Archiv für 29. Oktober 2009

Manche sagen Mauermörder

aber das ist völlig falsch. Diese Leute, mit denen die SPD in Brandenburg koaliert, weil sie vom selben Schlag ist und nur einen demokratischeren Sozialismus will, mit Stacheldraht, an dessen Spitzen kleine Gumminoppen stecken, wegen der Verletzungsgefahr, haben nie eine Mauer gemordet. Im Gegenteil. Sie haben eine bauen lassen. Um ihre Bevölkerung einzusperren, denn nur eine eingesperrte Bevölkerung wird bei Todestrafe einsehen, daß sie keine andere Wahl hat, als sich ihren Gefängniswärtern zu fügen, die sich vielfach nicht als Gefängniswärter begriffen haben, sondern als Leute, die verhindern, daß ihren Gefangenen von außen Unbill geschieht. Und so ist das ja heute noch, da sitzen die Schließer der DDR zusammen, saufen sich den Knastalltag schön und erzählen, was für ein behütetes Leben doch alle hatten, dank ihrer Fürsorge.

Ein behütetes Leben hatte auch Carl-Wolfgang Holzapfel, der heutige 65 jährige, der als Westberliner die Grenze zur DDR überschritt, um für die Freilassung der DDR-Bürger aus der Gefangenschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zu protestieren,  und der aus  Gründen der Aufrüttelei des politischen Gewissens jetzt in seine damalige Zelle einzog, in der er die harte Strafe abbüßte, die die Arbeiter und Bauernmacht über ihn verhängt hatte.

Zum behüteten Leben des Herrn Holzapfel in der Deutschen Demokratischen Republik gehört auch, dass sich der heutige Rentner tagsüber nicht in sein Häftlingsbett legen durfte  und nachts das Licht nicht ausgeschaltet wurde. Er erinnere sich auch an die Kontrollen, ob er vorschriftsmäßig auf dem Rücken lag und die Hände auf der Decke hatte, sagt der heutige Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni 1953, die an den Volksaufstand in der DDR erinnert. Für Holzapfel ist der 29. Oktober, an dem seine Aktion beginnt, seit 43 Jahren ein besonderer Tag. Damals wurde der West-Berliner von der Bundesrepublik freigekauft – für 90 000 Mark. (West)

Das Geld werden die Genossen sicherlich in weitere kapitalistische Hochtechnologie investiert haben, da der Freikauf von Gefangenen ein fester Haushaltsposten war, seit die Bundesrepublik Deutschland damit begann, auf diese Art und Weise die Diktatur der Arbeiterklasse monetär zu unterstützen. So wie sie das heute noch tut mit Terrorregimes in aller Welt. Daß ihre Vertreter mit dem Geldkoffer herumreisen und freigiebig das Arbeitseinkommen ihrer Einwohner verschenken.

Daß die Aktion von  Carl-Wolfgang Holzapfel auf Gewissen trifft, um dort etwas anzuregen, vielleicht Scham, das können wir aber getrost ausschließen. Leute wie Holzapfel einzusperren, das sind die bedauerlicherweise notwendigen Opfer im Kampf um eine gerechtere Welt. Da sind sich alle Parteien der Bundesrepublik Deutschland einig, auch wenn aus den Reihen der CDU hin- und wieder Abweichler auftauchen, die anderes behaupten und gar von Extremismus sprechen, bei den Mitteln auf dem Wege zum Sozialismus. Mit denen geschieht aber was immer geschieht, wenn Parteien im Recht sind, weil sie im Recht sind, weil sie für das Recht kämpfen. Und sie hätten ja auch schweigen können. Oder?

Knastbefragung Dezember 89

Gefangene sind nicht entlassen, weil sich die sozialistischen Staatsanwälte in den Westen abgesetzt haben, Klagen über Körperverletzung und Mißhandlungen. Alles nur zum Wohle des Volkes. Interessante Berichte über den Zustand des sozialistischen Kombinats und dieselben Wirtschaftsversager, die Vertreter der SED, heute DIE LINKE, erklären heute, wie Wirtschaft funktioniert.

Wenn Autos ausrasten

Nicht nur Axel W. , der Mörder der Weißen Rose von Alexandria, der wunderbaren Marwa S., die doch nur ihr Recht als gläubige Muslima und Ägypterin wahrnehmen wollte, jemanden anzuzeigen in Deutschland, der ihr Kind nicht auf eine Kinderschaukel ließ, sie beschimpfte und deshalb die ganze Härte der Scharia verspüren muß, rastet aus, nein, auch Autos halten Polizei und Feuerwehr in Atem.

Diese verabreden sich in finsterer Nacht zu kollektivem Selbstmord, verschaffen sich Brandbeschleuniger und bringen sich anschließend um, um ein Zeichen zu setzen. Wie Pfarrer Brüsewitz zum Beispiel.  Die Polizei geht aber nicht davon aus, daß die Motive für die Selbstmorde von Kleinwagen und Nobelkarossen das grassierende Bandenunwesen kommunistischer Brandstifter ist, das liegt irgendwo im Dunkeln, wo es weiterhin lauern wird, bis jemandem in Hamburg wieder ein Lichtlein im Oberstübchen aufgeht, womit wir wegen der Energieersparnis allerdings nicht rechnen sollten.

So werden auch künftig brennende Autos Probleme bereiten, nicht aber Brandstifter. Ein Trost für die Sekretärin, deren Fahrzeug gerade abgebrannt ist, ihr Einkommen in Hamburg ist besser als anderswo, dafür kann sie sich dann ein neues Auto kaufen. Womit der sozialen Lohnungerechtigkeit wieder zum Siege verholfen wurde. Weiter so.

Hass auf Leute, die arbeiten

Mitläufer, moralische Unterstützer, Neidhammel, Pöbel, der vor Schadenfreude applaudiert, die Anfänge, die bereits hinter uns liegen.


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