Westerwelle mit Schuhen beworfen

… hätten die Schlagzeilen unserer geordneten Presse lauten können, nach dem Herr Westerwelle einen BBC-Reporter brüskierte, in dem er darauf bestand, in seiner Muttersprache befragt zu werden. Zu Recht regen sich Intellektuelle darüber auf und solche, die in den Zeitungen ihr Brot hart verdienen, in dem sie den Leuten ein X für ein U vormachen! Wie kann er nur! Deutscher Politiker, in deutscher Pressekonferenz, äußert sich in Deutsch zum Ausgang deutscher Bundestagswahlen. Unfassbar, skandalisch und was wird die Welt nun über uns denken? DIE WELT hat schon drüber nachgedacht.

Bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl brüskierte Guido Westerwelle, Außenminister in spe, einen BBC-Reporter

Aber die Welt? Die sich nicht zu den Intellektuellen zählt, was keinesfalls mit dem Besitz von Intelligenz verwechselt werden sollte. Wird sie denken, ein Politiker äußert sich in der Sprache, die die deutschen Wähler mehrheitlich verstehen, die da als die lieben Fernsehgucker an den Bildschirmen sitzen und der Pressekonferenz lauschen? Ich meine nein! Es wäre ja geradezu eine irrwitzige Abweichung von der Norm, sollte ein Politiker darauf drängen, daß der deutsche Bürger mitbekommt, was er so sagt und vor allem, was er gefragt wird. Und, daß so etwas nie wieder vorkommt, Herr Westerwelle. Nie wieder! Darüber wird die geordnete Presse wachen. Das walte Hugenberg.

Einladung zum Tee

4 Responses to “Westerwelle mit Schuhen beworfen”


  1. 1 Ernie Souchak 30. September 2009 um 04:39

    Sollen sich die Briten brüskiert fühlen, soll unser linker Meinungsjournalismus seine Häme ausschütten.

    Das ist der Vorgeschmack der links-grünen Journaille sich auf jedes vermeintliche Fettnäpfchen, in welches die „Marktradikalen“ nicht treten, zu stürzen.

    Die Englischkünste eines Gerhard Schröders will ich lieber gar nicht in Erinnerung rufen.

    Es ist der „Welt“ jedoch positiv anzumerken, dass sie sich intern selber kommentiert.

  2. 2 Karl Eduard 30. September 2009 um 04:41

    Das wäre das erste Mal, daß jemand Voraussetzungen für ein Ministeramt mitbringen muß.

  3. 3 Prosemit 30. September 2009 um 05:35

    Bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl brüskierte Guido Westerwelle, Außenminister in spe, einen BBC-Reporter…

    Oh, er brüskierte …. nein aber doch.

    Westerwelle hat jedes Recht Fragen auf Deutsch gestellt zu bekommen und zu beantworten. Man kann auch ein guter König sein, wenn man nur säggsch spricht und ein hervorragender Kanzler, mit kölscher Mundart.

  4. 4 vakna 30. September 2009 um 16:09

    Oh wie schrecklich!
    Guido hat nicht in der Weltkolonialsprache Nummer 1 geantwortet!

    Ich stelle mir gerade vor was passiert, wenn ein deutscher Reporter Premierminister Brown in London auf deutsch befragen würde…


Comments are currently closed.



September 2009
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Blog Stats

  • 2.232.072 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: