Archiv für 20. Februar 2010

Deutsche Wertarbeit

Vor 21 Jahren. Das ideale Land für Faulenzer und Tagediebe. Unsere Zukunft.

Unerhört

Cook`s Reisende: Unerhört, wie einen die Beduinen anstarren, wenn man sein Gesicht nicht verhüllt hat. Simplizissimus 1939

Der Krieg vor dem Kriege

Jetzt, wo Griechenland Reparationsansprüche an Deutschland erhebt, was wohl bis zum Sankt Nimmerleins Tag so weitergehen wird, daß Deutschland seinen EU-Partnern zu zahlen hat, für im Zweiten Weltkrieg erlittene Schäden, als wäre der gerade mal zehn Jahre her, da ist es doch schön, daß der ZEITUNGSZEUGE mit dem Hitler-Stalin-Pakt aufmacht und der Nazischriftkundige erlesen kann, wie friedlich das herzliche Verhältnis zu Polen am 23. August 1939 bereits war, das Lärmen vor dem ersten Schuß sozusagen. Auch skrupellose Sachen erfährt man, zum Beispiel von einem Rechtsanwalt, der Juden nach Strich und Faden ausnahm, in dem er ihnen anbot, sie aus dem Reich zu schmuggeln, gegen Bares, versteht sich. Es aber nicht tat. Ob die verhängte Kerkerhaft wegen des Betrugs erfolgte oder wegen des Versuchs, Juden ausser Landes zu bringen, das erfährt der Leser nicht. Aus der FRANKFURTER ZEITUNG: Grafik anklicken, schont die Augen!

Anmerkung: Wenn hier von Volksdeutschen die Rede ist, handelt es sich um die deutsche Minderheit in Polen.

Polnische Grenzwächter schiessen auf deutsche Zollbeamte. Mährisch-Ostrau, 22. August. Am Grenzübergang Mischalkowitz-Süd bei Schlesisch-Ostrau ereignete sich ein Grenzzwischenfall, der nur durch die Kaltblütigkeit der angegriffenen deutschen Zollbeamten keine weiteren Folgen hatte. Zwei reichsdeutsche Zöllner unternahmen längs der Protektoratsgrenze einen Dienstgang, bei dem sie auch in der Nähe der polnischen Grenzwacchtbude am Grenzübergang Mischalkowitz vorbeikamen. In diesem Augenblick gab ein polnischer Polizeibeamter einen Schuß auf sie ab. Gleichzeitig alarmierte er weitere polnische Zollbeamte. … kam es bei Reichswaldau zu einem weiteren Zwischenfall, wobei ebenfalls von polnischer Seite auf eine deutsche Grenzstreife geschossen wurde. … Nach Eintritt der Dunkelheit konnten wiederholt Schüsse auf polnischer Seite gehört werden, die zeigen, daß durch die Truppenzusammenziehung auf polnischer Seite die Nervosität auch bei den Zollbeamten zunimmt. …

Schüsse auf deutsche Flüchtlinge.  Mährisch-Ostrau, 22. August. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß in den nächsten Tagen im Teschener-Bielitzer Gebiet mit einer Aktion gegen die Volksdeutschen zu rechnen ist. … Eine große Anzahl von Volksdeutschen konnte sich der beabsichtigten Verhaftung nur durch die Flucht entziehen…. Welch Schicksal sie erwartet, wenn sie ergriffen werden, kann man aus dem Los des Volksdeutschen Maletta ermessen, welcher von der Polizei unverletzt verhaftet wurde, dessen Tod jedoch nach wenigen Tagen gemeldet werden mußte. … Um die Flucht Volksdeutscher über die grüne Grenze ins Reich zu verhindern, ist der polnische Grenzpostendienst besonders nachts durch Militär verstärkt worden. … Am Sonntag, kurz vor 22 Uhr, überschritten vier zur Grenzwache herangezogene bewaffnete Aufständische die Reichsgrenze an der Zollstraße Hindenburg-Plesser-Strasse und gaben mehrere Schüsse auf den deutschen Zollbeamten ab, der das Feuer erwiderte ….

Überfälle in der Wojewodschaft Posen. Schneidemühl, 22. August. In Rawitsch (Wojewodschaft Posen) wurden hunderte deutscher Geschäftsleute von Polen, die mit Gummiknüppeln und Seitengewehren bewaffnet waren, mißhandelt. … Aus dem Kreise Schubin, in der Wojewodschaft Posen werden weitere Überfälle polnischer Soldaten auf Volksdeutsche gemeldet. … Neuerdings beteiligt sich auch uniformiertes polnisches Militär an der Zerstörung der Wohnungen der Volksdeutschen. … Unter der tschechischen bäuerlichen Bevölkerung des Olsagebietes herrscht wegen des Verhaltens der polnischen Siedlungsbehörden größte Aufregung. Die von der Wojewodschaft Kattowiz in die von der umfassenden Enteignung tschechischer Güter- und Siedlerstellen eingesetzten Zwangsverwalter richten die Güter zu Grunde. ….

In der Nähe der Danziger Grenze überfallen

Ein ganzes deutsches Dorf wandert aus …

So friedlich ist also die Welt im August 1939, daß Hitler einen fingierten Kriegsgrund benötigt, um über das säuglingsfriedliche Polen herzufallen. Weshalb wir den 1. September Weltfriedenstag heissen.


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