Archiv für Dezember 2009



Schnell wie der Blitz

Zusammengeklaut oder nicht, während zivilisationsüberdrüssige Deutsche das Los der vieräugigen Waldschnepfe beklagen, das es durch Verhinderung des technischen Fortschritts zu verhüten gilt, glaubt China fest daran, daß es etwas Gutes sein muß, schneller als zuvor ans Ziel zu kommen. Aber hätte dann Goethe seine italienische Reise so schreiben können, an Bord des schnellsten Zuges der Welt?

Hipp Hipp Hurra

Schon 16 Prozent deutscher Strombereitstellung geschieht aus erneuerbaren Energien, schreibt DER WESTEN, also Energie, die gar nicht zuende geht, weil sie  immer wieder neu produziert wird*, weshalb sie auch erneuerbar heißt, wenn Wind weht, die Sonne scheint und die Kühe furzen. Jetzt können wir die restlichen 84 Prozent aus Kohle- und Kernkraftwerken beruhigt abschalten, so lange, wie geschrieben, Wind weht, die Sonne scheint, was die im Winter besonders lange tut, und die Kühe fleißig Fladen legen. Ist es dunkel und drehen sich die Rotoren der Windkraftanlagen nicht, muß freilich auch dieser Anteil durch Kohle- und Atomstrom ergänzt werden, das tut unserer Freude aber keinen Abbruch.

Ganze 230 Minuten des Tages, so der Wind weht und unsere Erdhälfte der Sonne zugewandt ist, könnten also schon durch erneuerbare Energien fröhlicher und heller gemacht werden, was fast vier Stunden sind, natürlich nicht am Stück, sondern fein verteilt, in der restlichen Zeit ist es zappenduster, dreht sich kein Rad, dudelt kein Radio oder TV, bewegt sich keine Maschine, vom elektronischen Datenverkehr wollen wir gar nicht reden, die elektronischen Anträge schlummern eben so lange auf den Festplatten der Computer, genau so lange, wie der Geldautomat kein Geld ausgibt und der Kaffeeautomat keinen Kaffee ausspuckt. Ist das nicht grandios?

Wir hätten eine Situation, vergleichbar mit den Nachkriegsjahren, als der Strom da war, wenn er da war, und das war nicht sehr häufig. Und darauf können wir doch mal so richtig stolz sein, wo wir uns hinentwickelt haben.

*von erneuerbaren Automobilen zu schreiben oder erneuerbaren Schuhen zu sprechen, wenn neue angeschafft werden müssen, das ist unseren Politikern allerdings noch nicht eingefallen, es kommt aber mit Sicherheit.

Es ist geschafft

Oberlehrer, Anwälte, Zahnärzte und andere Weise bringen uns Licht und Wärme aus erneuerbaren Energien

Umar Farouk Abdulmutallab

Zu einem völlig überzogenen  Zwischenfall an Bord eines Flugzeugs kam es, als der von der Islamophobie der Mitpassagiere völlig überraschte  Umar Farouk Abdulmutallab  versuchte, auf dem Weg des Dschihad , das Flugzeug samt Passagieren zum Absturz zu bringen, mittels des Entzündens chemischer Substanzen. Wie auch im Falle des gestoppten Schuhbombers wurde hier ein friedlicher Mensch, ein guter Moslem, daran gehindert, seiner Religion nachzugehen, wie wir im Schreiben „Kuffarfeste“ lesen durften, die Vorbedingung, daß uns die Moslems gut behandeln. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie die Empörung der arabischen Welt über diesen Vorfall nun aussehen wird. Wird es ein unbescholtener Allahdist künftig noch wagen dürfen, mitten im Flug ein Flugzeug zum Absturz zu bringen, ohne gleich scheel angeblickt zu werden? Ich meine nein!

Uneingeladen zum Ball

Für alle großen und kleinen Fans fern der Heimat.

Der Film

Dreaming of a white Christmas

„Mustafa ist Italiener.“ Denn Mustafa ist ein typischer italienischer Name und Italiener werden grundsätzlich schwarz geboren. … Ausserdem sprechen sie nur Senegal. Die Italiener. Unsere Deutschen sprechen ja auch nur Türkisch. Weshalb sie die Presse Hans und Klaus nennt, wenn sie im Überschwang jemanden zusammengetreten haben.

Der Friede muß bewaffnet sein

Margot Käßmann, Oberhäuptin einer Vereinigung, die Gespräche mit Leuten sucht, die anderswo Mädchen, die zur Schule gehen, Säure ins Gesicht schütten, die sich in Hotellobbys inmitten der Gäste in die Luft sprengen, die Schulen verbrennen, Entwicklungshelfern die Hälse durchschneiden, hat sich jetzt dafür ausgesprochen, diesen Leuten, den moderaten Taliban, und Brüdern im Glauben Margot Käßmanns, endlich freie Hand zu lassen. Die islamische, Verzeihung, evangelische Landesbischöfin und Vorsitzende der EKD, ein Ableger der Al Kaida, muß man annehmen, ist der Meinung, Verbrechern mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten, sei keine Lösung, diese an ihren Verbrechen zu hindern, schon gar nicht. Weshalb deutsche Soldaten schleunigst, aber geordnet, die Beine in die Hand nehmen, und aus ihren Feldlagern in Afghanistan nach Deutschland retirieren sollten, während ihre kämpfenden Verbündeten die Lücke gefälligst zu füllen hätten. Besser wäre aber, die würden den Steinigern und Hinrichtern auch ihren Platz überlassen, die Frau weiß eben, was Koranschüler wollen.

Außerdem wären das ja auch keine Verbrechen, eher Dialogangebote. So würde jedes von Säure verätzte afghanische Frauengesicht, jede verbrannte Schule, jeder ermordete Mensch ein Schrei nach Liebe und ein Betteln um Zuneigung durch die moderaten Taliban sein, den Koranschülern, und ihnen gehört das Herz dieser Frau, soviel ist sicher. Außerdem hätten sich die frühen Christen auch klaglos von den Löwen fressen oder ans Kreuz nageln lassen, soviel Einsicht müsse sie auch von den Afghanen verlangen, die kein Interesse daran zeigten, wie unter den moderaten Taliban zu leben.

Schon bald wird sich Frau Käßmann nach Afghanistan aufmachen, zu den moderaten Taliban, um mit ihnen in den interreligiösen Dialog zu treten und Auge in Auge mit ihnen zu diskutieren,  ob es immer gleich nötig ist, Säure zu verwenden, gegen Schülerinnen, und wenn, ob nicht vorher Schmerzmittel verabreicht werden könnten. Eine Weihnachtsbotschaft nach meinem Herzen.

Indes wurde nicht bekannt, daß irgend jemand vom Schlage Käßmanns die Säure verspritzenden und mordenden Koranschüler aufgefordert hätte, ihr Morden zu beenden, weil sie die Friedensbotschaft Jesu nicht kapiert hätten. So etwas verbietet sich für Leute wie Frau Käßmann, die uneingeschränkt für die freie Religionsausübung der moderaten Taliban eintritt und wenn dazu gehört, Menschen umzubringen, um die Zärtlichkeiten von 72 Jungfrauen zu genießen, Frau Käßmann wäre die letzte, die dagegen predigen würde. Und ist das nicht ein feiner Zug von ihr? Ich glaube schon.

Frau ans Gewehr

Das Jesuskind

Mütterchen spricht:  Als die Hirten am Felde waren, schien vom Himmel ein helles Licht, und sie sahen der Engel Scharen. Aber im Stall war derweil das Wunder geschehen, und es kamen von überall viele Leute, das Kind zu sehen. Aber wie arm lag das Kindlein auf Stroh gebettet! Lag das Kindlein, – daß Gott erbarm! – Welches später die Welt gerettet.“

„Mütterchen sag, lag es denn nicht in einer Wiegen? Mußte es an dem kalten Tag bis zum Himmel herunterfliegen?“ „Freilich mein Kind, Nackend, wie es die Hirten fanden. Und ein Ochs, ein Es`slein sind in dem Stall dabeigestanden. Rührung ergreift, atemlose, die Kinderherzen. Eine Ahnung hat sie gestreift von der Armut bitteren Schmerzen.

Aber Papa war kein Freund von den alten Mären, denn er glaubte, sie seien da für die niederen Gesellschaftssphären. „Höret doch nur,“ sprach er zu den weinenden Knaben, „bei der dortigen Temperatur kann das Kind nicht gefroren haben.“ (Peter Schlehmil, Simlizissimus 22. Dezember 1903)

Ziemlich nach Hans Christian A.


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