The turkish Gambit

Der Russisch-Osmanische Krieg von 1877–1878, auch Russisch-Türkischer Krieg (Auf Türkisch 93 Harbi (Krieg von 93)), fand zwischen zwei der europäischen Großmächte, dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich, statt. Er hatte seine Ursachen im russischen Bestreben, einen Zugang zum Mittelmeer zu erlangen und die orthodoxen slawischen Völker des Balkans (Serben, Bulgaren) von der Herrschaft des islamischen Osmanischen Reiches zu befreien (Panslawismus). Diese Nationen, die im Zuge des Krieges zum ersten Mal seit Jahrhunderten ihre Unabhängigkeit wiedererlangten, betrachten dieses Ereignis heute als die zweite Geburt ihrer nationalen Geschichte. In der bulgarischen Geschichtsschreibung spricht man offiziell vom Russisch-Türkischen Befreiungskrieg und dem Ende der Periode der Bulgarischen Wiedergeburt. Der Krieg bot auch Rumänien die Gelegenheit, seine volle Unabhängigkeit zu erklären. Obwohl es im Gegensatz zu anderen Gebieten des Balkans nie unmittelbarer Teil des Osmanischen Reiches war, stand es offiziell unter dessen Suzeränität. In der rumänischen Geschichte wird der Krieg daher als Rumänischer Unabhängigkeitskrieg bezeichnet. In der westeuropäischen Geschichtswahrnehmung ist dieser Krieg weit weniger bekannt als der vorhergehende Krimkrieg.

Diese slawischen Völker hatten das große unfassbare Glück, 400 Jahre unterm Islam zu leben und unter osmanischer Herrschaft. Die Kraft zum Widerstand fanden sie in ihrer Kultur, weswegen die unsere auch so eilends abgeschafft wird.

Spielfilm

3 Antworten to “The turkish Gambit”


  1. 1 Prosemit 20. September 2009 um 08:16

    In diese Zeit fällt die lesenswerteverachtenswerte Schrift eines gewissen Dr. Josef Neupauer von 1884 :

    „Wie könnte
    die
    EUROPÄISCHE CULTUR
    nach
    Bosnien verpflanzt werden?“ zu finden bei Gutenberg
    http://www.gutenberg.org/files/29905/29905-h/29905-h.htm

    Eine Stelle fand ich von bemerkenswerter Weitsicht besonders infam und menschenverachtend. Ich wiederhole sie gerne. Ich möchte natürlich hinzufügen, dass ich mich von den Ansichten eines Mannes auf’s Schärfste distanziere, der noch aus eigenem Erleben wusste, wovon er sprach :

    Der Widerstand der Bevölkerung wird übrigens nicht sehr in’s Gewicht fallen. Wenn der Verfasser recht berichtet ist, würde die Gesellschaft zunächst auf die Besitzungen mahomedanischer Begs zu reflectiren haben, die über beträchtlichen Grundbesitz verfügen. Diese Begs dürften zum Theil auswanderungslustig sein und jedenfalls hat man nichts von den Christen zu besorgen, wenn man gegen die der Zahl nach geringen türkischen Einwohner mit der Expropriation vorgeht. Auch wäre es erwünscht, wenn die Mahomedaner sich nach und nach aus Bosnien zurückzögen, da die Verwaltung einer christlichen Regierung sich auf die Dauer mit dem mahomedanischen Elemente nicht verträgt. Ihr Abzug würde die Administration vereinfachen und eine Frage lösen, welche in nicht zu ferner Zukunft sehr unbequem werden könnte.(*) Andererseits würde die neue Einrichtung, welche es Jedem ermöglicht, seinen Unterhalt überall zu finden, wo die Gesellschaft herrscht, auch eine räumliche Sonderung der Griechen und Katholiken ermöglichen, was für die Verwaltung unläugbar ein grosser Gewinn wäre….

    (*) Ich darf nicht auf die Weitsicht hinweisen, sondern es ist der politischen Vernunft geschuldet, mit Abscheu solche besonders verwerflichen Zitate zu markieren. Ich bitte um Verständnis!

  2. 2 Karl Eduard 20. September 2009 um 08:26

    Wenn ich schreibe, Eure Ergänzungen bereichern meine Beiträge enorm, dann ist es keineswegs Hohn oder Spott sondern die reine Wahrheit.

  3. 3 Xrist 20. September 2009 um 09:49

    Der Krieg endete mit einer Niederlage des Osmanischen Reiches mit der Perspektive, dass die Balkanvölker vom islamischen Joch befreit werden.

    Nur…auch damals waren die europäischen Politiker genauso dumm wie heute: Beim Berliner Kongress haben die sog. „Großmächte“ beschlossen, einen großen Teil der gerade befreiten christlichen Gebiete wieder an das Osmanische Reich zurückzugeben – damit die dortige christliche Bevölkerung – nach 500 (! von Mitte des 14. Jahrhundert bis 1878) weiter durch den Islam „beglückt“ wird…


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