Ngschlink Hrsztpfiff!

Goldener HitlerZum Glück haben wir aufgeweckte Frauen in Sachsen Anhalt, wie diese Angela Kolb, deren hervorragender Verdienst, in der SPD zu sein, sie zur Justizministerin befähigte. Erschüttert über den Bundesgerichtshof und sein Urteil, das ein auf Klingonisch oder Suaheli vorgetragenes „Heil Hitler“ nicht unter Strafe stellt, fordert diese moderne Jean de Arc der Justiz nun eine Verschärfung des Strafrechts.

«Es kann nicht sein, dass sich Rechtsextremisten Straffreiheit organisieren können, indem sie Parolen ins Englische oder eine andere Sprache übersetzen». Vermeldet der Ticker.

Natürlich kann das nicht sein. Schon bald werde sie, nach uneingeweihten Kreisen, so Angela Kolb, Handreichungen herausgeben an die Polizei, die die gebräuchlichsten Naziparolen in den ca. 6500 Sprachen enthielten, die auf der Welt derzeit gesprochen werden. Künftig werde die Polizei nicht mehr wie ein Trottel dastehen, wenn ein Bürger „ngschlink hrsztpfiff!“ rufen würde, der Beamte würde schnell im Langenscheid „Nazisch – Deutsch“ nachschlagen, um dann zur Festnahme zu schreiten. Notfalls ginge es auch ohne Übersetzung, es reiche der Verdacht. Zuvörderst müssten aber viele Sprachwissenschaftler, in alle Welt ausgesandt werden, um dort, wie die Gebrüder Grimm, Naziparolen von den Weisesten der Weisen in ihre Mutterlaute übersetzen zu lassen. Das sei ihr die Sache aber wert, solange sie vom Steuerzahler bezahlt werden würde. Wie auch ihre Stelle als Justizministerin und viele andere davor.

Eine schöne, lohnende Aufgabe, der die Anhänger und Mitglieder der NPD bereits Unterstützung zugesagt haben, verfügen sie doch über das Insiderwissen, was Naziparolen sind, neben dem Netz gegen Nazis, das aber in Deutschland unentbehrlich ist.

Später könnten dann vielleicht auch Volkshochschulkurse für Journalisten, Fussballer, Schauspielsternchen und Linksterroristen angeboten werden, die sich im Kampf gegen Parolen wie „Arbeit und Brot“ bereits einen Namen gemacht hätten. Jedenfalls bis zur Erfindung des Universaltranslators.

Bei solch Frauen muss uns vor einer Auferstehung des grossen Volksschauspielers und seiner Anhänger wahrlich nicht bange sein, weshalb es zur Belohnung auch den GOLDENEN NAZI gibt. Danke Frau Kolb.

Faible für Idioten

7 Responses to “Ngschlink Hrsztpfiff!”


  1. 1 Wilhelm Entenmann 15. August 2009 um 06:39

    Viel Arbeit und Jobs für die sonst doch eher chancenlosen Sprachwissenschaftler etc..
    Der Kampf gegen Rechts muss weitergehen, denn die Einheitsfront schafft Arbeitsplätze, „Hatschi!“

  2. 2 Karl Eduard 15. August 2009 um 06:49

    Kannst du das mal übersetzen? 🙂

  3. 3 Wilhelm Entenmann 15. August 2009 um 07:09

    Kannst du das mal übersetzen?

    Vielleicht „Volksgesundheit!“(?), mir ist das eben nur so rausgerutscht – man wird in Zukunft sehr aufpassen müssen, wenn man etwas sagt.

    Vielleicht sollten alle Wörter mit „H“ von eben diesem befreit und (ich spam jetzt mal) das Jahr 1888 gelöscht werden.

    Im obigen Fall dann also „-gesund-eit“, denn auch „Volk“ ist verdächtig.

    „-gesund-eit“ ist natürlich ein Zungenbrecher, weshalb man Deutsch nur noch morsen sollte…., wenn also zukünftig Nazis „· · · ·“ machen („Biep, Biep, Biep, Biep“) machen… 😆

  4. 4 Karl Eduard 15. August 2009 um 10:06

    Könnte auch „Hadsch iiiiih“ ausgesprochen werden, was dann aber genau so verdächtig wäre. Bei Verdacht wird sowieso verhaftet, Polizist braucht die Zeit zum Nachschlagen.

  5. 5 stalker 15. August 2009 um 11:53

    ja das ist wunderbare Satire! Das hätte sich keiner von uns alleine ausdenken können. Man schafft das einfach nicht mit normal ausgestatteter Intelligenz: „Nazispeech auf ausländisch ist erlaubt“. Nun wird die Hitlerverfolgung allerdings richtig schwierig für unsere Edlen. Das sollte uns ein Stückweit betroffen und entrüstet machen.

    Mein Vorschlag dazu: Verbot von Fremdsprachen in Deutschland und überall da, wo Deutsche weilen! Im Namen des Friedens und des Kampfes gegen Hitler.

    Am deutschen Wesen wird die Welt schliesslich genesen, wie Frau Roth demnächst sicher (ein Stückweit betroffen) zitieren wird.

  6. 6 ppq 15. August 2009 um 11:54

    Oh, zwei Dumme, ein gedanke. Sorry, ich lese es jetzt erst hier, habe was Ähnliches bei uns hingestellt. Ich verlinke Dich jetzt noch, ich glaube, du warst ein bisschen schneller.

  7. 7 Karl Eduard 15. August 2009 um 12:47

    Sorry ist nicht nötig, doppelt genäht hält besser. 🙂


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