Archiv für 4. Oktober 2009

Abstimmen bis zur Zustimmung

Was macht die Demokratie, wenn das gewünschte Wahlergebnis nicht zustande kommt? Sie läßt so lange abstimmen, bis auch der letzte Zweifler sagt, „drauf geschissen“ und „ja“, nur um seine Ruhe zu haben. Das macht die wahre Demokratie aus, auf die wir nun alle sehr, sehr stolz sein können. Die Iren, die zum wiederholten Male an die Urnen gerufen wurden, weil den Kommissaren in Brüssel daran gelegen ist, die Souveränität der Nationalstaaten in der EU auszuschalten, also den Willen der Völker, haben nun so reagiert, wie es eigentlich schon viel früher hätte passieren müssen. Anders geht es in afrikanischen oder ostasiatischen Diktaturen auch nicht zu und was unterscheidet die afghanische Wahlbetrügerei eigentlich vom wahlbetrügerischen Verhalten der Eurokratie? Immerhin fällt nun unseren faulen, pflichtvergessenen Volksvertretern im Bundestag eine Last von den Schultern. Künftig können sie ihre ganze Politik mit den Vorgaben von Leuten begründen, die nie ein Wähler demokratisch zu wählen in die Verlegenheit kam. Weiter so.

Die Entmachtung des Souverän

Hektik und Hilflosigkeit am 03.10.89

Erst waren es 11 000 DDR-Bürger, die als Alternative den Kapitalismus wählten, später mehr. Und man mußte die Geiseln der Partei noch freiverhandeln, weshalb die Freiheit bei der DIE LINKE in guten Händen liegt. Heute wollen sie freilich nichts mehr davon wissen, die Flüchtlinge in eine bessere Welt,  und möchten zurück in die kuschelige sozialistische Mangelrepublik, und nicht weiter ausgegrenzt werden, von den Segnungen der sozialen Marktwirtschaft, wie eine angemessene Wohnung, Heizung und satt zu Essen. Wo ist mein Porsche, rufen sie, und meine Villa, mit inneliegendem Hallenbad, und mein einmotoriges Flugzeug. Und wieso muß ich dafür arbeiten gehen, reicht es nicht aus, wenn es die anderen tun? Vergessen, daß man auf ein Auto bei guter Führung 10 Jahre warten mußte, es sei, vom Gebrauchtwagenmarkt holte man sich eine alte Mühle zum Neupreis. Das wäre etwas für die Gebrauchtwagenhändler heute. Oder?

Vergessen auch, daß die Partei, die auch heute immer noch Recht hat, das Wohnraumproblem als soziales Problem nicht zu lösen im Stande war. Nicht mehr jedem seine Wohnung, hieß es, sondern jedem eine Wohnung. Natürlich mußte auch im Sozialismus Miete gezahlt werden, parasitäre Elemente, die glaubten, Wohnungen besetzen zu können, wurden aus denselben herausgeknüppelt. Schließlich waren die Eigentum des Volkes und das Volk konnte sich Schmarotzer in seiner Mitte nicht leisten. Schon, weil die Arbeitsproduktivität mies war.

Das ist heute anders. Die Arbeitsproduktivität ist so hoch, daß Volk aus aller Welt eingeladen wird, am gesellschaftlichen Reichtum und an dem der Bürger teilzuhaben. Zum Beispiel an ihren Gelsbörsen oder technischen Geräten. Weshalb unbedingt der Sozialismus wieder her muß. Sonst hätten die ja keine Motivation wieder abzureisen. Oder?

Vor zwanzig Jahren

Die Vereinfachung

Die Vereinfachung1

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