Archiv für 11. Februar 2010

Die Kollektivierung Berlins

Gestern rief jemand an, das Auto seiner Tochter, die in Berlin arbeitet, wäre ein Opfer der Flammen geworden. Was ja nichts neues ist, in dieser Stadt. Ein PKW wurde angezündet und drei weitere kamen durch den Brand zu Schaden. Das Mädchen, das immer noch dem irren Wahn anhängt, in Deutschland müsste man für seine Existenz arbeiten, ist nun in der dummen Lage, daß ihr Fahrzeug futsch ist, weil das Geld nur für die Haftpflichtversicherung reichte. „Na dann fahre doch Busse und Bahn – und laß Dich dort zusammenschlagen!“ Oder nimm die Fahrbereitschaft des Bundestages. Da passiert dir nichts. Und Du siehst die Welt mit ganz anderen Augen. Oder werde doch regierende Bürgermeisterin oder Polizeipräsidentin. In Berlin. Die machen sich auch nichts draus. Daß anderen ihre Autos angezündet werden, die sind höchstens für die Schwulenbeflaggung zuständig oder fürs Häppchenessen.

Noch besser aber, wie der Rat des Kollegen an den verstörten Vater lautete, „wer in solch einer Stadt lebt, der muß sich darüber nicht wundern, wo wir wohnen passiert so etwas nicht, hier ist die Welt noch normal.“

Ja, aber wie lange noch, wo Berlin doch immer Vorreiter ist? Wo unter Mittäterschaft von CDU, SPD, und FDP die brandschatzenden Horden von GRÜN und LINKS nur müde diskutiert werden, ist das Anzünden von Autos nun ein Protest gegen den repressiven Staat, eine Demonstration gegen zu viel Freizeit oder sind das stumme, aber feurige Hilfeschreie nach mehr Liebe und Zuwendung? Ganz klar ist es fast  jedesmal eine persönliche Tragödie für den Kfz-Besitzer, der sich nun Gedanken darüber machen muß, wie wird der Rest beseitigt, wo bekommt er ein neues Auto her, wenn er sich das überhaupt noch leisten kann, und wenn ja, wird er nachts noch ruhig schlafen können, wenn sein Produktionsinstrument draussen steht, den Berlinern schutzlos ausgeliefert?

Die Kollektivierung Berlins ist schon so weit vorangeschritten, wo ja bekanntlich alles allen gehört, daß der arbeitscheuende Werktätige sein Recht an der Teilhabe am Eigentum anderer für völlig selbstverständlich hält und natürlich auch sein Recht, das sauer Ersparte anderer Leute zu vernichten, wie es ja auch sein Recht ist, jedem, der sich diesem gesellschaftlichen Fortschritt in den Weg zu stellen versucht, zu beseitigen. Und da kann ich nur sagen, gute Nacht Marie.


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