Archiv für 1. September 2009

Unrecht Gut

Der Versailler Vertrag hat Polen unrecht getan. Er hat uns nicht das Polen von vor 1722 gegeben. Der Versailler Vertrag hat uns nicht gegeben Danzig, Ermelland, Masuren, Königsberg, Stettin, Oppeln und Breslau. Die Ansprüche auf diese Städte und Länder, die uns mit Gewalt genommen worden sind, werden wir niemals aufgeben. Da wir offene Grenzen haben, müssen wir eine mächtige Armee haben, die uns nach vier Fronten zu verteidigen vermag. Jeder Pole muß Soldat sein. Jede Polin muß der Nationalgarde angehören. Ein von Kopf bis Fuß bewaffnetes Polen wird allen seinen Feinden entgegentreten können. Jedes polnische Haus muß eine Festung sein.

Marschall Pilsudsky 1926

Polnische Streitkräfte

Vor 70 Jahren

stoppschildBöser, böser, böser Propagandafilm, der dennoch nicht umhin kommt, einige Fakten darzulegen, wie das unsere heutigen Medien auch tun, wenn sie zum Beispiel das richtige Datum nennen. Dafür lohnt sich die GEZ-Abgabe schon, die es freilich vor 70 Jahren noch nicht gab und erst eine Erfindung der Demokraten ist. Man beachte auch den antikapitalistischen Ton des Sprechers, der so in jedes ARD-Nachrichtenstudio passen würde oder in jede Juso-Gruppe.

Der Blogbetreiber rät vom Ansehen dieses Filmes dringend ab, der nicht nur gewaltverherrlichende Szenen, kriegsschuldrelativierende Ausführungen sondern auch  Textbeiträge enthält, die den Betrachter unvermittelt schwer verstören könnten. Seine Verlinkung dient lediglich wissenschaftlichen Zwecken, wie dem Schutz des Klimas und ähnlich blödsinnigen Projekten, was einfach mal gesagt werden mußte.

Leider gibt es keine polnische Wochenschau, die im Nachhinein erklärt, warum polnische Soldaten an der Elbe stehen oder in Berlin paradieren aber die Fernsehbeiträge über gewonnene Kriege verfaßt nun einmal  immer der Sieger. So sehr wir das heute auch bedauern mögen.

Während die deutsche Wehrmacht die polnische Armee zerschlägt, sitzen derweil die Garantiemächte  für Polens territoriale Integrität, England und  Frankreich, hinter ihren Befestigungen und warten, von gelegentlichem Artilleriefeuer abgesehen oder Spähtrupps,  in Ruhe den Ausgang des Krieges ab. Dieses Verhalten wird der „Komische Krieg“ oder „Sitzkrieg“ genannt werden. So viel zu Garantien. Aber die waren schon in München nichts wert.

Bildungsziel verfehlt

FreiräumeAch Du meine Güte! Und so etwas läßt man in der neuen DDR frei herumreisen! Um an den Schulen ideologisches Gift zu verspritzen, mit Worten, die nun so gar nicht zum realen sozialistischen Leben passen, wo wir doch wissen, die Millionen durch Faschismus und Krieg Hingemordeten sind wegen böser Ideen und Taten gemeuchelt worden, die Millionen Toten auf dem Wege zum Kommunismus aber nötig , sind es doch die unvermeidlichen Opfer ohne die der Aufbau einer schöneren Welt nun mal nicht funktioniert. Und auch das antifaschistische Verprügeln von Menschen, die in den Augen der Antifaschisten falsche Kleidung tragen, ist ein höchst löblicher Vorgang, den zum Beispiel das Land Brandenburg bereits seit zehn Jahren durch die Wanderausstellung „Tolerantes Brandenburg“ unterstützt, wo sich jeder das moralische Rüstzeug holen kann, um guten Gewissens auf andere einzuschlagen. Leute, die Sätze sagen wie:

Kommunismus und Faschismus haben verschiedene Namen. Das System ist dasselbe.

gehören einfach nicht auf unsere jungen Menschen losgelassen. Gerade nicht  im Osten der Republik, wo die Wegbereiter des Kommunismus, vertreten durch die, in der Nationalen Front der neuen DDR  vereinigten,  undemokratischen Parteien bereits jede Regierung stellen. Auch die Aufforderung,

Ihr müsst Augen und Ohren aufsperren, zu verstehen versuchen und nicht auf Propaganda herein fallen.

dürfte in einer sozialistischen Schule fehl am Platze sein, denn die Lehren von Marx, Engels und Lenin sind keineswegs Propaganda, sondern richtig. Weil sie wahr sind. Ebenso die Kritik an den weisen sozialistischen Landesregierungen und der Bundesregierung,

sie(die Demokratie) muss sich verteidigen können und Grenzen setzen. Sonst wird sie zur Anarchie.

ist völlig kontraproduktiv. Erst muß nämlich die alte überholte bürgerliche Ordnung im Chaos untergehen, damit die neue sozialistische Gesellschaft, die unsere avantgardistischen Parteien alle anstreben und zu der sie sich bekennen, hindernisfrei errichtet werden kann. Aber auch das ist eben Ausdruck unserer neuen sozialistischen Toleranz, daß solche Leute ihre abstrusen Ideen einmal äußern dürfen, ehe sie beim zweiten Male die volle Verachtung des werktätigen Volkes zu spüren bekommen und die ganze Härte der Gesetze unserer Republik. Zum Beispiel wegen Volksverhetzung.

Ich kann nur hoffen, die  F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, begeht nicht noch einmal den Fehler, einen Mann loszuschicken, der offenbar bewußt oder unbewußt die Bemühungen unserer sozialistischen Erziehungsanstalten, junge Menschen zu allseits gebildeten sozialistischen Persönlichkeiten zu formen, torpediert.

Justizirrtum

Nach zweijährigen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft München gegen den Leipziger Imam Hassan Dabbagh Anklage erhoben. Sie wirft dem 37-Jährigen Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Und da lachen ja wirklich die Hühner. Volksverhetzung! Das wäre das erste mal, daß eine Anklage  gegen einen Ausländer in Deutschland wegen der Aufstachelung, sagen wir mal, die Deutschen umzubringen, weil sie keine Anhänger des Koran sind, angeklagt wird.

Aber wir alle wissen es ja, daß das nicht geht, weil deutsche Richter, nun, sagen wir mal, mit dem Klammerbeutel gepudert sind.  Denn so lange in deren Augen eine Minderheit, wie diese wunderbaren Muslime, die schau mal an, den Koran wortwörtlich leben, gegen eine Mehrheit, wie sie die Deutschen heute noch darstellen, von solchen hofierten Imamen zum Mord angestachelt werden, liegt noch keine Volksverhetzung vor. Denn in der Logik der Gerichte muß immer eine zahlenmäßige Mehrheit gegen Minderheiten gehetzt werden. Und das ist auch dieses Mal nicht der Fall.

Vertrauliche Ausplaudereien


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