Die Sterne von Eger

Oh wunderbare Geschichte. Während andere Völker unter der Herrschaft der jetzigen Türken begeistert aufjauchzten, wenn ihre Kinder oder Frauen als Sklaven geraubt wurden, das Vieh getötet oder Dörfer und Städte verbrannt wurden, wie im schönen Ungarn, haben wir Deutschen überhaupt keinen Grund, irrationale und krankhafte Angst vorm Islam zu verspüren, wir, die wir neugierig sind, auf alles, was wir noch nicht kennen. Den wahren Sozialismus oder  den wahren Islam. Ungarn hat da wirklich ein Gedächtmis wie ein Elefant.

Die Sterne von Eger: Der Knabe Gergely Bornemissza wird gemeinsam mit seiner besten Freundin Éva, der Tochter eines Kleinadligen, von einer Türkenschar gefangen genommen und in einen Gefangenentrek gesteckt. Durch eine List kann er sich und seine Mitgefangenen befreien. Obwohl er aus ärmlichen Verhältnissen stammt und ein Waisenkind ist, wird aber aufgrund seiner Heldentat vom reichen ungarischen Adeligen Bálint Török angenommen. In dessen Obhut genießt er nicht nur Wohlstand, sondern auch eine gute schulische Ausbildung, sodass er Sprachen lernt und viel Allgemeinwissen dieser Zeit erwirbt. Während seiner Jugend muss er miterleben, wie die Königsstadt Buda in die Hände der Türken fällt. Dabei wird auch Gergelys Ziehvater Bálint Török, der “ungarische Löwe”, gefangen genommen. Unterdessen trifft Gergely Éva wieder, die gerade einen anderen heiraten soll. Das junge Paar flieht unter abenteuerlichen Umständen und heiratet. Um Bálint Török zu befreien, reist Gergely mit seinen Freunden nach Konstantinopel. Sie können bis zu Török vordringen, doch dieser will nicht mit ihnen kommen. Im Jahr 1552 ruft der ungarische Hauptmann István Dobó die freien Ungarn in die Burg Eger, um das heranrückende türkische Heer aufzuhalten. Gergely, mittlerweile ein Offizier, hört den Ruf und reist mit seinen Soldaten nach Eger. Dort trifft er auf viele alte Freunde, die den Türken die Stirn bieten wollen. Doch die Lage scheint hoffnungslos. Das türkische Heer hat sich mit einem zweiten Heer vereint. Jetzt müssen sich wenige tausend Ungarn gegen 200.000 Türken behaupten. Doch die Ungarn wehren sich tapfer, und nicht zuletzt durch Gergelys Ideenreichtum gelingt es ihnen, die Türken abzuwehren. Nach mehreren Wochen zersetzender Belagerungsstürme setzen die Türken zu einem letzten Angriff an. Dieser Angriff wird erbittert geführt. Doch am Ende können die Ungarn die Oberhand behalten. Und das nicht zuletzt durch die Hilfe der Frauen von Eger.

Der ganze Film

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5 Responses to “Die Sterne von Eger”


  1. 1 Prosemit 2. August 2009 um 05:16

    Bekannterweise war der Kinderraub (devşirme) lange offizielle Politik des türkischen/osmanischen Reiches. Mit der “Knabenlese” sollte der Genpool aufgebessert werden. Scheinbar war die Genetik damals weiter entwickelt wie heute. Auf jeden Fall war das Verständnis für Genetik weiter entwickelt – in einer Zeit, als man noch wusste, wieso man welche Haustiere zu welchem Ergebnis kreuzte.

  2. 2 Karl Eduard 2. August 2009 um 06:27

    Scheinbar wussten die Menschen auch noch zu Beobachten und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

  3. 3 Prosemit 2. August 2009 um 06:45

    Auch kulturpolitisch ein interessantes Thema.

    Nicht ohne Grund war bei praktisch allen Völkern, die jeweils relativ abgeschieden in grossen Räumen lebten (z.B. Eskimo), Pflicht, die Frauen dem fremden Reisenden “zur Verfügung zu stellen”. Nein, es war keine Pflicht, es war die lange erworbene Einsicht, dass nur “mit fremdem Blut” das Überleben des Stammes langfristig gesichert werden konnte. “Gastfreundschaft” ist auch unter diesem Aspekt zu verstehen, genauso wie der “Frauenraub” beim Nachbarstamm.

    Heute sind die dahinterstehenden Mechanismen politisch Tabu, Pfui Ba und Aus!

  4. 4 Karl Eduard 2. August 2009 um 06:58

    Die Stämme in Berlin und Köln wissen das auch nicht mehr.

  5. 5 klippensegler 8. September 2010 um 19:24

    Leider ist die Passage mit dem Film gelöscht. Ich kenne den Film überhaupt nicht. Gibt es eine Chance ihn, in welcher Form auch immer irgendwo zu sehen oder zu beziehen. Das Buch habe ich vor mehr als dreizig Jahren zum ersten mal gelesen, es gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, ich bevorzuge jedoch die “DDR-Übersetzung” unter dem Titel: “Tödlicher Halbmond”, die spätere Heyne-Übersetzung (aus der Reihe besonderer historischer Romane, hier erschien auch “Feuer und Schwert”) unter dem Originaltitel “Die Sterne von Eger” finde ich um einiges schwächer …

    Ansonsten finde ich die Diskussion hier ganz schön dröge und ziemlich daneben.


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