Verwerfliche Motive

Gute Nachricht für die politischen Parteien so kurz vor der Wahl. Im Kampf für eine weitere polnische Besiedelung entvölkerter deutscher Ostgebiete hat jetzt ein Gericht entschieden, Wahlplakate, die aus verwerflichen Motiven an den Masten baumeln, müssen wieder abgehängt werden. Ein verwerfliches Motiv sei zum Beispiel Ausländerfeindlichkeit. Ein anderes verwerfliches Motiv wäre, Wähler dazu zu bringen, am Wahltag das Kreuz bei ebendieser Partei zu machen, für die das Wahlplakat hänge.

Damit mischt sich erstmals(?) die Justiz in die Willensbildung des deutschen Volkes ein und bestimmt die  Themen, über die sich der Souverän zur Wahl Gedanken machen darf. Über Zuwanderung keinesfalls!  Jetzt weiß ich nicht, ob Polen invasionsmäßig über die Ostmecklenburger herfallen, kann mir aber denken, daß sich Ostmecklenburger, die ja für ihre Herzlichkeit, Aufgeschlossenheit und ihr loses Plappermaul  bekannt sind und überhaupt sehr schnell mit allen und jedem Freundschaft schließen und gemeinsam das Fasten brechen oder ähnliches, sich so ihre Gedanken machen, bei der vermehrten Ansiedlung von polnischen Bürgern. Sie machen sich ja schließlich auch Gedanken über die Ansiedlung von Kern- oder Kohlekraftwerken, Gasverdichtern, Truppenübungsplätzen und allem, was dem modernen Menschen als verabscheuungswürdig  gilt oder verwerflich.

Das wiederum ist nun nicht verwerflich, Leuten einzureden, ohne Elektrizität geht es auch und ohne konventionelle Kraftwerke. Obwohl selbst die Justiz in Ostmecklenburg im Dunkeln sitzen würde, sollte der Strom nur von den Windrädchen kommen.  Nicht verwerflich ist es auch, das Abschlachten von Frauen und Lehrern in Afghanistan zu fordern oder das Volk zum Narren zu halten, wie es DIE LINKE tut. Denn deren Plakate hängen genauso wie das der Kanzlerin, die uns glauben machen will, sie habe die Kraft, wäre die Zukunft und was sonst auch immer. Nicht verwerflich ist auch, gegen Industrie zu wettern, ohne die und die Arbeiter, die ihre Steuern vom Arbeitslohn abgeben, die Richter ohne einen Groschen in der Tasche da sitzen würden, die kleinen Erben der Hilde Benjamin.

Ob demnächst das oberste bundesdeutsche  Gericht vor den Wahlen die Wahlthemen herausgeben wird, wie einst das NEUE DEUTSCHLAND die abgesegneten Parolen und Losungen zum ersten Mai oder dem 7. Oktober, diese Entwicklung bleibt abzuwarten, gewiss wird sie aber so sicher kommen, wie Ochs- und Esel nicht imstande sein werden, ostmecklenburgischen Richtern ansatzweise den Sinn von Demokratie und Wahlen in einer solchen beizubringen. Denn wenn einer gewählt wird, in Ostmecklenburg, dann sind es die Kandidaten der Nationalen Front, also der umfirmierten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und ihrer verbündeten Blockparteien. So war es, so ist es und so wird es weiterhin sein. Freundschaft!

Polen – in  Herzlichkeit verbunden

14 Antworten to “Verwerfliche Motive”


  1. 1 pippin 20. September 2009 um 06:44

    Jetzt weiß ich nicht, ob Polen invasionsmäßig über die Ostmecklenburger herfallen, kann mir aber denken, daß sich Ostmecklenburger, die ja für ihre Herzlichkeit, Aufgeschlossenheit und ihr loses Plappermaul bekannt sind und überhaupt sehr schnell mit allen und jedem Freundschaft schließen…

    War schon immer so gewesen, und auch in meiner Gegend ist die Mentalität nicht viel anders*, aber heutzutage erfährt das eine völlig neue Deutung. Die Wissenschaft hat festgestellt( dass Marmelade Fett enthält), dass in gewissen Gegenden ein stärkerer Hang zu rechtem Gedankengut existiert als in anderen. Es ist gar ein Objekt umfangreicher Forschungen geworden, freilich ohne auch nur die geringste Chance hinter die Dinge zu kommen.

    *) Anfang der neunziger Jahre kam ich mit einem sehr alten Mann aus Berlin ins Gespräch. Der erzählte mir er sei das letzte mal in den zwanzigern hier auf Besuch während der Ferien gewesen. Mama und Papa steckten ihn in einen adretten Matrosenanzug in der Absicht dass er auf dem Lande einen guten Eindruck mache, in welchem er sich allerdings dann in Wirklichkeit bei der Landjugend völlig zum Obst machte. Er meinte, es sei wohl so, dass wenn sich beispielsweise Leute hier ansiedeln möchten sie Jahrzehnte brauchen würden um Fuß zu fassen, wenn überhaupt. Eher würde dies deren Kindern irgendwann gelingen. Die Leute sind Dickschädelig und wenig zugänglich Fremden gegenüber, dies läge an der Mentalität. Der Mann hatte den Durchblick, der sämtlichen Sozialwissenschaftlern und Politologen vollkommen abgeht!

  2. 2 Karl Eduard 20. September 2009 um 06:57

    Ja aber wer weiß das noch, wo Mecklenburger wie Kölner zu sein haben, die generell jeder Invasion jubelnd gegenübertreten.

  3. 3 pippin 20. September 2009 um 07:02

    Die Azteken waren ja ein leuchtendes Vorbild, was die Einstellung zu Fremden betrifft.

  4. 4 Karl Eduard 20. September 2009 um 07:03

    Ja, die hatten immer was zu feiern.

  5. 5 Prosemit 20. September 2009 um 07:59

    Ja, eine durchaus löbliche Einstellung. Leider sind solche Treppen aus baurechtlichen Gründen nicht mehr genehmigungsfähig und ob es bei Rolltreppen geht?

  6. 6 Karl Eduard 20. September 2009 um 08:27

    Rolltreppen gehen schon, sofern das Blut nicht die Mechanik verklebt.

  7. 7 ostseestadion 20. September 2009 um 08:39

    kein wunder , dass die kölner jedem eindringling jubelnd gegenüberstehen…. 😉

  8. 8 vitzliputzli 21. September 2009 um 00:03

    @ pippin

    „Der aztekische Kriegsgott Huitzilopochtli, so der richtige Name von Vitzliputzli, erhielt Kriegsgefangene von benachbarten feindlichen Völkern als Menschenopfer. Vier Priester hielten den Gefangenen an Händen und Füßen, und ein fünfter schnitt ihm mit einem scharfen Obsidianmesser den Körper auf und entnahm ihm das Herz. Der Gefangene war vollständig mit der Opferfarbe Grau bedeckt und möglicherweise auch unter Drogeneinfluss, da bei solchen Opfern Schreie nicht gern gehört wurden. Huitzilopochtli war so bedeutend, dass die eigene Opferung von den meisten Menschen als eine große Ehre empfunden wurde.“

    man muss jedenfalls sagen, daß die azteken keine volksverhetzenden plakate aufgehängt haben.

    vermutlich ist heutzutage wirklich jeder nationale standpunkt schon volksverhetzung, weil automatisch „ausländerfeindlich“.

    Irgendwie kriegen die linken das hin, was hitler nicht ganz geschafft hat: das deutsche volk untergehen zu lassen. das muss man den linken lassen, sie können das.

    ich bin mal gespannt, ob das bvg hier noch einschreitet oder ob der linksfaschismus wieder einen schritt nach vorne gemacht hat.

    die guten jahre für deutschland sind vorbei.

  9. 9 Karl Eduard 21. September 2009 um 02:04

    Es gibt ja kaum überlebende Opfer, die ihre Eindrücke von Ehrgefühl, Freude und Frohsinn nach einer Opferung schildern konnten. Insofern haben sich das mit der Ehre eher die Opferer ausgedacht, möchte ich meinen. Die heutigen Ehrenmordopfer können ja auch nicht mehr die wunderbare Erhabenheit des Augenblicks schildern, wenn Onkel oder Bruder einen zu Mus prügelt. Sonst wäre es ja kein Mord. Ich kann mir aber vorstellen, es gibt genug – logen, die sich das so vorstellen, in ihrer degenerierten Birne.

    🙂

  10. 10 Prosemit 21. September 2009 um 05:48

    Huitzilopochtli war so bedeutend, dass die eigene Opferung von den meisten Menschen als eine große Ehre empfunden wurde.

    Hmmm, ich darf raten. Die Priester selber waren wahrscheinlich nicht so erpicht darauf, dieser Ehre teilhaftig zu werden und vermieden strikt Alles, was einem friedlichen Tod im Bette entgegenstand.

  11. 11 vitzliputzli 21. September 2009 um 13:40

    naja, ehrlose gabs schon immer.

    aber auch heute empfinden es ja angehörige einer gewissen religion als große ehre, sich in die luft sprengen zu dürfen.

    man sollte mal ein aztekenopfer fragen… vielleicht sind die sprengstofffans ja wiedergeborene und haben die ehre sozusagen im blut?

  12. 12 Karl Eduard 22. September 2009 um 03:59

    Meistens wurden ja Kriegsgefangene oder Beute geopfert, war Hutzlipochtli doch der kriegerische Gott. Die werden die Ehre also kaum verspürt haben.

    Freilich las ich auch von Ballspielen zu Ehren eines Gottes, dem die Verlierer geopfert wurden. Das sollte unbedingt wieder eingeführt werden. Unter Mitopferung der Fans der Verlierermannschaft. 🙂

  13. 13 vitzliputzli 23. September 2009 um 01:24

    du meinst, man soll die risikobereitschaft im sport wieder etwas erhöhen? schafott statt millionengagen?

    das hat was.

    andererseits dopen die dann wieder mehr, spätestens angesichts der löwen in der arena, wo es aber dann auch dringend not tut. 😦

    als fan wäre ich dann jedenfalls absolut neutral ..lol

  14. 14 Karl Eduard 23. September 2009 um 03:15

    Schmerzmittel sind natürlich gestattet. Wir sind doch keine Barbaren.


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