Schüsse in die Beine

Was für Yuppieschweine manchem Berliner Recht ist, muss bei anderen Zielpersonen nicht immer billig sein. Wie immer, wenn Frauen involviert sind, schlägt in uns das mitfühlende Herz und wir verzichten auf solch journalistisch-investigative Fragen wie, hat sie denn auch alle Dialogversuche unternommen, die möglich waren? Hat sie den, der mit der Waffe auf sie zielte, vielleicht erst durch ihre Anwesenheit provoziert? (Sehr wichtig!) Sind ein paar zertrümmerte Einrichtungsgegenstände und blaue Flecken es wert, dafür die Beendigung eines wertvollen Lebens in Kauf zu nehmen? (Noch viel tiefgründiger!)  Musste die Sonntagsruhe durch Schüsse gestört werden, wo die Menschen doch schlafen wollen oder gemütlich mit ihrem Hunde am Kaffeetisch sitzen? (Das ist doch der entscheidende Punkt!)  Was ist mit den spielenden Kindern auf der Straße, von denen wir ausgehen müssen, daß sie hätten ja da sein können? (Aber mit Sicherheit!) Und zuallerletzt, war das wirklich nötig? Wild in der Gegend herumzuballern?

Aber wie gesagt, weil eine Polizistin dieses mal die Amokschützin war, verzichten wir darauf, wie auch DER TAGESSPIEGEL. Und wir tun Recht daran.

Hingemetzelt von Polizeikugeln

Ein wertvolles Leben einfach ausgelöscht. Wie lange noch? Aber wenigstens gibt es nun neue Uniformen.

4 Responses to “Schüsse in die Beine”


  1. 1 Prosemit 1. Februar 2010 um 07:25

    Hach, ist das ein schöner Bericht!

    Zwei Frauen aus der Häkelrunde „Linke Masche“ durften endlich einmal Prosa schreiben. Immer diese Gedichte über laue Maiennächte und spriessende Gefühle in erwachenden Kindern mit schwellenden Busen, die niemand lesen will, sind ja langweilig. Aber der Tagesspeigel zeigt ein Herz und gibt den Dichterinnen die Möglichkeit, eindlich einmal ihre Ergüsse gedruckt zu sehen :

    „Acht Kugeln flogen durch die kalte Nacht“ (Tagespiegel) ist das nicht Poesie auf allerhöchstem Niveau, so wie „Maienblümlein nach lauer Nacht, öffnen langsam der Blüten Pracht“? ( aus Prosemits Gedichtband: „Frauenherzen plückt man nicht ohne Schmerzen“, Eigenverlag 2005)

  2. 2 Karl Eduard 1. Februar 2010 um 07:57

    Oh ja. 😉

  3. 3 ostseestadion 1. Februar 2010 um 08:38

    ab wieviel straftaten und haftbefehlen steigt ein kleinkrimineller zu einem mittelkriminellen auf ?
    160 und drei haftbefehle reichen offenbar noch nicht. in der heutigen zeit.

  4. 4 Ernie Souchak 1. Februar 2010 um 16:16

    Warum darf unsere Polizei überhaupt noch Waffen tragen?


Comments are currently closed.



Blog Stats

  • 2.183.723 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: