Archiv für 20. Januar 2010

Türkische Literaturkritiker

töteten vor drei Jahren den türkischen Schriftsteller Hrant Dink, eine Tat, der wir nur wenig Empathie entgegenbringen können, also Mitgefühl, und das ist es ja, zu was uns wunderbare Verbandstürken und Muslime, die in Deutschland wohnen und sagen, wie wir im eigenen Land leben sollen, immer wieder aufrufen, mehr Einfühlungsvermögen mit den großartigen jungen Männern zu zeigen, die ihre Abneigung zum geschriebenen Wort nur auf diese Weise Ausdruck zu verleihen im Stande sind. Und da haben wir wirklich noch viel Arbeit vor uns. Erst wenn wir so weit sind, die Ermordung von Journalisten, Filmemachern oder Literaten als berechtigte Kritik zu begreifen, erst dann sind wir bereit, der Türkei beizutreten. Vorher führt da kein Weg hin, was auch gut so ist.

Siedeln im Überflutungsgebiet

Während die Weltgemeinschaft durch das merkelgemachte Erdbeben abgelenkt ist und gespannt auf die colorierten Plünderer starrt, vollendet Israel den Genozid am jammernden palästinensischen Volk, das der Welt so viele wunderbare Sachen bescherte, wie Flugzeugentführungen, Selbstmordbomer und Qassamraketen, sowie der Gewohnheit, seine Nachbarn damit zu beschiessen. Ohne Vorwarnung, so der Sender, öffnete Israel einen Damm, um überschüssiges Regenwasser abzulassen, Menschen, die im Überflutungsgebiet leben, um medienwirksam um neuen Hausrat zu betteln, haben das Nachsehen. Es ist eine Schande. Ob Israel auch am merkelgemachten Klimawandel die Hauptschuld trägt, das wird die UNO zu untersuchen haben, aber erst, wenn die Helfer in Haiti alle Toten begraben haben, die Häuser wiederaufgebaut und jedem Hatianer ein monatliches bedingungsloses Grundeinkommen garantierten. Was sein muß muß nämlich sein.

Spül mir das Salz von der Haut

Heiliger Bimbam

Was jedem mit ein wenig Verstand inzwischen aufgefallen sein dürfte, inzwischen hat es auch die Staatsanwaltschaft nach langem , intensiven Grübeln herausgebrainstormt:

Auch die braunen Dumpfbacken haben das Recht, Versammlungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, wenn die Demo gestattet wurde.

So Staatsanwalt Avenarius, der damit eine unglaubliche Kenntnis des Grundgesetzes preisgibt  und eine Haltung als unparteiischer Staatsdiener, die die Dumpfbacken als solche erkennt, weil sie eben braun sind.

Nur Claudia Roth, durch Worte und Taten bekennende Undemokratin, die gerne selber festlegt, für wen in diesem Land die Versammlungs- und Meinungsfreiheit gilt, zeigte sich empört, vor allem daß es heute immer noch  Richtern möglich sei, jedem zu gestatten, sich friedlich unter freiem Himmel oder Gebälk zu versammeln und in Schrift und Wort seine Meinung zu äussern, obwohl es nicht die ihre ist.

Es sei erklärungswürdig, wenn die Polizei engagierte Menschen kriminalisiere, die sich den Alt- und Neu-Nazis friedlich in den Weg stellen wollten

Frau Roth besteht weiterhin darauf, daß alle Demonstrationen und politischen Kundgebungen über ihr Büro angemeldet sein müssten, um zu prüfen, inwieweit diese mit den Zielen der GRÜNEN, die Demokratie abzuschaffen, und insbesondere mit den Vorstellungen Frau Roths übereinstimmten. Das wäre ihr gutes Recht, wiederholte die Bündnisgrüne wiederholt und fassungslos. Ich kann nur hoffen, jemand pfeift diesen Staatsanwalt zurück. Genug Schaden hat er ja angerichtet.

Engagierte Menschen

Bunt und apathisch

Woanders morden sie das heldenhafte Volk der Palästinenser dahin, das nur noch wenige hundert Köpfe zählt, das Erdbeben in Haiti gibt ihnen aber die Möglichkeit, sich als Menschenfreunde zu präsentieren. Wieder und wieder vergraben sie eine von der Straße entführte Haitianerin, um sie dann kamerawirksam aus Trümmern zu  retten. Dafür war das merkelgemachte Erdbeben nicht gedacht, jedenfalls nicht als Werbeveranstaltung für den Staat Israel! In der Zwischenzeit stehen die  Brüder und Schwestern des von der israelischen Soldateska entführten Mädchens in ohnmächtiger Wut am Straßenrand und warten auf die Freilassung der Entführten, die ihnen endlich das Mittagessen zubereiten soll, aus den Zutaten, die die Weltgemeinschaft dagelassen hat. Darf so etwas geduldet werden? Ich sage nein!

Man beachte die Maschinenpistole, die von der Schulter eines Begleiters baumelt. Na, wenn das keine Landnahme ist, was ist es dann?

Wieder und wieder und wieder

Unser Großer Bruder

Google, der unermüdliche Datensammler, der nichts vergißt und auch noch zwanzig Jahre später Informationen über dich preisgibt, die Du damals lieber nicht dem WWW anvertraut hättest, ist nicht nur ein netter Kumpel, der völlig uneigennützig Deine Hausaufgaben erledigt oder für Dich Deine dreckigen Socken suchst,  nein, Google entpuppt sich immer mehr als Wohltäter der Menschheit.

Schon vor dem Aufstehen und Zähneputzen fragt er ganz besorgt, ob man den Erdbebenopfern in Haiti heute schon gespendet hat und falls ja, weist er dann darauf hin, wo man das dann tun kann. Eine feine Sache.

Besonders die Zusicherung, daß Spenden an UNICEF dazu beitragen, daß Kinder nicht mehr ausgebeutet werden, zum Beispiel durch die deutsche Werbeindustrie oder daß sie nicht mehr zum Einkommen ihrer Familie beitragen müssen, weil daß dann der Spender mit seiner Spende übernimmt, dürfte jedes mitfühlenden Menschen Herz höher schlagen lassen. Auch das mit dem Leid, das UNICEF von jedem Kinde fernhält, dessen es habhaft werden kann, hätte mich fast überzeugt.

Letztendlich habe ich mich aber dann doch entschlossen, eine Karte von Haiti zu malen, jenem unerforschten Land, in dem die Menschen Barrikaden errichten und anzünden, damit die Welt ihre Toten schneller begräbt. Nun warte ich darauf, daß Google mir Buntstifte und Malsachen schickt, schliesslich sind die Helfer ja auf mich angewiesen.


Blog Stats

  • 2.178.266 hits

Archiv