Archiv für 12. Dezember 2009

Manchmal kommen sie wieder

Wer kennt sie nicht, die schaurigen Moritaten von der Wiederkehr höllischer Wesen doch nur der Auserwählte kann sie sehen und beschreiben – und niemand glaubt ihm! Ein Jahr ist es her, daß der ehrenwerte Retter vorm Einmarsch neuer hitlerscher Horden in Fürstenzell, der tapfere Polizist Alois Mannichl, dem Attentat blutdürstiger Kreuz-Schlangen-Menschen erlag, die er trotz seines seither langanhaltenden Todeskampfes so präzise beschrieben hat, daß die Welt sich sicher war, sie werden gefunden, es sei, es würde der schurkische Fantomas dahinterstecken, der in den Siebzigern in der Regel hinter allem Ungemach gewittert werden konnte.

Sind unerkannt unter uns – oder nicht.

Seitdem sind die Meuchelmörder auf der Flucht, sie, die ihr Antlitz verbergen müssen oder im Dunkeln leben, unermüdlich verfolgt von einer einhundertköpfigen Passauer Soko und vielen freiwilligen Helfern, die die Gesichter ihrer Mitmenschen aufmerksam mustern und ihre Nacken und Hälse, von hier, bis Kuala Lumpur  und bereit sind, sofort das Funktelefon zu ergreifen oder schärfere Maßnahmen, um die Unholde zur Strecke zu bringen. Doch nichts geschah seit diesem denkwürdigen Abend, der als neues Attentat von Sarajewo in die Geschichtsbücher eingehen wird, nur, daß es in Fürstenzell passierte.

Diese sehr mysteriöse Angelegenheit, die dieses Blog schon damals bewog, den Rat des Meisterdetektivs Sherlock Holmes einzuholen, eines Spezialisten im Erlegen von Verbrechern, auch aus den Nationalen Widerstand, damals vertreten durch „Die Stimme des Terrors„,  riecht sehr nach höllischen, statt nach irdischen Mächten, die, so kennt man es aus den Dokumentationen Hollywoods, stets zum Jahrestag ihrer begangenen Tat quietschvergnügt auftauchen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch Fürstenzell ist wachsam.

Mit Streichleberwurst, Himbeerbowle und selbstgebackenen Keksen gerüstet, die Lebkuchenabschneidemesser fest im Griff, stehen Alois Mannichls Nachbarn dieses  Mal bereit, um jeglichen Angriff auf den großen Sohn des Volkes abzuwehren, auch, wenn sie die Feinde – wieder einmal – nicht erspähen können. Dennoch sind sie bereit, sich und ihren Alois tapfer zu verteidigen und ihr Leben in die Schanze zu werfen, damit so etwas nicht wieder passiert. Was ES  war, das weiß aber nur der Alois selber, der nicht müde wird, die Geschichte farbenfroh zum Besten zu geben und seine Zuhörer dafür zu halten.

Doch war alles ganz anders


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