle schätze im land zu behalten.

    hoffentlich setzt sich dieser aiman nicht allzu schnell damit durch in den städten die arabischen gebetsrufe wehen zu lassen …

    😦

  4. 4 Karl Eduard 30. Juli 2009 um 14:50

    Ja. Deutschland ist ein Völkergefängnis.


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