Archiv für 4. Dezember 2009

Die Christen wollen Jerusalem zurück

Am Anfang erfährt man, Jerusalem stand mehrere hundert Jahre unter christlicher Herrschaft, bis es die Muslime eroberten. Und dann kommen die Christen und wollen die geraubten Gebiete zurück. Unfassbar!

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Was wir hören können

Großen Raum im Rundfunkprogramm der damaligen Zeit nimmt Klassik ein. Wahrscheinlich kann darum jeder Hörer Arien trällern. Es ist eben auch eine Gewohnheit, Musik zu hören und Musik zu erkennen. 15.00 Uhr Fröhlich -bunte Kinderstunde: „Wir lernen Mozart kennen.“ Der darum heute verboten gehört. Weil ihn damals die kleinen Hitlerjungen und BDM-Mägdelein auch hörten.

In Amerika wird als Halloweenspaß das Hörspiel „Krieg der Welten“ gesendet, noch bevor Tom Cruise geboren ist. Dennoch versetzt es die Bevölkerung in Panik. Unter der Überschrift MARSBEWOHNER GREIFEN AMERIKA AN schildern die MÜNCHNER NEUESTEN NACHRICHTEN vom 01.11.1939 „Ein Weltraumschuß sei auf New Jersey niedergegangen …“ Das Wort Weltraumschuß wird mehrmals wiederholt. Offenbar hing der Schreiber der Geschichte von Jule Verne an, in der die Forscher per Projektil auf den Mond gefeuert wurden und warum nicht vom Mars auf die Erde?

Nach einer Beschreibung der Panik, die nach der Ausstrahlung des Hörspiels auftrat, fragt das Blatt:

… Wem darf man wohl den Erfolg der durchschlagenden Wirkung dieser Sendung zuschreiben? Dem Hörspieldichter oder jenen gewerbsmäßigen Greuelfabrikanten, die den Boden vorbereiteten, auf dem eine solche phantastische Sendung die friedliche Stimmung der gutgläubigen Amerikaner in Verwirrung setzen konnte? Nachdem in so drastischer Weise offenbar wurde, zu welch grotesken Situationen diese Psychose veranlaßt durch eine harmlose Rundfunksendung, führen kann, mögen sich so manche mit dem Herd des Grauens in der amerikanischen Öffentlichkeit auseinandersetzen.

Und der Herd folgt sogleich.

Götzendämmerung? Erste Einsicht in die Gründe der Angst. New York, 31.Oktober  Allmählich erkennt die amerikanische Öffentlichkeit, zu welch tollen Wirkungen die ewige Mystifikation durch gewisse Sensationsjournalisten in puncto „Bedrohung Amerikas durch fremde Invasion“ führt. „Waren es bisher in der Hauptsache Faschisten und Hitleristen, sind es jetzt gar die Marsbewohner, mit denen man uns schreckt“, so hört man allgemein. Infolge der nun schon seit 5 Jahren durch jüdische Kreise geschürten Angstpsychose haben durch die Rundfunksendung vom Sonntagabend unzählige Amerikaner stundenlang ernstlich (!) an eine feindliche Invasion vom Planeten Mars aus geglaubt, an Giftgasangriffe unbekannter Gegner und sogar an das Ende der Welt.

Diese Angst war eine Folge des Wetteiferns von  Presse und Rundfunk , während der Tschechenkrise eine künstliche Kriegspsychose hervorzurufen, die nun vier Wochen nach der friedlichen Lösung des Problems, noch derartige Blüten hervorzurufen vermag. …

Aber auch England blieb nicht verschont, ein Ereignis, das ich noch nicht kannte.

Mit einer guten Portion Schadenfreude hat England von der Panik gehört, die eine falsch aufgefaßte Radiosendung in Amerika ausgelöst hat – mit Schadenfreude deshalb, weil England ein ähnliches, damals in Amerika viel belachtes Erlebnis hatte. Als im Jahre 1926 ein Hörspiel den Einbruch von feindlichen Kriegsscharen in Whitehall mit der Zerstörung des Big Ben und ähnlichen Untaten schilderte, gerieten englische Hörer, die den Anfang der Sendung nicht mitangehört hatten, in eine Panikstimmung ….

Amerika wird übrigens heute immer noch von Nazis und Außerirdischen erobert und zurückerobert. Etliche SF-Filme befassen sich damit. So die beliebte Star Trek Reihe, in der echte Nazis und Ausserirdische in SS-Uniformen das Land tyrannisieren. Seltsam. Oder?

Diese Story ist auch gut.

Die Gnade neues Leben zu gebären

Unglaublich, daß das im deutschen Fernsehen lief.

Frauenarzt Dr. med. Hiob Prätorius:

… Gar nichts wisst ihr! Ihr wisst etwas von Hungersnöten, und von Völkern wisst ihr, die, um Heim und Leben zu schützen, sich Regierungen wählen. Und dann haben sie ihr Heim zu verlassen und ihr Leben zu geben, um diese Regierungen zu schützen. Millionen junger Menschen, die nicht kämpfen wollen, bekämpfen Millionen anderer junger Menschen, die ebenfalls nicht kämpfen wollen. Und die Errungenschaften der Wissenschaft scheinen wir zu keinem anderen Zwecke errungen zu haben, als um alles Errungene zu zerstören. Das ist die Welt von heute. Aber, kann sich das morgen nicht ändern? Leeuwenhoek entdeckte die Mikrobe im Wassertropfen, Pasteur den Erreger der Tollwut, Robert Koch fand den Bazillus der Schwindsucht, und nach dem Gesetz, dass ein Mittel gegen die Krankheit immer dann gefunden wird, wenn diese Krankheit ihren Höhepunkt erreicht hat, wenn sie schier unerträglich geworden ist, nach diesem Gesetz muss heute oder morgen die Mikrobe der menschlichen Dummheit gefunden werden. Bald wird es im Nu keine Kriege mehr geben, und an die Stelle der internationalen Diplomatie wird der gesunde Menschenverstand treten.

Die Dummheit tot welch phantastische Perspektive. Nur in der Liebe, meine Lieben, wo sie jedes Maß übersteigt, die Dummheit, dort ist sie entzückend und liebenswert, und dort sollten wir auch der Besiegten ein dauerndes Asylrecht gewähren. Und damit sind wir wieder beim Thema. Bei Ihrem Thema, meine Damen, denn Ihr Thema ist die Liebe, nicht die Anatomie. Gelehrt sind wir genug. Was uns fehlt ist Freude, was wir brauchen ist Hoffnung, was uns Not tut ist Zuversicht und wonach wir verschmachten ist Frohsinn. Wo sollen eure Kinder die Frohnatur hernehmen, wenn Mütterchen Knochen zersägt? Und darum, bei allem schuldigen Respekt vor der Wissenschaft, helfen Sie uns den Tod bekämpfen mit den Mitteln, die Ihnen Gott in Ihren Schoß gelegt hat: mit der Gnade, neues Leben zu gebären.

Bewahren Sie sich die Heiterkeit Ihres Gemütes für Ihre Kinder, und kriegen Sie welche!

Ist das nicht irrwitzig,  daß einstmals junge Menschen sich auf Universitäten einschrieben, um achtbare Berufe zu erlernen? Gar Wissenschaften zu studieren, keinen Sozialhokuspokus?

Filmausschnitt


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