Archiv für 21. Oktober 2009

Jemanden wie Sie

Wo deutsche Richter kriminellen Intensivtätern das intensive Begehen weiterer krimineller Taten milde lächelnd immerfort gestatten, zeigen sie unerwartet da Härte, wo es nicht mehr nötig ist und sie dafür keinesfalls den mahnenden Zeigefinger besorgter Journalistinnen ins Auge gepiekt bekommen, die tränennasse Taschentücher um kriminelle  Jugendliche weinen, verordnet der Robenmann 40 Sozialstunden, unerbittlich, ohne wenn und aber, für das ins Koma schlagen eines greisen Pensionierten.

Ralf Weber, den der Artikel beschönigend als schwer erziehbar beschreibt, lernte die volle Milde des DDR-Strafrechts als Kind- und Jugendlicher kennen und ist noch heute über die fehlenden Freizeitangebote enttäuscht, die im DDR-Jugendwerkhof angeboten wurden, die mangelnde Nestwärme und die gänzlich ausbleibende Betreuung durch -logen aller Art, die  sich in der Kriminellenindustrie Deutschlands einen festen Platz erobert haben. Doch selbst heute, wo Opfern jeglicher Gattung beständig neue Denkmäler gebaut werden, erntet das Opfer der eigenen kriminellen Karriere nur Hohn und Spott.

Selbst von Richtern musste ich mir anhören: Jemanden wie Sie hätten wir auch in der Bundesrepublik Deutschland eingesperrt.

Und das ist doch wohl eine glatte Lüge, nicht wahr, die allerdings zum Selbstschutz dient, denn wer ausdauernd dafür sorgt, daß Diebe, Räuber, Vergewaltiger und Totschläger, gerade aus der Obst- und Gemüsehändlerkultur, höchstes Verständnis erfahren, der würde gerne ein gerechter Richter gewesen sein, so wie damals in der DDR, um sich beim morgendlichen Rasieren im Spiegel wenigstens noch ertragen zu können.

Ralf Weber muß nun aber  nicht weiter traurig sein, sollten sich seine kleinen Untaten, die er als Kind und Jugendlicher verübte, als Widerstand gegen den DDR-Staat herausstellen, erwartet ihn eine kleine Rehabilitation, wie sie schon die genießen, die das Abbrennen von Autos in Berlin, Potsdam und Hamburg zelebrieren und dabei die moralische Unterstützung der DIE LINKE haben, die, als sie noch SED hieß, Kleinkriminelle unbarmherzig in finstere Karzer werfen ließ, aufgehängt an den Daumen. Wie sich die Zeiten doch ändern.

Erziehung zur Arbeit!

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Ein einziger Kindergarten

Während in Jemen schwarze Kinder , die an der Schwelle zum Tod stehen, weil sie unterernährt sind, umherhüpfen und Ball spielen oder Kindersoldat, und auch das noch mit echten Sturmgewehren, wie ein erschütterter ägyptischer Schauspieler berichtet, der sein erstes UNICEF-Drama abdrehte, geht es deutschen Kindern, deren Eltern von Erwerbsarbeit bedroht und eingeschüchtert sind, dreckiger und dreckiger und kein Kinderpate in Deutschland erhebt sich, um ein solches Prekarierkind unter die breiten Fittiche zu nehmen.

Nun steht die Mildtätigkeit der Solidargemeinschaft erneut auf dem Prüfstand, die, ohne gefragt zu werden, freudig gibt, damit Mutti und Papi weiterhin in der, von der Solidargemeinschaft finanzierten, Wohnung auf der Couch sitzen können, das von der Solidargemeinschaft finanzierte GEZ-Programm genießen oder die Heimatprogramme aus Saudi-Arabien, und dabei die Kinderlein vergessen, die sie einst zeugten, um die Raten für den BMW zu zahlen oder die Vergnügungen, mit denen Erwachsene sich so vergnügen, wenn sie den ganzen Tag Zeit haben, weil sie den Platz an der Drehbank, im Büro oder auf dem Traktor scheuen.

Der HARTZ IV – Regelsatz ist es, der es unseren Verfassungsrichtern angetan hat und die Frage steht im Raum, kann ein Kind damit glücklich und vollwertig aufwachsen, wo doch schon bei den Kleinsten gilt, wer keine Markenklamotten vorweisen kann, von den eigenen Eltern finanziert oder auf ehrlichem Raubzug erbeutet, der bleibt ausgestoßen aus der uniformierten Konsumgesellschaft und kann so nur noch ein Versager werden. Ein unglücklicher Mensch, mit der Aussicht, Bundespräsident zu werden, betrübt in die Kamera zu schauen und zweimal im Jahr sich dem Volke zu zeigen und dabei aus Enthüllungsromanen über Blutplasma und Leichensäcke zu sinnieren.

Gerade ist Thilo Sarrazin drei Wochen her, da gehen deutsche Richter daran, sich bei denen, die im Obst- und Gemüsehandel tätig sind, oder nicht, und die laufend weitere kleine Kopftuchmädchen produzieren, für den Sozialstaat und zu unser aller Freude, zu entschuldigen und wie tun sie das am besten? Durch Anhebung des HARTZ IV-Regelsatzes, um die schnellere und verstärkte Produktion von Kopftuchmädchen anzureizen, denn wir, wir Ureinwohner, haben es immer noch nicht begriffen, Kinder sind ihr Geld schon wert. So wie Solaranlagen oder Windkraftwerke, die laufend Geld in die Taschen ihrer Betreiber spielen und die, so wie Kinder, auch gewartet werden müssen. Nur mit den Finanzberatern in Fragen, Kinder als rentable Geldanlage, da sieht es noch übel aus.

Wie lange müssen wir noch warten, bis es an der Haustüre klingelt und ein Herr Kaiser fragt, „Haben Sie schon einmal über die Geldanlage Kinder nachgedacht“? Die sicherer als Fonds sein sollen oder Aktien.

Dabei sind Kinder auch umweltfreundlicher und biologischer, als die Windmühlen, die die Vogelschwärme zerschreddern. Ja, auch sie stoßen CO2 aus, die Kinder, ein Problem, an dem die Kreationisten schon arbeiten, aber sie leben von nachwachsenden Rohstoffen und sind damit nachhaltiger, nachhaltiger geht es gar nicht mehr, wenn sie gut erzogen werden. Und das ist doch ein nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt für die Anschaffung eines Kindes. Es muß ja nicht gleich aus dem Jemen sein.  Oder?

Übrigens, Eltern setzten früher den Ehrgeiz darin, ihre Kinder selbst aufzuziehen. Also mit eigener Hände Arbeit. Seit dem Sozialstaat ist das nicht mehr Mode, der anderen nimmt, um wieder anderen zu geben und der die bestraft, die fleißig sind und die Faulen belohnt. So, wie bei Frau Holle. Nur umgekehrt.

Das Märchen vom belohnten Fleiß

Frau Holle


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