Hipp Hipp Hurra

Schon 16 Prozent deutscher Strombereitstellung geschieht aus erneuerbaren Energien, schreibt DER WESTEN, also Energie, die gar nicht zuende geht, weil sie  immer wieder neu produziert wird*, weshalb sie auch erneuerbar heißt, wenn Wind weht, die Sonne scheint und die Kühe furzen. Jetzt können wir die restlichen 84 Prozent aus Kohle- und Kernkraftwerken beruhigt abschalten, so lange, wie geschrieben, Wind weht, die Sonne scheint, was die im Winter besonders lange tut, und die Kühe fleißig Fladen legen. Ist es dunkel und drehen sich die Rotoren der Windkraftanlagen nicht, muß freilich auch dieser Anteil durch Kohle- und Atomstrom ergänzt werden, das tut unserer Freude aber keinen Abbruch.

Ganze 230 Minuten des Tages, so der Wind weht und unsere Erdhälfte der Sonne zugewandt ist, könnten also schon durch erneuerbare Energien fröhlicher und heller gemacht werden, was fast vier Stunden sind, natürlich nicht am Stück, sondern fein verteilt, in der restlichen Zeit ist es zappenduster, dreht sich kein Rad, dudelt kein Radio oder TV, bewegt sich keine Maschine, vom elektronischen Datenverkehr wollen wir gar nicht reden, die elektronischen Anträge schlummern eben so lange auf den Festplatten der Computer, genau so lange, wie der Geldautomat kein Geld ausgibt und der Kaffeeautomat keinen Kaffee ausspuckt. Ist das nicht grandios?

Wir hätten eine Situation, vergleichbar mit den Nachkriegsjahren, als der Strom da war, wenn er da war, und das war nicht sehr häufig. Und darauf können wir doch mal so richtig stolz sein, wo wir uns hinentwickelt haben.

*von erneuerbaren Automobilen zu schreiben oder erneuerbaren Schuhen zu sprechen, wenn neue angeschafft werden müssen, das ist unseren Politikern allerdings noch nicht eingefallen, es kommt aber mit Sicherheit.

Es ist geschafft

Oberlehrer, Anwälte, Zahnärzte und andere Weise bringen uns Licht und Wärme aus erneuerbaren Energien

3 Responses to “Hipp Hipp Hurra”


  1. 1 Prosemit 28. Dezember 2009 um 08:06

    Photovoltaik ist eine ganz tolle Sache. Ich finde die Solarpanels auf den Hausdächern prima.

    Die Leute lernen. Mehr von Elektrotechnik und Physik, als sie eigentlich jemals wissen wollten – angefangen von Solarkonstanten bis zu Sonnenwinkeln in der Winterhalbzeit und Bedeckungsgrad des Himmels.

    Die, die dann die Prüfung bestanden haben suchen nach den Steinen in der richtigen Grösse für die, die ihnen solchen Unfug verkauft haben.

  2. 2 Rucki 28. Dezember 2009 um 09:14

    Photovoltaik-Strom kann man auch Nachts erzeugen.

    Du benötigst eine Starkstromsteckdose (die vom Nachbarn) dann drei 2000-Watt High-Power Scheinwerfer ans Dach montiert und los gehts. Sonne weg, Scheiwerfer an und schon funzt es.

    Sollte der Nachbar Wind davon kriegen, dass du seine Steckdose benutzt, sollte die Beziehung zu ihm „Erneuerbar“ sein, ansonsten hast du ein Problem.

    Viel Spass beim Strom erzeugen und wenn kein Wind geht, blast doch mal ein bisschen, die Landesbanken haben mit „Blasen“ auch schon tolle Sachen gemacht, es soll sogar Damen geben die „Blase“ als Dienstleistung anbieten.

    Ich hör jetzt besser auf!

  3. 3 Blond 28. Dezember 2009 um 11:53

    Ey, bei mia kommt Schtrom ausse Dose – ejal, ob neu odda alt.
    De Dose, meene icke.
    Un‘ jruen sin‘ die vons E-Werch nich‘.
    Ha‘ ick selba schon jeseh’n, die Purschen, die!
    Zua Sonne:
    die scheint imma.
    Ha‘ ick mia ma‘ erklaer’n lass’n.
    Hab fajess’n, wie 😦


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