Archiv für 24. Dezember 2009

Der Friede muß bewaffnet sein

Margot Käßmann, Oberhäuptin einer Vereinigung, die Gespräche mit Leuten sucht, die anderswo Mädchen, die zur Schule gehen, Säure ins Gesicht schütten, die sich in Hotellobbys inmitten der Gäste in die Luft sprengen, die Schulen verbrennen, Entwicklungshelfern die Hälse durchschneiden, hat sich jetzt dafür ausgesprochen, diesen Leuten, den moderaten Taliban, und Brüdern im Glauben Margot Käßmanns, endlich freie Hand zu lassen. Die islamische, Verzeihung, evangelische Landesbischöfin und Vorsitzende der EKD, ein Ableger der Al Kaida, muß man annehmen, ist der Meinung, Verbrechern mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten, sei keine Lösung, diese an ihren Verbrechen zu hindern, schon gar nicht. Weshalb deutsche Soldaten schleunigst, aber geordnet, die Beine in die Hand nehmen, und aus ihren Feldlagern in Afghanistan nach Deutschland retirieren sollten, während ihre kämpfenden Verbündeten die Lücke gefälligst zu füllen hätten. Besser wäre aber, die würden den Steinigern und Hinrichtern auch ihren Platz überlassen, die Frau weiß eben, was Koranschüler wollen.

Außerdem wären das ja auch keine Verbrechen, eher Dialogangebote. So würde jedes von Säure verätzte afghanische Frauengesicht, jede verbrannte Schule, jeder ermordete Mensch ein Schrei nach Liebe und ein Betteln um Zuneigung durch die moderaten Taliban sein, den Koranschülern, und ihnen gehört das Herz dieser Frau, soviel ist sicher. Außerdem hätten sich die frühen Christen auch klaglos von den Löwen fressen oder ans Kreuz nageln lassen, soviel Einsicht müsse sie auch von den Afghanen verlangen, die kein Interesse daran zeigten, wie unter den moderaten Taliban zu leben.

Schon bald wird sich Frau Käßmann nach Afghanistan aufmachen, zu den moderaten Taliban, um mit ihnen in den interreligiösen Dialog zu treten und Auge in Auge mit ihnen zu diskutieren,  ob es immer gleich nötig ist, Säure zu verwenden, gegen Schülerinnen, und wenn, ob nicht vorher Schmerzmittel verabreicht werden könnten. Eine Weihnachtsbotschaft nach meinem Herzen.

Indes wurde nicht bekannt, daß irgend jemand vom Schlage Käßmanns die Säure verspritzenden und mordenden Koranschüler aufgefordert hätte, ihr Morden zu beenden, weil sie die Friedensbotschaft Jesu nicht kapiert hätten. So etwas verbietet sich für Leute wie Frau Käßmann, die uneingeschränkt für die freie Religionsausübung der moderaten Taliban eintritt und wenn dazu gehört, Menschen umzubringen, um die Zärtlichkeiten von 72 Jungfrauen zu genießen, Frau Käßmann wäre die letzte, die dagegen predigen würde. Und ist das nicht ein feiner Zug von ihr? Ich glaube schon.

Frau ans Gewehr

Das Jesuskind

Mütterchen spricht:  Als die Hirten am Felde waren, schien vom Himmel ein helles Licht, und sie sahen der Engel Scharen. Aber im Stall war derweil das Wunder geschehen, und es kamen von überall viele Leute, das Kind zu sehen. Aber wie arm lag das Kindlein auf Stroh gebettet! Lag das Kindlein, – daß Gott erbarm! – Welches später die Welt gerettet.“

„Mütterchen sag, lag es denn nicht in einer Wiegen? Mußte es an dem kalten Tag bis zum Himmel herunterfliegen?“ „Freilich mein Kind, Nackend, wie es die Hirten fanden. Und ein Ochs, ein Es`slein sind in dem Stall dabeigestanden. Rührung ergreift, atemlose, die Kinderherzen. Eine Ahnung hat sie gestreift von der Armut bitteren Schmerzen.

Aber Papa war kein Freund von den alten Mären, denn er glaubte, sie seien da für die niederen Gesellschaftssphären. „Höret doch nur,“ sprach er zu den weinenden Knaben, „bei der dortigen Temperatur kann das Kind nicht gefroren haben.“ (Peter Schlehmil, Simlizissimus 22. Dezember 1903)

Ziemlich nach Hans Christian A.


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