Archiv für August 2009

Willkommen Lenin

Zwanzig Jahre nach dem die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in ihrer Weisheit, die heute ungebrochen und noch viel größer ist als vor zwanzig Jahren, und der sich alle anderen, in der Nationalen Front Deutschlands organisierten Parteien angeschlossen haben, den ersten sozialistischen Arbeiter- Bauernstaat auf deutschem Boden ruinierte, darf sie heute darauf hoffen, auch das neue alte Deutschland gnadenlos in eine Wüstenei zu verwandeln. Freilich, immer im engen Bündnis mit CDU/CSU, SPD, GRÜNEN und hin- und wieder auch der FDP.

Wie die Landtagswahlen erneut zeigten, ist das positive Verhältnis der Bewohner der DDR zu denen ungebrochen, die sie mit Gewalt und unter Androhung von Schußwaffe und Gefängnis dazu überredeten, die Entwickelte Sozialistische Gesellschaft in der DDR aufzubauen. Das alles ist vergeben und vergessen und die von Kapitalismus und Überfluß gepeinigten Werktätigen rufen den besten Köpfen ihrer Avantgarde zu: „Machs noch mal, Lenin!“

Aber auch der Westen kommt allmählich zur Vernunft, wo jeder endlich zu den Reichen gehören wird, um sich dann  sozial gerecht besteuern zu lassen, bis aufs Armutslevel, worauf er wieder staatliche Mittel erhält, die ihn in die Welt der Schönen und Reichen aufsteigen lassen, während Arme und Hässliche per Dekret verboten werden.

Bis 2012, so hat die nationale Front durch Franz Müntefering versprochen, ist jeder heute noch Arme im Besitz einer eigenen Villa mit inneliegendem Hallenbad und kann seine Kinder auf eine Privatschule in der Schweiz schicken. Und was die Partei verspricht, wird sein! So wie damals.

Goodbye Lenin

Die ganze Komödie, die nicht immer eine Komödie ist.

Und fürchtet Euch nicht

Morgen jährt sich nicht nur der militärische Beginn des II. Weltkrieges, sondern auch ein scheußliches Verbrechen, das von moslemischen Terroristen begangen wurde, die freilich den Islam nicht verstanden haben oder was könnten wir sonst noch für Ausreden vorbringen, die dieses Verbrechen an Kindern relativiert? Ich bin sicher, meinen geschätzten Besuchern werden so einige einfallen, wie zum Beispiel der wunderbare Freiheitskampf des tschetschenischen Volkes, die Kreuzzüge oder die Erfindung der Pockenimpfung. Oder daß Putin ja auch nur ein Diktator ist und da darf man dann schon mal die Kinder, Eltern und Lehrer in eine Schule treiben und sie umbringen.

Gottesstaat

Wie sehr sich hierzulande alles um das Wohl der Gläubigen dreht, soll man doch nicht für möglich halten, wenn diese Gläubigen zu den geschätzten Koraniten, also der Korananhänger,  gehören, die aufgrund der Aufforderungen im Koran eigenene Staatenbildung betreiben. Auch in bereits vorhandenen Staaten.

Man müsse fastenwillige Diabetiker daher begleiten, betont der türkischstämmige Mediziner. Zu berücksichtigen ist zum Beispiel, dass es während des Fastenmonats in der Regel nur zwei statt drei Hauptmahlzeiten gibt. Vor allem sei darauf zu achten, dass Medikamente und Insuline, die Hypoglykämien verursachen können, in den Morgenstunden reduziert werden, um die Patienten nicht zu gefährden. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen rät der Allgemeinmediziner zudem, Fastenden besonders die Aufnahme von viel Flüssigkeit vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang zu empfehlen. Zudem sei darauf zu achten, dass die Patienten ihre Tabletten regelmäßig einnehmen und der Einnahmezeitpunkt dabei verschoben wird: Denn fastende Patienten dürfen während des Tages auch keine Tabletten schlucken, da dies als Fastenbruch gewertet würde. Während des Ramadan darf darüber hinaus auch parenteral nichts zugeführt werden, Injektionen sind daher tagsüber nicht erlaubt. Da in diesem Jahr der Ramadan in die Zeit der Grippe-Impfung fällt, bietet der Mannheimer Hausarzt seinen fastenden Patienten spezielle Sprechstunden nach Sonnenuntergang an, damit sie ihren Impfschutz bekommen können.

Werden wir nächstens erleben, wie Ärzte empfehlen, christlichen Geißlersekten schmerzstillende Mittel vor den Selbstgeisselungen zu verabreichen? Wenn jemand sich bewußt selbst gefährdet, dann ist es wohl berechtigt, ihn  als geistig nicht zurechnungsfähig zu bezeichnen. Aber so etwas kommt nicht in die Klapsmühle, sondern der fürsorgende Islamstaat Deutschland stellt seine Infrastruktur einfach um, um den Bedürfnissen von Gottesfanatikern entgegenzukommen. Bezahlen dürfen diese Späße alle Mitglieder der Krankenkassen. Der Rückmarsch von einer aufgeklärten Gesellschaft zu  einem Staat, in dem Aberglauben und Unwissen das Leben bestimmen, kommt großartig voran.

Laura sieht das freilich anders

Karl Stülpner

Bevor Manfred Krug Rechtsanwalt in Westberlin wurde, und später Kommissar, trieb er sein Unwesen in der DDR und raubschützte, das heißt, er schoß ohne Jagdgenehmigung einfach das Wild aus den sozialistischen Wäldern. Kein Wunder, daß er später das Land verlassen mußte. Im Tross nur das Handgepäck und die angesparten Oldtimer und Altertümer. Begründet hat er seine Taten immer mit SOZIALER GERECHTIGKEIT und REICHTUM FÜR ALLE und daß er den Armen helfen will, die Not zu lindern, genauso, wie das die Raubschützen der DIE LINKE  heute auch tun, deren Führer in prächtigen Villen leben, mit Hallenbad inneliegend, wie der spartanisch wohnende Volkstribun Lafontaine, der damit zeigen will, wie wir überübermorgen leben könnten, würden wir nur sozialistisch handeln.  Später setzte er sein rühmliches Handwerk fort, in dem er kleinen Leuten Telekomaktien wärmstens ans Herz legte. Gerade deswegen lebt er heute auch in ihren Herzen weiter. Der Stülpner. In meinem natürlich auch.

Die Hochzeit

Die ganze Folge

Stalin wütet weiter

Im April der dritte Moskauer Theaterprozeß

dnb Warschau, 28.Januar

StalinNach einer über Riga nach Warschau gelangten Moskauer Meldung wird im April ein dritter Theaterprozeß gegen angebliche Trotzkisten in Moskau eröffnet werden. Auf der Anklagebank werden der Chefredakteur der „Iswestija“ Bucharin, der bisherige Militärattache der Sowjetbotschaft in London Putna, der Adjutant des Marschalls Tuchatschewski Smuty, der frühere Außenminister der Ukraine und Sowjetgesandte in Paris Rakowski, einer der nächsten Freunde Lenins Rykow und eine Reihe weiterer alter Bolschewisten Platz nehmen. Eine Moskauer Pat-Meldung bestätigt die schon gemeldete Verhaftung des Zarenmörders und bekannten Bolschewisten Belobordow, dem die Beteiligung an illegalen Organisationen vorgeworfen wird. Weiter meldet die Pat aus Moskau, daß die Schwester und die Tochter Trotzkis in Krasnojarsk verhaftet worden sind. Die Schwester Trotzkis war die erste Frau des erschossenen Bolschewisten Kamenew.

Unzählige neue Verschwörergruppen durch den Theaterprozeß entdeckt

Im weiteren Verlauf des Moskauer Theaterprozesses wurde der Kraftwagenlenker Arnold vernommen, der als „aktiver Terorrist“ angeklagt ist. Die diesem „Prozeß“ zugrunde liegende These von dem Vorhandensein über die ganze Sowjetunion verstreuter „Verschwörer-Gruppen“ und „terroristisch gesinnter Individuen“ ist eine Sache für sich. Was der „Prozeß“ darüber zutage fördert, ist äußerst unklar, da das Verhandlungsergebnis nur aus gegenseitigen Beschuldigungen und Selbstbezichtigungen der Angeklagten besteht.

Bei den „Terrorakten“, die Arnold „gesteht“ handelt es sich um zwei glücklich vermiedene Autounfälle. In dem einen Fall haben die im Auto sitzenden sowjetrussischen Staats- und  Parteigewaltigen überhaupt nichts davon bemerkt, während sie das andere Mal mit dem Schrecken davonkamen.

Der anschließend vernommene frühere Vizekommissar des Eisenbahnwesens Lifschitz ist neben Pjatlakow, Sokolnikow und Serebjakow der vierte stellvertretende Volkskommissar, der in diesem Theaterprozeß todeswürdiger Verbrechen angeklagt ist. Dieses Moment interessiert mehr als der Inhalt der gegen Lifschitz gerichteten Anklagepunkte. Mit seiner Vernehmung wird ein Komplex eingeleitet, der sich auf Fehlschläge im Eisenbahnwesen, Verkehrsstörungen, Havarien, Entgleisungen usw. bezieht.  Alle diese Schäden werden nur durch „planmäßige Übeltaten von Trotzkisten erklärt. Lifschitz gesteht natürlich alles, was man ihm vorwirft und fügt auch noch „freiwilliges Geständnis“ hinzu, in dem er sich selbst bezichtigt, durch die Angeklagten Knjasew und Turok Beziehungen zu einem japanischen Spionagedienst unterhalten zu haben.

Darauf wird der Angeklagte Knjasew vernommen, der Direktor mehrerer Eisenbahnlinien in Sibirien und Vizepräsident der Zentralverwaltung des Eisenbahnkommissariats war. Auch Knajsew hat in doppelter Eigenschaft aufzutreten: als „Trotzkist“ und als angeblicher Agent des japanischen Geheimdienstes. Er will etwa 15 Eisenbahnkatastrophen „organisiert“ haben. Er berichtet, daß sich auf der Tscheljabinsker Linie im Jahre 1934 fünfzehnhundert und 1935 zweitausend(!) Havarien ereigneten, was natürlich die Sowjetpropaganda auf das Konto der „Trotzkisten“ setzt.

Knjasew gibt dann vor, Betriebsgeheimnisse der sibirischen Eisenbahnlinien, Mobilisationspläne usw. an den japanischen Geheimdienst ausgeliefert zu haben. Nach phantasievollen Erzählungen über angebliche Absichten des japanischen Geheimdienstes schloß Knjasew seine Aussagen, die er im Tone einer auswendig gelernten Lektion vorbrachte.

Dann kommt der Angeklagte Turok an die Reihe, der seine „Schädlingsarbeit“ im Transportwesen selbstverständlich ebenfalls zugibt und Knjasew noch übertrumpft, indem er 40 Eisenbahnkatastrophen auf sein Schuldkonto nimmt.

VÖLKISCHER BEOBACHTER 29. Januar 1937(Übersetzung aus Fraktur-Nazisschrift)

Komischerweise erinnern wir uns an solche Sachen gar nicht oder verdrängen sie, gilt doch die Sowjetunion als Arbeiter- und Bauernparadies, das die Paradiesbewohner zwar zu Millionen ermorden ließ, aber immer nur zum Wohle des Volkes, so wie ja auch heute antifaschistische Fußtruppen der DIE LINKE brennend und plündernd umherziehen und ihre Scheußlichkeiten zum Wohle des Volkes begehen.

Alexander Solschenizyn – Der Archipel Gulag

Kurz und schmerzlos

Schöne Parallelwelt

Ämternazis bringen dreifache Mutter um

Geflohen aus Angst, Schaden an der eigenen körperlichen Unversehrtheit zu erleiden, geriet eine Familie vom libanesischen Regen in die sächsische Traufe,  wo ihnen doch deutsche Abkömmlinge des Volkes der Colored People gleich hätten sagen können, daß es überall auf der Welt sicherer ist  als hier. Aber kann man das wissen, auf der Flucht vor Tod, Gefängnis, Folter oder ehrlicher Arbeit?

Das Leben der fünfköpfigen libanesischen Familie hätte so friedlich verlaufen können, die auf Kosten der Sachsennazis behaust, gespeist und bekleidet wurde, freilich nur kärglich und  immer nur mit dem Nötigsten und ohne ausreichendes Taschengeld. Dennoch lebte die Familie harmonisch zusammen. Mutter und Vater erfreuten sich daran, wie ihre lieben Kinderlein gediehen und manchmal vergaßen sie sogar, um ihr Leben zu zittern, wenn sie zaghafte Kritik am deutschen Essen äußerten, mit dem sie wohl gefoltert werden sollten. Und manchmal träumten sie laut von einer eigenen großen Wohnung und wie die Sachsennazis die Miete und den Strom dafür bezahlen würden, Wasser und Abwasserkosten und natürlich auch die Ausstattung. Denn das hatte sich die colorierte Familie verdient, deshalb war sie hergekommen, das stand ihr zu, als Dank, daß arabische Divisionen Europa vom Hitlerfaschismus befreit hatten, um anschließend uneigennützig als Sexsklaven und Zwangsarbeiter zu schuften.

Alles war ruhig an diesem Montag  und voller Harmonie, die Tauben schissen, die Hunde bellten und die helle Sonne streichelte Mensch und Tier – bis zu dem Augenblick, als die Klingel schrillte, schwere eisenbeschlagene Stiefel gegen die Tür donnerten und Männer in schwarzen Uniformen, mit Schlagstöcken, deutschen Schäferhunden und als Mitarbeiter des Landratsamtes Frankenau verkleidet, die verängstigte Familie aufforderten mitzukommen, um sie in ein ehemaliges DDR-Kinderferienlager zu deportieren, in dem sie hätten vergast, erschossen oder verhackstückt werden sollen, wie es in Sachsen Brauch ist, mit Asylbewerbern umzugehen. Oder in Möhlau.

So muß sich Anne Frank gefühlt haben, die wunderbare Heranwachsende, deren Tagebuch uns so zu Herzen geht, als die Häscher kamen, um sie zu holen. Da ist sich Ali Moradi, Mitglied des sächsischen Flüchtlingsrats, ganz sicher.

Nicht nur, daß die Landratshäscher, die todsicher Thor Steinar trugen, die arme aber verwirrte Mutter mit dem abschlägigen Bescheid ihres berechtigten Ansinnens, auf Kosten der Sachsennazis eine Villa mit inneliegendem Hallenbad zu beziehen, wie es Franz Müntefering  jüngst für jeden deutschen Armen gefordert hatte, schwer im Gemüte erschütterten, nein, mit ihren dämonischen Gedankenstrahlen zwangen sie sie erst, die im Verfallsdatum abgelaufenen Tabletten der Hausapotheke zu schlucken und dann, sich vor den geparkten Umzugs-LKW zu werfen, der die zwei Handgepäckstücke, mit der die Familie vor Folter, Tod, Gefängnis oder der Notwendigkeit, mit eigener Arbeit die Existenz zu bestreiten, aus dem Libanon eingereist war, in das Vernichtungs-Pionierlager überführen sollte.

Den LKW dazu zu bringen, über den Körper der geschundenen Frau hin und her zu fahren, die immer wieder verzeifelt rief, „lever dot at Slav“, was auf grusinisch so viel heißt wie „nicht ohne meine Luxusvilla„, dazu reichten die Gedankenstrahlen der Landratsamtsnazis nicht mehr aus.

Um ihr die Organe zu entnehmen, wie Ali Moradi glaubhaft versicherte, wurde die gepeinigte Frau schließlich in das Krankenhaus gebracht, sonst hätte sie noch stundenlang im Todeskampf gelegen, dem die deutschen Unmenschen vom Amte kalt lächelnd zusahen, während die Kinder von den mitgebrachten Schäferhunden über den Hof gehetzt wurden.

So hat sich das alles in Wirklichkeit zugetragen, beteuern der von den Mißhandlungen schwer gezeichnete Witwer und Ali Moradi, der aus Profession solche Sachen erzählt, und nicht, wie die rassistische Presse es darstellt.

Dennoch will der Witwer mit seiner restlichen Familie in Sachsen bleiben, trotz, Folter, Tod, drohendem Gefängnis und dämonischer Gedankenstrahlen, denn das, das Leben in Sachsen auf Kosten der Sachsennazis, und die Entschädigung  für die Ermordung seiner Frau, die nun eine zweite Marwa S. werden wird, die hat er sich wirklich verdient.

Idioten! Kommt nach Deutschland!


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