Archiv für 14. Oktober 2009

Holt eure Abwrackprämie ab!

Noch ein Mondsong

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Wer ist man?

Weit, weit abgehoben, befindet sich eine Frau am Rande des Alls, die Erde liegt weit unter ihr und was die Gipfelkanzlerin kann, Sprüche salbadern, das kann eine Sabine mit unaussprechlichem Namen schon lange, zum Beispiel:

Natürlich muss man in Deutschland deutsch sprechen. Deutsch ist Amtssprache.

Und da wird einem doch ganz warm ums Herz bei soviel Abgehobenheit und Ahnungslosigkeit, die sich nun auch in der neuen Regierung wiederfindet und warum auch nicht, wäre es doch erschreckend gewesen, jemanden mit Verstande dort zu erleben, der mir sagen könnte, wo dann die vielen Sprachunkundigen herkommen, in den Parallelgesellschaften, wenn man Deutsch sprechen muß. Na, Sabine, wo kommen die wohl her?  Und was heißt schon, Deutsch ist Amtssprache, buhlen doch Beamte mit Werbezetteln auf Türkisch um wackeren Polizistennachwuchs. In Deutschland.  Und ist auch die Polizei nicht ein Amt? Ach egal, fordert sie eben

eine ehrliche Debatte über Integration.

Was ehrlich ist, sagt sie dann auch gleich und wir können sicher sein, mit Frau   Leutheusser-Schnarrenberger zieht die Ehrlichkeit ein in die Debatte und ganz ehrlich stellt sie messerscharf fest:

Notwendig seien bessere Sprachkurse für Zuwanderer.

Das hat mich jetzt fast umgehauen. Gucke mal an. Die Sprachkurse sind schlecht und weil das die Deutschunkundigen gemerkt haben in der ersten Stunde gleich, denkt sich die Frau mit dem messerscharfen Verstande, schon sind sie alle weggeblieben. Aus Enttäuschung! Über die schlechte Sprachkursqualität!

Also wie gehabt, und ganz unehrlich, Eingewanderte können nicht Deutsch lernen, weil wir, die Deutschen uns nicht besser bemühen!

Da werde ich ganz neidisch und rot vor Scham, vor soviel Aufrichtigkeit. Sprachkursverweigerer sollen dann aber nicht bestraft werden, wie Herr Bosbach in übler Stunde entfuhr, klar, wer will auch schon miese Sprachkurse besuchen, Frau Leutheusser-Schnarrenberger kann das gut verstehen, wenn was einem nicht passt, wozu soll man das auch besuchen? Wie das Arbeitsamt zum Beispiel, wo Amtssprache Deutsch ist und was, wenn der Dolmetscher keine Lust hat, mitzukommen? Geht der Sprachunkundige eben nicht hin, bis sich die Qualität der Arbeitsvermittlung verbessert hat.

Das ist liberal! Das ist FDP. Das ist geistige Verwirrtheit oder der Versuch, Leute zu verscheißern. Oder? Und zum Trost, weil sie nicht Deutsch lernen können, unter saumäßigen Bedingungen, die ihnen keineswegs zugemutet werden können, gibt es Trostpreise:

Leutheusser-Schnarrenberger forderte das kommunale Wahlrecht auch für Ausländer aus Nicht-EU-Staaten.

Ist das nicht toll? Daß Leute über das Schicksal der Städte und Dörfer mitentscheiden sollen, die  nicht mal Deutsch verstehen oder aus einer Kultur kommen, die der Europas ablehnend eingestellt ist? Aber wozu das Ganze, Frau Leutheusser-Schnarrenberger? Mit welcher Begründung? Weil es immer dahergeplappert wird, von anderen? Oder um weitere Spezialisten vom Schlage Nargess Eskandari-Grünbergs zu bekommen, die den Deutschen dann empfehlen, wegzuziehen? Ja aber wohin?

Außerdem brachte sie Änderungen des Ausländerrechts und des Aufenthaltsrechts ins Gespräch, um Zuwanderern besseren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Natürlich, wer nicht Deutsch kann, der soll wenigstens in der Lage sein, in der Arbeitswelt größtmöglichen Schaden anzurichten. Ich  bin sicher, die Frau beauftragt gerne Handwerker mit dem Umbau ihres Hauses, die kein Wort verstehen, von dem was sie sagt, und auch mal die ungeeigneten Materialien verwenden, weil sie die deutschen Schriftzeichen nicht übersetzen.  Doch nur kein Kummer deswegen, als Ansporn, besser zu lernen,  offeriert die liebe Sabine:

…auch Korrekturen am Staatsbürgerschaftsrecht …. „Wir fordern nicht die generelle doppelte Staatsbürgerschaft. Aber wir wollen das derzeit geltende Optionsmodell prüfen und an der Praxistauglichkeit messen“,

Und da möchte man doch am liebsten rufen: „Und warum? Nur für den Kick, für den Augenblick?“

Und auch das wird Frau Leutheusser-Schnarrenberger nicht beantworten, mußte es doch ein Politiker nie, der mit solch abgestandenen Gemeinplätzen daherkam, daß er von der Presse gefragt wurde, was erhoffen Sie sich davon, wenn Leute mit zwei Staatsbürgerschaften hier herumvagbundieren, eine größere Loyalität zu Deutschland, wegen der Dankbarkeit, ins geliebte Simbabwe oder Albanien oder die Türkei zurückkehren zu dürfen, als Staatsbürger? Und, ja, würde er sagen, der Politiker, und wir wüßten nun genau, was für eine doofe Nuß da im Amte steckt. Nur tut es die Presse eben nie. Nachfragen. Leider.

In 15 Jahren assimiliert

Deutsche lernen die Alltagssprache Türkisch. In Duisburg-Marxloh. Bravo Frau Leutheusser-Schnarrenberger


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