Archiv für 22. Februar 2010

Déjà-vu

Karl Marx: „Wir wissen, daß die neuen Kräfte der Gesellschaft, um gutes Werk zu verrichten, neue Menschen brauchen.“

Weshalb die alten vernichtet gehören. Oder diffamiert oder ausgetauscht. Oder gehirngewaschen, mundtot gemacht oder eingesperrt. Jedenfalls angeprangert, völlig ohne den Ausruf, „jetzt aber keinen Generalverdacht!“

Als ich heute las, auch im ehemaligen Kinderheim des Ordens „Salesianer Don Bosco“ in Wannsee sollen sich Erzieher an Minderjährigen vergangen haben. Noch unbestätigten Vorwürfen zufolge sollen Patres in den 50er, 60er und 70er Jahren Jungen geschlagen, in einigen Fällen auch vergewaltigt haben. Das Haus des Don-Bosco-Werks ist 2005 nach 50 Betriebsjahren wegen Geldmangels geschlossen worden. Bis 1997 wohnten dort Waisenjungen und jugendliche Straftäter, erst danach wurden auch Mädchen in der Sozialeinrichtung untergebracht. Ende der 90er soll der Rapper Bushido dort eine Ausbildung zum Maler und Lackierer gemacht haben. –

fiel mir sofort der ZEITUNGSZEUGE ein. Da wurde jeder bestätigte oder unbestätigte Anlaß freudig begrüßt, wie eben jetzt, um ein für alle Mal mit diesen entsetzlichen Kirchen aufzuräumen, bei denen Claudia Roth nur Pol Pot einfällt, die aus unerfindlichem Grund darauf verzichten, Mörder oder Selbstmordattentäter in die Redaktionsstuben zu schicken, wie es Vertreter einer anderen Religion tun, mit den bekannten Ergebnissen.

Herrn Cohn Bendit , Vertreter der aufgeklärteren Zeit, hat zu diesem Thema freilich eine völlig andere Auffassung, als die angeekelten Zeitungsschreiber, das ist hier aber völlig irrelevant.

Hier, in einem dieser Artikel aus der gleichgeschalteten Presse, geht es aber darum, daß Kirchenangehörige dem deutschen Staate Geld entzogen und das wiegt wirklich schwerer, als die Gefährdung von Leben und Gesundheit anderer Menschen, konnte man jüngst von Dr. Schäuble erfahren. Da sind doch 5 Jahre Zuchthaus für Schwester Wernera nur angemessen. Von heute aus gesehen, würden wir Schwester Wernera natürlich wegen Widerstands gegen eine verbrecherische Regierung ein Denkmal setzen, wären nicht erst die Vergewaltiger und Diebe an der Reihe in der langen Kette nationalsozialistischer Gewaltopfer, die alle noch ihrer Würdigung harren.  Etwas ganz anderes sind die Insassen der Steuerdaten-CD, die eine Hehlerregierung ankauft, weil es ein Verbrechen gegen die moderaten Taliban wäre oder linksautonome Auto-, Geschäfte- und Polizistenanzünder, ihnen nicht das Erarbeitete der Staatsbürger zu überlassen. Ein Verbrechen! Wie damals auch.

Auf dem Titelblatt der NATIONAL ZEITUNG – Organ der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei vom 18. Mai 1935 :

Dieser Prozess hat insofern b e s o n d e  r e   B e d e u t u n g , als die Angeklagte Wiedenhöfer Ordensschwester des katholischen Vinzentinerinnenordens ist. … allein auf Veranlassung der Schwester Wernera-Wiedenhöfer wurden 250 000 RM. an eine Schwester in Belgien gezahlt und von Belgien aus wurden dann viele Beträge nach Holland geschmuggelt und dort in Gulden umgetauscht und ohne Genehmigung der zuständigen Devisenstelle ein Teil der Gesamtsumme – etwa 70 000 RM – zur Amortisation einer amerikanischen Anleihe der Vinzentinerinnen verwendet. Für die restliche Summe kauften die Vinzentinerinnen Schuldverschreibungen in Holland. Diese raffinierten Devisenmanöver müssen jeden Deutschen, ob Katholik oder Nichtkatholik, aufs äusserste befremden. bisher hatte man im allgemeinen angenommen, daß sich die Schwestern eines katholischen Ordens andere Aufgaben stellen, als den Staat zu betrügen und dunkle Geldgeschäfte zu tätigen. …

Auch in den folgenden Ausgaben des ZEITUNGSZEUGEN kann der der Nazischrift Mächtige erlesen, wie beispielhaft von den Umtrieben der Kirchen berichtet wird, etwas, das jedes heutige Nationalsozialisten, ähm, Journalistenherz höher schlagen lassen müsste, das  sich in deutschen Zeitungsredaktionen ganz der Aufklärung seiner Leser verschrieben hat, wenn es um die Enttarnung der Verbrecherorganisation Kirche geht. Weiter so, Genossen!


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