Archiv für 25. September 2009

Lebkuchen allüberall

Was  der Einzelhandel kann, kann ich schon lange. Oder?

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Wie Ernst Thälmann – treu und kühn

Reichstag 6. Sitzung, Mittwoch den 4. Juni 1924

Ernst Thälmann: … Wir werden kämpfen gegen alle Feinde, vorwärts marschieren und niemals rückwärts. Wir werden die Arbeiter nicht in der Illusion bestärken, wie es die Sozialdemokraten und die Bürgerlichen tun, daß man mit dem Stimmzettel die politische Macht erobern kann.

(Rufe in der Mitte: Sondern?)

Man wird mit den Stimmzetteln schon deshalb nicht die politische Macht erobern können, weil die finanziellen Verhältnisse im bürgerlich-kapitalistischen Staate so stehen  und der großangelegte Schwindel bei den Wahlen durch das Gift der Propaganda eine solche Wirkung ausübt, daß es nicht möglich ist, trotz des Grundsatzes der allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts bei den Wahlen solche Abstimmung im Resultat zu bekommen, die der Objektivität, die der Stimmung der Massen des werktätigen Volkes in Deutschland entspricht.

(Sehr richtig, bei den Kommunisten.)

Wir erklären von der Tribüne: wir werden unser Ziel nie verleugnen. Vor uns steht als Ziel die Eroberung der politischen Macht, und in dem Zusammenhang stellen wir konkret die Aufgabe der Organisierung der Revolution. … Der bürgerlich kapitalistische Staat als Instrument der Bourgeoisie ist weiter nichts und hat sich im allgemeinen stets so gezeigt als die Unterdrückungsmaschine gegen die Mehrheit der Bevölkerung, gegen das Proletariat und wer der Meinung ist, daß im bürgerlich kapitalistischen Staat der Klassenkampf sich vermeiden läßt, der hat sich geirrt. Die materialistische Geschichtsauffassung besagt, daß der Klassenkampf unvermeidlich ist, daß die Gegensätze sich nicht aussöhnen lassen ohne bewaffnete Kämpfe. Es wäre geradezu ein Frevel, in diesem Zusammenhang zu erklären, daß wir irgendwie den bewaffneten Aufstand ablehnen.

(Hört, hört. In der Mitte.)

… Es ist unsere Aufgabe, dem deutschen Proletariat zu zeigen, wo der Feind steht. Der Feind steht  nicht nur rechts, sondern der Feind steht überall da, wo man der Klassenfront der deutschen kommunistischen Partei, der einzigen Partei des Proletariats, sich gegenüber stellt. …

Was nun auch die PIRATEN-Partei bitter erfahren mußte.

Hamburger Aufstand – angezettelt von Teddy

verfilmt von den sozialistischen Studios der DEFA.

Kampf dem Piratentum

Jeder gute Sozialist, der nur, wenn er in Bedrängnis gerät, jammert, Freiheit ist auch immer die Freiheit der Andersdenkenden, also seine Freiheit in diesem Moment, weiß, es gibt nichts Schlimmeres, als eine weitere Partei, die  die Arbeiterklasse, oder was die Sozialisten heute so dafür halten, spaltet, im Kampf um eine gerechtere schönere Welt. Was gerecht und schöner ist, definiert der Parteitag.

Da darf man auch nicht zaghaft sein, wie das schöne FDJ-Lied so aus dem fahrenden Zug singt. Drohungen, Gewalt gegen Sachen und Menschen, alles kein Problem, auch Massenmord, wenn es nur zum Besten der Ermordeten ist, sind probate linke Diskussionshilfen, die nun auch gegen die PIRATEN eingesetzt wurden und da kann ich nur rufen, „willkommen im Club.“

Erst sind es beschmierte Fassaden, eine lahmgelegte Webseite, aber das sind nur  die höflichen Anfänge, das Zeigen der Instrumente im Kampf um die vortrefflicheren politischen Ideen. Die Skala bei den LINKEN ist da nach Oben noch sehr weit offen. Jetzt gilt es erst einmal für die Piraten sich zu Distanzieren, von jeglichem Vorwurf, den ihnen die linkssozialistischen Farbbeutelwerfer machen. Hilft das nichts, ist ein umfassendes Geständnis angeraten und eine Bitte, um eine möglichst harte Bestrafung, durch die Besten des deutschen Volkes, für die sich das linkssozialistische Terrorgesindel hält. Das hat zwar unter Stalin auch nichts geholfen aber immerhin.

Köpfe müssen rollen

Weiträumig umfahren

Brandenburg, wie der Rest der DDR genannt wird, der schon immer innovativer war als die übrigen undemokratischeren Bundesländer, auch damit, Mitarbeitern von Kommunen Schulungen anzubieten, mit deren Hilfe sie die politische Gesinnung der Antragsteller feststellen können, um ihre Anträge dann abzulehnen, geht ganz neue Wege im Bereich der Finanzierung von Sicherheit und Ordnung, die wegen der vielen sozialistischen Wünsche der SED-Genossen einfach nicht mehr finanziert werden kann. Dann soll sie sich doch gefälligst selber tragen! So die Schlußfolgerung der Avantgarde unseres Volkes, die die Polizei am liebsten sofort abschaffen würde, ist sie doch die Ursache für das Vorhandensein von Verbrechen und Gewalt. Sagt DIE LINKE. Und so geschieht es. Für das Jahr 2010 rechnet das brandenburgische Innenministerium mit einem Bußgeldhaushaltsposten von

59 Millionen Euro Einnahmen … . Im abgelaufenen Haushaltsjahr 2008 betrugen die Bußgeldeinnahmen 47,4 Millionen Euro.

Das heißt, Brandenburg wird nicht nur die meisten Zuträger und Spitzel als Abgeordnete beschäftigen, wie DIE WELT messerscharf herausfand,  als wäre das so etwas ehrenrühriges, andere Leute wegen ihrer politischen Haltung zu denunzieren oder dreckiger Jeans, etliche Abgeordnete, wie der kleine Inder beschäftigen sich nur damit, nein, es setzt auch fest darauf, daß mehr Einwohner Ordnungswidrigkeiten begehen als zuvor, auch, weil es einfach nötig ist, um weiter Polizisten auf die Straßen zu schicken.

Ja, es wird sogar gemunkelt, sollte ein Polizist nicht genug Strafzettel bringen, sondern sich mit so überflüssigen Sachen, wie Verbrechensbekämpfung beschäftigen, würden ihm ernsthafte monetäre Konsequenzen drohen. Schließlich kann man einem verhinderten Räuber keinen Strafzettel an die Jacke kleben oder einem Vergewaltiger oder einem Linkssozialisten, der wegen der Reichtumsbekämpfung den PKW seines Nachbarn abbrennt, mit dem der zur Arbeit in den Westen pendelt oder nach Holland. Weswegen auch? Sozialismus ist schließlich keine Ordnungswidrigkeit, sondern ein Verbrechen, das regelmäßig Tote kostet, mit 50 € ist da gar nichts abgetan. Und was, wenn die Erreichung des Plansolls gefährdet ist, im sozialistischen Wettbewerb, Bußgelder einzuziehen? Werden dann Ordnungswidrigkeiten geschaffen? Wird der freundliche Polizist, gequält von Existenzangst, mal kurz das Autorücklicht zerschlagen, macht 150 € , der Herr,  und möchten Sie es gleich zahlen oder erst später?

So kann man allen Automobilisten nur empfehlen, Brandenburg weiträumig zu umfahren, jedenfalls, bis die 59 Millionen € in den Haushalt eingespielt  sind. 2010 wird teuer werden.

Im Übrigen könnte auch der Landtag sich selbst finanzieren und die Genossen neben  ihren Versuchen, die entwickelte sozialistische Gesellschaft in Brandenburg zu errichten, arbeiten gehen oder Menschen entführen und Geld für deren Freilassung erpressen. Es gibt gewiß noch viele verdienstvolle Veteranen der Arbeiterklasse, die das aus ihrer früheren Tätigkeit für die Schutz- und Sicherheitsorgane der DDR kennen und im Zweifelsfalle kann man auch den Genossen Gysi dazu fragen, der ohne Frage Erfahrungen darin hat, in der Verhandlung um die Freilassung von Geiseln, die durch die damalige Partei- und Staatführung der DDR genommen wurden, um sie gegen kapitalistisches Geld und weniger gegen gute Worte auszutauschen. Na dann, gute Jagd.

Brandenburg ist weiter

Was der Parteitag beschließt, wird sein. Und scheiß auf die eigenen Gesetze. So wie damals.

Mittweida VI?

Gleichlautende Meldungen auf allen lokalen Kanälen:

Zwei mutmaßliche Rechtsextreme haben in Gardelegen einen 14-jährigen Schüler angegriffen, weil auf seinem Kapuzenshirt ein Slogan gegen Rassismus stand. Sie prügelten auf ihr Opfer ein, zwangen den Schüler, das Kleidungsstück auszuziehen und urinierten anschließend darauf, wie das Polizeirevier des Altmarkkreises am Donnerstag in Salzwedel mitteilte. Dann verließen die unbekannten Gewalttäter den Ort des Geschehens mit dem Ruf „Wir sind Nationalsozialisten.“ Der Staatsschutz nahm Ermittlungen zu dem Überfall auf, der sich am Mittwochnachmittag auf dem Bahnhofsvorplatz in Gardelegen ereignete.

Keine Informationen, keine Beschreibungen, war es Nacht, Tag, nebelig? Was stand auf dem T-Shirt? Wie sahen die Täter aus? Mir schwant, da hat wieder jemand ein Aufmerksamkeitsdefizit, das nun befriedigt werden muß. Und natürlich der Ruf, „Wir sind Nationalsozialisten!“ Wieso nicht, „wir sind die Sänger von Finsterwalde, wir leben und sterben für den Gesang?“

Das rockt!


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