Archiv für 22. Oktober 2009

Die Welt ist nicht genug

H. M. Broder strebt die Weltherrschaft an

Naja, nicht gerade die Weltherrschaft, sondern nur die Luftherrschaft über der Deutschen Gewissen. Das war bisher  Charlotte Knobloch vorbehalten und in jüngster Zeit immer öfter Stephan Kramer, dem zu den Holocaustopfern Konvertierten, der mal diesen und mal jenen zu Freunden des jüdischen Volkes erklärte, gerade dann, wenn sie die Judenverfolgung nach den Hitlerschen Gesetzen frisch für ungeschehen erklärt hatten.

Ob Herr H. M. Broder diese Kampfansage durchhält, an die Herren unseres Gewissens, das zu bezweifeln liegt mir fern, zu wünschen wäre es aber. Schon wegen diesem:

Ob jemand koscher isst oder halal oder doch lieber Kassler, ist Privatsache. Ebenso wann und zu welchem Gott er betet. Religionsfreiheit beinhaltet auch das Recht, areligiös und antireligiös zu sein und sich über den eigenen und seiner Nachbarn Gott lustig machen zu können, ohne deswegen bedroht zu werden. Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat sind die Werte, die offensiv verteidigt werden müssen.

Und noch eine gute Nachricht, Angela Merkel will sich öffentlich, vor Zehntausenden, vor dem Brandenburger Tor, darunter oder darauf, von ihrem Hausarzt mit normalem Schweinegrippenimpfstoff impfen lassen und das ist es, was uns allen noch gefehlt hat. Eine mutige Anführerin, die dem Tod gelassen ins Auge sieht, für die Volksgesundheit. Bravo. Wären die Komamedaillen nicht limitiert, sie würde von mir sofort eine bekommen. Wäre ich Bundespräsident.

Weltherrschaftler

Unsere Jungs

Wie sehr selbst Gesetzeshütern jede Vorstellung von Werten abgeht, zeigt dieses schöne Beispiel, in dem Schwerkriminelle, die der Polizei bereits wegen ihrer Gewalttaten bekannt gewesen waren, einen Mann ins Krankenhaus prügelten, vom Staatsanwalt nach ihrer Festnahme umgehend auf freien Fuß gesetzt wurden, um keine Verzögerung bei der  Begehung weiterer Gewalttaten aufkommen zu lassen, und die die Polizei liebevoll als Die Jungs bezeichnete.

Da kann man nur hoffen, der staatsanwaltliche Helfershelfer dieser Jungs erlebt nie eine Begegnung von der Art, wie  das Opfer der Jungs und muß dann erleben, daß ein anderer williger Helfer der Kriminellen, aus den Kreisen der Justiz, diese sofort wieder mit einem aufmunternden Klaps ins Freie entläßt.

Und nichts ist natürlich wichtiger, als nun ein Internetgesetzbuch auf den Weg zu bringen. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger weiß wovon sie da spricht. Das wird weiterer Opferverhöhnung durch die deutsche Hure Justizia vorbeugen.

Eine Landplage

Als Ulbricht nicht bei Halbe focht

Wieder einmal hat sich das Brandenburger Landesparlament zusammengefunden, um dem schönen  Brauch zu huldigen, die Abgeordneten zu ihrer Tätigkeit in den Reihen der „Kundschafter für den Frieden“ zu befragen, „dem Schild und Schwert der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“, der SED, die heute DIE LINKE heißt und die als die wahre Hüterin der Demokratie gilt. In Deutschland.

Abgeordnete, die keine Tätigkeit vorweisen können, in der Organisation, die oft abwertend STASI genannt wird, würden im Zuge der Überprüfung zur  STASI-Tätigkeit vor einer Kommission beweisen müssen, daß sie  sich mit Hirn- und Herz der Errichtung der sozialistischen Gesellschaft verschrieben hätten, ansonsten müsste das Land Brandenburg, das DIE LINKE repräsentiert, auf ihre Dienst verzichten.

Gute Karten hat hingegen Kerstin Kaiser, die das Vertrauen der Mitarbeiter des  Ministeriums für Staatssicherheit genießt aber auf das Ministeramt im Ministerium für Staatssicherheit in einer künftigen Regierung in Brandenburg verzichtet. Was überaus generös ist.

Im Zusammenhang mit der geplanten Überprüfung, ob jeder künftige Landtagsabgeordnete ein guter Sozialist und Genosse war, was auch das Anzeigen der Nachbarn, Freunde und Kollegen einschloß,  warnt die Avantgarde der Arbeiterklasse und ihre Verbündete, die SPD, vor einem verspäteten Kapp-Putsch, der sich am 14. November, in Form eines Aufmarsches von Rechtsextremisten manifestieren könnte und der dieses Mal, todsicher, zur Errichtung des 4. Reiches führen wird, würden ihm nicht vortreffliche Demokraten entgegentreten.

Rechtsverwirrte, die dem Sterben im Kessel von Halbe im Jahre 1945  als Heldentat an den deutschen Thermopylen gedenken, bzw. dem Ausharren der Nibelungen in Etzels brennender Trinkhalle, wären nur durch Eintreten für Demokratie und Toleranz zu stoppen, so die Linksextremen, die hoffen, es merkt niemand, das es gerade  der Toleranz  und Demokratie mit Ihrem Antrag an den Kragen geht.

CDU und Liberale monierten, dass der Antrag nicht an das SED-Unrecht erinnere

solche Aufmärsche nie  zugelassen zu haben. Sonst wäre die Verhinderung genehmigter Demonstrationen aber ganz in Ordnung, wie schon Kölns Herr Schramma bewies, was von Herrn Thierse heftig beklatscht wurde.

Kompensiert wurde dieser Mangel an rechtsextremen Aufmärschen in der DDR allerdings mit  Aufmärschen anderer Art durch jubelnde Menschen in Uniformen, blauen Blusen der FDJ und durch die Werktätigen des Arbeiter- und Bauernstaates, die an ihrer stolzen Parteiführung vorüberzogen, um sie dann, nach 40 Jahren, voller Überdruß in Richtung Kapitalismus zu verlassen. Mit dem es jetzt vorbei ist. Mit dem Überdruß.

Die erste Bezirksvorsitzende der Partei besucht unsere VEB

Sie leben!

In völliger Abkehr von der bisher eingerissenen Tradition, Opfern des Obst- und Gemüsehändlervolkes posthum das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, als Trost für zuviel Courage am falschen Platz, erhielten nun mehrere überlebende Einwohner Sachsen-Anhalts den Orden, der bereits im Volksmund „Komamedaille“ genannt wurde.

Gerne hätte Herr Böhmer  teure Tote geehrt, die bei der Verteidigung des öffentlichen Raumes in Sachsen-Anhalt fielen, im Kampf gegen die Obst- und Gemüsehändler, alleine daran ermangelt es dem Lande immer noch, obwohl sie auch hier auf dem Vormarsch sind. Alternativ standen auch Gefallene im Kampf gegen die rechte Gefahr zur Debatte, nur war kein Gefallener aufzutreiben.

Zeit also, unsere Antifaschistinnen und Antifaschistinnen aufzurufen, sich ein Hakenkreuz in einen Körperteil zu ritzen, um wenigstens das Bündnis für Demokratie und Toleranz nicht ganz nutzlos erscheinen zu lassen, wenn schon kein Komaorden für Selbstverstümmelung dabei herausspringt. Beim Kampf gegen Rechts.

So wurden einmal wieder die ausgezeichnet, die lediglich ihre Arbeit taten und wir können nur hoffen, dieses Mal wurde die Quote erfüllt, zwischen Weiblein, Männlein, Heteros, Homos, Blinden, Sehenden, Lahmen, Schnellläufern, Lese- und Schreibkundigen, Analphabeten, Schwarzen, Weißen, Zugewanderten und Alteingesesessenen, denn allen Menschen soziale Bundesverdienstkreuzgerechtigkeit widerfahren zu lassen, ist eine Kunst, die beherrscht sein will.

Kulturschänder ehren

DIE LINKE: Bundesverdienstkreuz für Beate Klarsfeld


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