Archiv für 23. September 2009

Bis zum letzten Polen

Während der Kampf der polnischen Streitkräfte seinem Ende entgegen geht, 1939, sitzen die Armeen der Staaten, die das Beistandsversprechen abgaben, im Kriegsfalle Polen zu Hilfe zu eilen, in ihren Bunkern und warten darauf, daß die deutsche Wehrmacht mit Polen fertig wird. Erst dann, so lautet der geniale Plan, wollen sie die gesamten deutschen Truppen vor der Maginotlinie ausbluten. Alles andere wäre einfach nicht fair, den Deutschen gegenüber. Die Polen werden dafür Verständnis gehabt haben. Ganz sicher.

Das Geldgewissen

Einst trällerte der Barrikadentauber Ernst Busch dieses Lied. Da kannte man das Wort Agrarsubvention noch nicht, die viele deutsche Bauern inspirierten, Milchkühe anzuschaffen und auf die sprudelnde Einnahmequelle Euter zu setzen. Wie in der ganzen Europäischen Union. Nun lechzt zwar China nach Milch, dem neuen Modegetränk, aber ehe der Bauer aus Sachsen mit seinem Traktor dort angekommen ist, ist die Milch längst sauer. Wo der Markt verpfuscht ist, gießt er die Milch lieber weg. Pfui Deibel!

… Es gibt zuviel Weizen auf der Welt. Und darum pro Tonne zuwenig Geld. Die Nahrung könnte zu billig sein, drum muß der Weizen ins Feuer rein. Immer rin, mein Junge, das hat’n Sinn, mein Junge! Da steckt was dahinter, mein Junge, das wird ein Winter, mein Junge! Proleten, packt eure Habe, die reiche Ernte hat uns die Preise verhunzt. Brotfrucht ist Teufelsgabe, drum rin mit die Schrippen in die Feuersbrunst! Sie werfen den Weizen ins Feuer, sie werfen den Kaffee ins Meer. Und wann werfen die Säckeschmeißer die fetten Räuber hinterher?

So etwas können sich aber auch nur die erlauben, bei denen die größten Kartoffeln im Boden gedeihen. Denn die Subventionen gibt es weiterhin. Jede andere unprofitable Industrie hätte inzwischen längst umorientiert, diese muß es nicht. Sie wird weiterhin auf Produkte setzen, die in dieser Menge kein Mensch kaufen will und diese dann vernichten. Als Strafe sozusagen. Meinen Milchkonsum steigert das aber keineswegs.

Umweltverschmutzung auf bäurisch

Macht es nicht stolz

daß die Arbeiter, Bauern, Angestellten, die Arbeiter der Faust und der Stirn, wie man früher in finsteren Zeiten zu sagen pflegte, unermüdlich im Geiste des proletarischen Internationalismus schuften, damit die Bundesregierung Geld, was wegen der Staatsverschuldung praktisch nicht da ist und nur geliehenes Geld ist, weiter ausländischen Regierungen in den Rachen wirft? Ich meine ja!

Deutschland bleibt nicht nur der mit Abstand größte Nettozahler der Europäischen Union. Die Bundesrepublik hat 2008 sogar einen unterm Strich noch deutlich höheren Beitrag zur Finanzierung des EU-Haushalts geleistet als ein Jahr zuvor.

Wofür es doch endlich mal einen Preis geben sollte. Eine Anerkennung der Brüsseler Bürokratie.  Denn ohne Deutschland hätte sie kaum etwas umzuverteilen, wäre neben ihrer wunderbaren Aufgabe, den Deutschen die Gesetze zu diktieren, völlig wertlos und wer würde sich dann noch um den Beitritt zur EU reißen wie die Türkei, die zweifellos Griechenland, das Land Homers und des König Leonidas, als größten Geldsegenempfänger ablösen würde, wo sie doch schon jetzt ihr Prekariat nach Deutschland verklappen muß, um wirtschaftlich nicht zu den ärmsten Ländern zu zählen.

So geben wir freudig vom Geld, das wir borgen und sonnen uns in der Gewißheit, gute Menschen zu sein, gut, aber dämlich, und noch lange nicht so abgebrannt, als daß uns nicht noch irgendeine Bank Kredit geben würde, wofür sie zweifellos des Entgegenkommens unserer Volksvertreter sicher sein kann.

Trost gibt es aber. 2010 sind wir endlich fertig mit der Abzahlung der deutschen Kriegsschulden aus dem ersten Weltkrieg, dann können wir, wie jetzt auch schon, aus dem Vollen schöpfen und Allah einen guten Mann sein lassen.

Geräte abschalten!

Trotz alledem

Sebastian Edathy, der rührige Austauschparlamentarier, den die größte Demokratie der Welt, Indien, in der es so wunderbare Volksgruppen wie die Unberührbaren gibt, zweifellos eine demokratische Errungenschaft, in den deutschen Bundestag delegiert hat, wo er auf Einhaltung des Rassismus achtet und ein Beispiel für das Volk der Colored People gibt, ist erschüttert. Erschüttert ist er, weil ihn, im Gegensatz zu seinem Austauschparlamentarierkollegen Özcan Mutlu, bisher noch kein Brief von einem fingierten Rückführungsbeauftragten der Bundesregierung erreicht hat, was zweifellos eine schwere Diskriminierung darstellt. Dennoch

Ich erstatte jede zweite Woche Strafanzeige wegen Beleidigung oder Bedrohung.

Damit ist klar, womit Herr Edathy die Diäten, die ihm das deutsche Volk auszahlt, zu verdienen meint. Und natürlich mit dem Kampf gegen die NPD.  Die muß und soll und wird nun verboten werden. Wie vor der letzten Bundestagswahl und der davor und so weiter.

Womit sich natürlich Herr Edathy völlig die Daseinsberechtigung als Parlamentarier abgräbt, wie vielen seinen Kollegen auch und noch weiteren tausenden guten Menschen, die sich den ganzen lieben langen Tag staatlich subventioniert  nur darüber Gedanken machen, wie sie das Urböse in Form aller, die nicht den Staatssozialismus wollen und schlicht und einprägsam Rechte genannt werden, bekämpfen können. Soll denen denn Arbeit und Brot genommen werden, jetzt, in der Wirtschaftskrise und noch vor den durch die SPD versprochenen 4 Millionen Arbeitsplätzen? Ich glaube schon.

Im übrigen ist es natürlich eine Ungeheuerlichkeit, sich vorzustellen, man würde all die zurückführen, die im Bundestag die Interessen fremder Völker vertreten und keineswegs das Interesse des deutschen Volkes, von dem ja hier und da noch Reste zu finden sein sollen. Wo würden wir denn da hinkommen? Der Bundestag wäre praktisch leergefegt, von den Länderparlamenten ganz zu schweigen! Nein, so geht das nicht! Rückführung, so etwas absurdes! Ich meine, was sollen die denn dann da tun, wohin sie zurückgeführt worden sind? Da kennen sie ja keinen! Da sprechen sie die Sprache nicht! Hier haben sie ihren Lebensmittelpunkt und Dank uns ein Einkommen. Hier sind die, die sie zu verscheißern gewohnt sind. Soll ihnen das genommen werden? Ich sage nein!

Özcan Mutlu legt Rechenschaft ab

Natürlich in der Landessprache. Was er sagt, wissen wir nicht, können es uns aber vorstellen, daß es um den Beitritt Berlins zur Türkei geht, wobei die Frage einer exterritorialen Autobahn nach Ankara noch völlig offen ist, da sich zum Beispiel Polen noch sträubt und wir wissen ja, wie so etwas ausgehen kann.


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