Archiv für 12. Februar 2010

Untragbar

für die, die von der Gesellschaft leben und selber nichts positiv verwertbares zu ihr beitragen. Diese Bürgermeisterin muß weg. Sie mutet Zossener Bürgern nicht nur zu, selber ihren Lebensunterhalt, mit eigener Hände Arbeit womöglich noch,  zu verdienen, nein, sie schafft auch noch die Voraussetzungen dafür.  Setzt sich also für das Gemeinwohl ihrer Stadt mit Taten und nicht nur mit Worten ein.

Die 17000-Einwohner-Gemeinde ist eine der wenigen Städte im roten Brandenburg, die keinen roten Bürgermeister haben. Allerdings war hier nicht die CDU, sondern eine Bürgerinitiative mit dem sinnigen Namen „Plan B“ erfolgreich. Sie stellt im Kreistag zwei Abgeordnete, im Stadtparlament von Zossen ist sie sogar etwa so stark wie SPD und Linke zusammen. In der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters erhielt Michaela Schreiber von „Plan B“ 2003 63,5 Prozent der Stimmen. „Zossen ist demokratisch unterentwickelt“, zeterte der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Schulze.

Die Bürgermeisterin hat es seither verstanden, Geld und Unternehmen in den Ort zu locken. Ihr Rezept: niedrige Steuern. Der Gewerbesteuerhebesatz ist mit 200 Prozent so gering wie nirgendwo anders in Brandenburg. Bereits zwei internationale Konzerne haben ihren Firmensitz in den kleinen Ort verlegt. Zwar schimpfen SPD und Linke von verschenkten Steuereinnahmen und vom „Steuerparadies Zossen“, aber 71 weitere Unternehmen wollen nach Zossen umziehen. Das bedeutet Geld für die Stadtkasse und Arbeitsplätze für die Bewohner. Das Städtchen musste gar wegen zu reichhaltiger Steuereinnahmen eine Ausgleichsabgabe von 70000 Euro an den Kreis abführen.

Noch schlimmer aber, sie widmet den ganzen alimentierten „bunt statt braun“ – Organisationen nicht ihre  ungeteilte Aufmerksamkeit, wo die doch alleine dafür sorgen können, daß aus dem fruchtbaren Schoß nicht noch weiteres quillt. Pfui Deibel.

Wie geht es der Schweinegrippe?

Jener tödlichen Krankheit, zu deren Bekämpfung sich die Kanzlerin der Herzen, des Klimas und der Einfältigen öffentlichwirksam vor einer versammelten Volksmenge unterm Brandenburger Tor hat impfen lassen? Nun hat der fallende Schnee die Toten gnädig bedeckt und nur in der Nacht kann man die Hirsche röhren hören, die sich mangels Futter um die Kadaver schaaren, um sie lebendigen Leibes zu fressen. Nie war Deutschland so bedroht, sieht man mal von Steuerflüchtlingen, muslimischen Attentätern, abschmelzenden Polen und der daraus resultierenden Flut ab, die so sicher kommt, wie die Vogelgrippe mit den einfliegenden Vögeln und dem Rinderwahn mit der Auslieferung der Bouletten. Eine gespenstische Funkstille herrscht, die nicht allein an den fast verwaisten Redaktionsräumen der Tageszeitungen und den Sendestuben der Öffentlich  Rechtlichen liegen kann, auch dort hat die Epidemie unbarmherzig zugeschlagen. Wir haben letztendlich nur überlebt dank weiser Regierungsumsicht und einer begnadeten Epidemiebekämpferin, die auch darin gut ist und wir danken ihr dafür, von ganzem Herzen. Was sind dagegen Pest und Cholera, die es gab zu einer Zeit, als Regierungen wissenschaftlich den Verlauf von Epidemien auswerten liessen um neuen Ausbrüchen vorzubeugen? Das aber war, als Wissenschaftler Wissen schafften, in dem sie forschten, nicht, in dem sie von Wikipedia oder den Kletterberichten von Bergsteigern abschrieben. Schlimme Zeiten und gut, daß sie vorbei sind.

Bildquelle: Reichstagsprotokolle

Snowmaggedon

Jeden Tag, da die böse Hexe des Ostens und ihr Meister, Al Gore, Städte unter Eis und Schnee begraben, danken es ihr die wackeren Menschen, denn nun dürfen die Eisbären hoffen, endlich trockenen Fußes bis nach Florida zu kommen und das ist es doch, was Dr. Angela Merkel und den damaligen Sigmar Gabriel bewogen hat, nach Grönland zu düsen, Schmelzwasser an Gletschern zu bestaunen und daraufhin die Elemente zu entfesseln. Natürlich ist ein solcher Schneefall der Beweis, es wird wärmer. Wer würde auch solchen Erzlügnern im Klimawandelfolgenforschergewand widersprechen? Ich nicht!

Snowpocalypse: Day Two

Karl der Käfer

wurde bekanntlich nicht gefragt, man ihn einfach davon gejagt und deshalb dauert er uns heute immer noch und sämtliche Wirtschaftsinvestoren machen um Sachsen-Anhalt einen Bogen, wenn übersättigte aber engagierte Sozialgeldbezieher gegen den Ausbau der A14 trommeln oder gegen ein Kohlekraftwerk, die Gefahr, es könnten Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt entstehen, die ist einfach zu hoch.

Viel lieber hängen wohlsituierte Zähnebohrer ein „Kohlekraftwerk – nein Danke!“ aus dem Fenster und stellen leicht Debile rote Kreuze an ihre Türen oder vor ihre Läden, als hätten ihre Eltern in der DDR nicht schon Schlimmeres eingeatmet als ungefilterte Kraftwerksabgase und das war zu Zeiten, als wegen des Wohls der Menschen, die Filteranlagen weggelassen wurden, zu teuer, zu westlich, erst muß der Sozialismus siegen, dann wird es uns besser gehen. Inzwischen geht es uns besser, gerade ohne Sozialismus. Nicht allen aber das war auch im Sozialismus nicht der Fall. Was immer wieder verdrängt wird.

Während also Unsere Menschen inzwischen gelernt haben, daß man nicht mehr arbeiten muss, weil die, die das noch tun, sie mitversorgen, und Umweltminister ankündigen, jegliche Landesbeteiligung an Investitionen an  ihren prognostizierten Auswirkungen auf die künftige Klimaentwicklung zu prüfen, tauchen neue Bedrohungen für die kleine anheimelnde HARTZ IV-Welt auf, es gibt aktuelle Beschlüsse von den Ersten Bezirkssekretären der Nationalen Front, die wieder einmal zeigen, wie sehr die Bildung bereits in diesem unserem Lande durch Diebstahl verringert wurde.

Hartz-IV-Familien mit Kindern, in denen Vater und Mutter arbeitslos sind, sollen in Sachsen-Anhalt mehr Unterstützung bekommen. Das vereinbarten die Landesregierung, die Bundesagentur für Arbeit und der Landkreistag am Donnerstag in Magdeburg. Ziel ist es, mindestens einem Elternteil in diesem Jahr einen Arbeitsplatz anzubieten oder Betroffene gezielt für eine Tätigkeit zu qualifizieren. Die Familien sollen dazu mehr beraten und verstärkt bei Arbeitsmarktprogrammen berücksichtigt werden. Zudem wollen Arbeitsagentur und Kommunen verschiedene Initiativen für Langzeitarbeitslose starten, wie die beteiligten Partner mitteilten.

Letztere werden wahrscheinlich  aus Sackhüpfen oder Eierlaufen bestehen, denn wer die Möglichkeit hatte, in fremde Länder zu pendeln, um die Zurückgebliebenen mit seiner Hände Arbeit zu ernähren, der hat es bereits getan, zurück bleiben die Faulen und bodenlos Dummen und die, die sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern wollen, weil sie wissen, dafür zahlt die Gemeinschaft. Wo jetzt aber die Arbeitsplätze geschaffen werden, vielleicht im öffentlichen Dienst, da, wo Land oder Kommunen als einziges tatsächlich Arbeitsplätze schaffen können, da schweigt der News-Ticker. Wie er auch dazu schweigt, was denn die letzten Unternehmen dazu sagen, die in Sachsen- Anhalt noch beheimatet sind und in denen doch erst ein Bedarf nach Arbeitern und Angestellten da sein muss, wenn es bei dieser Initiative mit rechten Dingen zugehen sollte. Aber denen geht es wie Karl dem Käfer.

In Schnee und Eis, in dem wir dank der merkelgemachten Erderwärmung versinken, sah ich übrigens noch keine FDJ-Brigade, bestehend aus HARTZ-IV-Vätern, den Schnee aus den enger werdenden Gassen schaffen. Warum nicht? Zu teuer sagen die Kommunen. Ja, aber mit den Arbeitsplätzen da wird es dann was. Ganz sicher. Vielleicht machen sie ja mit der A 14 weiter. Wer weiß?

Stolz auf Arbeit – völlig verrückt!

Gut, daß wir das endlich überwunden haben. Die Arbeit, wie auch den Stolz darauf. Etwas geleistet zu haben. Und schlimm, daß wir auf so etwas heute noch fahren! Das ist nun wirklich Autobahn.


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