Archiv für 13. Februar 2010

Immer übers Essen meckern

Der erste deutsche Stalingradfilm, in dem sich deutsche Schauspieler, die heute zum Teil schon verstorben sind, die ersten Sporen und rumänische Tapferkeitsmedaillen verdienten. Damals waren die Deutschen im fremden Land noch kernige Kerle, die mit der alleinerziehenden Russin und ihren vier Ofenbankkindern die geplünderten Lebensmittel teilten. Aber am Schluss, wo die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr aufklafft, da wird wieder nur übers Essen gemeckert. Wieso dann noch ein bunter deutscher Stalingradfilm gedreht werden musste und noch einer in den Schneesteppen Brandenburgs, das wissen nur die einfallslosen Regisseure allein.

Dietrich Kittner, Kabarettist, verdiente sich übrigens auch bei den Dreharbeiten ein Taschengeld als verkleideter Rumäne. In einem seiner Bücher berichtet er amüsant, was Uniformen so ausmachen, wo  in den Drehpausen auch immer schön die Rangordnung eingehalten wurde, Generalstab beim Generalstab und die übrigen Offiziersdienstgrade fein abgestuft. Zumindest Günter Pfitzmann konnte ich namentlich erkennen, der hat ja nachher als Doktor vom Bülowbogen für seine Schandtaten im Kriegsfilm gebüsst. Und auch Loriot trug bei der Abwehr der Invasion in der Normandie deutsche Uniform, im Film Der längste Tag. Na, wenn uns da nicht das Lachen über die Steinlaus im Halse steckenbleiben muss!

Ein Winter draussen, wie 1942

Der Film


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