Archiv für 9. September 2009

Nadja ist stinksauer

Hitler hatte ungeschützten Sex und ihr, der schnuckeligen Nadja Benaissa, Mitglied der Colored People, die doch nur dem großen Volksschauspieler nacheiferte, wird nun ein Strick daraus gedreht. Dabei hätte sie die tödliche Krankheit, die nach unbestätigten Zählungen bereits 28 Millionen Menschen ereilt hat, gerne noch etwas mehr verbreitet, aber nein, die bösen Schweinejournalisten haben gleich gerufen, „Nadja hat ja AIDS! Nadja hat ja AIDS!“ Da hört sich doch alles auf!

„Das war nicht in Ordnung, was da passiert ist. So ein Zwangsouting ist eine Sache, die nicht passieren dürfte. Es gab viele Formen von Tiefschlägen und Diskriminierungen, fast schon ein bisschen mittelalterlich“, sagte die 27-Jährige in einem Gespräch in Berlin. Benaissa sagte, ihr gehe es heute „viel besser“. „Das Ganze hat mich sehr mitgenommen und ausgezehrt. Ich bin froh, dass die Arbeit weitergeht, dass es eine Perspektive gibt und hoffe, dass sich die Dinge bald klären werden.“

Das ist ein Herzchen, was? Hauptsache es geht um sie. Kein Wort über die, die sie mit der Seuche beehrt hat, warum denn auch! Die hätten doch nur nach den Worten des Moralposteljuden Stephan Kramer

sich und andere durch ein eigenes verantwortungsvolles Handeln vor Aids weitestgehend schützen könne(n), aber die Opfer der Nazi-Mordfabriken und der Verfolgung (hatten) diese Möglichkeit nicht…

Womit er natürlich, wie immer, Humbug erzählt. Die wunderbare, weitherzige Nadja Benaissa hat sich ja auch nicht bei ihren Geschlechtspartnern vorgestellt, ich bin die Nadja, habe AIDS und würde die Krankheit gerne weitergeben. Auch Hitler hatte keine griffigen Wahlplakate wie, „wir bringen die Juden um!“ Weshalb ihn sicher einige zehntausende gewählt haben werden, die „Arbeit und Brot“ als Aussage so gut fanden, wie „wir haben die Kraft„. Hinterher ist man immer schlauer. Wenn es in den Abgrund geht. Und der Vergleich mit dem Holocaust ist natürlich eine Sauerei! Wo bliebe denn das einzigartige Erpressungsinstrument gegenüber Deutschland, wenn jetzt jeder holocaustisiert wird! Außer den Palästinensern. Da weiß der Herr  Kramer schon die Pfründe zu verteidigen!

„Bei allem Verständnis für den Schmerz des polnischen Volkes und die schlimme Erinnerung an das Schicksal der ermordeten Offiziere von Katyn“ sei dieser Vergleich „unangemessen und unangebracht“, sagte Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, der „Frankfurter Rundschau“. Es nutze niemandem, wenn Opfer miteinander verglichen oder sogar in Konkurrenz zueinander gebracht würden, sagte Kramer. „Der Versuch von Herrn Kaczynski, Hitler und Stalin in einem Atemzug zu nennen, kann nicht gelingen. Wer es dennoch unternimmt, zwei so schlimme, aber unterschiedliche Verbrecher miteinander zu vergleichen, wird weder dem Schicksal der Polen gerecht noch der Unvergleichlichkeit und Einmaligkeit des Holocaust.“

So war Hitler grob gesagt Deutscher, Stalin aber Georgier. Der Erstere brachte massenhaft Leute um, der Zweite trieb es noch ein wenig toller. Und Kulaken, Trotzkisten oder irgendeine willkürliche Gruppe, die dem Vernichtungswahn Stalins zum Opfer fielen, sind natürlich in erster Linie keine Juden, weshalb Stalins Morde irgendwie putziger sind. In den Augen Kramers.

Solche Vergleiche darf aber auch nur anstellen, wer Freund des jüdischen Volkes ist.  Wie Faruk Sen zum Beispiel:

Fünfmillionenzweihunderttausend Türken leben in Europa, das durch große Grausamkeiten diesen Kontinent judenfrei zu bekommen versuchte. Sie wurden die neuen Juden Europas.

Was Stephan Kramer keinesfalls in Empörungsschreie und verzweifeltes Tränenvergiessen ausbrechen ließ, denn wer Freund des jüdischen Volkes ist, darf kühn behaupten, Türken, die von deutschen Sozialleistungen lebten, die ihre Verwandten nach Deutschland nachschleppen, sich der Integration verweigern und unverschämte Korrekturen in deutschen Schulbüchern fordern, und falls nicht, ist der innere Frieden Deutschlands gefährdet, würden demnächst nach Auschwitz oder in die Wälder zur Massenerschießung getrieben.

Faruk Sen ist seit Jahrzehnten ein Freund der jüdischen Gemeinschaft nicht nur in Deutschland. Faruk Sen ist weder ein Holocaustrelativierer noch ein Antisemit.

Regenbogen e. V. schon, denn es kommt immer darauf an, wer die Freundschaft Stephan Kramers genießt. Und dieser Verein, der sich der AIDS-Bekämpfung verschrieben hat, gehört definitiv nicht dazu. Womit ich wieder bei der schönen AIDS-Überträgerin Nadja Benaissa wäre, die mit Stephan Kramer wirklich ein Pärchen im Geiste bildet. Vielleicht sollten sie sich auch so zusammentun? Womit allen geholfen wäre. In Zukunft.

Weicheier!

Ausgrenzung und Diskriminierung

Ältere und Frauen haben ein Herz für Rechtsextreme hat jetzt ein Forscher entdeckt und man kann sich fragen, woran das liegen mag. An ihren Gerechtigkeitsparolen?  Daran, daß Ältere und Frauen eher Opfer von Kriminalität und Gewalt sind? Am Kümmerfaktor?  Ich weiß es auch nicht. Wichtig ist jedenfalls, daß der  Bielefelder Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer davor gewarnt hat, sich an die rechtsextreme NPD zu gewöhnen. So, wie man sich an die linksextreme SPD gewöhnt hat und ihre größere Schwester, die damals noch PDS hieß. Letztere läßt seit geraumer Zeit wieder ihre Anhänger Andersdenkende verprügeln und es macht keinem Demokraten mehr etwas aus. Im Gegenteil. Die reihen sich da bedenkenlos ein, in die Koalition der Schläger und Brandstifterbanden.

Aber was noch viel wichtiger ist und wozu es einen Spezialisten aus Bielefeld braucht, ist doch, zu untersuchen, wie soziale Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten entsteht. In Ostdeutschland. Wo das Volk der Colored People die Minderheiten bildet. Immer noch! So ein Forschungsprojekt ist immens wichtig, weil vielen Ostdeutschen auch jetzt nicht klar ist, wozu offene Grenzen gut sind, die Kriminellen freien Zugriff auf ihr Eigentum ermöglichen, man schützt sich ja auch Zuhause vor Dieben und Einbrechern. Oder warum sie Leuten mit Achtung und Anerkennung entgegentreten müssen, die nur auf Kosten des Gemeinwesens leben. Oder seit wann Türken Deutschland nach dem Krieg aufbauten, wo sie sich doch noch gut daran erinnern können, daß es nicht so war?

Allerdings hätte sich der Herr Forscher aus Bielefeld gar nicht in den wilden Osten begeben müssen,  um zu untersuchen, wie soziale Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten entsteht. Ein Gepräch mit der GRÜNEN und Abgeordneten Nargess Eskandari Grünberg hätte gereicht, die der in manchen westdeutschen Stadtteilen inzwischen Minderheit der Deutschen empfohlen hat, sich zu verpissen aus den Städten, die sie mal errichtet haben. Oder dem Robencop, der deutschen Staatsbürgern die Ausweisung angeboten hat, wenn es ihnen nicht paßt, Leute durchzufüttern, die von ferne angereist sind, um vom Sozialsystem zu atzen.

Aber es geht eben nicht um Ausgrenzung, es geht um das verdammte Gutmenschentum, das, nachdem der Westen Deutschlands moralisch ruiniert wurde, nun weiter zieht, um auch hier in die Herzen und Hirne der Leute den 68er Irrsinn zu verpflanzen, der schon schön eingeschlagen hat aber eben noch nicht genug. Und klar, daß der Obstbeauftragte der Bundesregierung dafür Mittel hat. Und wozu brauchen wir, zwanzig Jahre nach der Wende immer noch einen Obstbeauftragten?  Sind wir immer noch nicht mündig geworden? Ich glaube schon.

Ausgrenzung und Diskriminierung

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