Geschichte für runaways

Der amerikanische Bürgerkrieg in 4 Minuten.

13 Responses to “Geschichte für runaways”


  1. 1 Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 09:15

    „Der Amerikanische Bürgerkrieg“ (englischer Originaltitel “The Civil War”) von Ken Burns aus dem Jahr 1990 steht mit seinen 675 Min. in meiner DVD Sammlung (Titelmusik von Jay Ungar).
    Tragisch, ein Teil meiner amerikanischer Verwandten kämpfte für die CSA und ein anderer für die USA.
    Eigentlich ist der Begriff Bürgerkrieg (inkl. Rebellen für die Südstaatler falsch), da sich die CSA das in der Verfassung verankerte Recht auf Austritt aus den USA nahmen und in ihrem Selbstverständnis einen eigenen Staatenbund bildeten.
    Für mich ist dieser „Bürgerkrieg“ inzwischen Symbol für den US-amerikanischen Imperialismus geworden. Die Sklavenfrage, welche sich m.E. über die Jahre von selbst gelöst hätte (Druck aus Europa) gilt mir, wie das Zitat von Lincoln belegt, nur als vorgeschobener Grund.

    My paramount object in this struggle is to save the Union, and is not either to save or to destroy slavery. If I could save the Union without freeing any slave I would do it, and if I could save it by freeing all the slaves I would do it; and if I could save it by freeing some and leaving others alone I would also do that. What I do about slavery, and the colored race, I do because I believe it helps to save the Union; and what I forbear, I forbear because I do not believe it would help to save the Union. I shall do less whenever I shall believe what I am doing hurts the cause, and I shall do more whenever I shall believe doing more will help the cause. I shall try to correct errors when shown to be errors; and I shall adopt new views so fast as they shall appear to be true views.

    Letter to Horace Greeley (22 August 1862)
    Abraham Lincoln (12 February 1809 – 15 April 1865) was the 16th President of the United States and led the country during the American Civil War.

    Und in der heutigen Zeit kämpfen die Southerns um ihre Geschichte, welche man ihnen in den letzten Jahren nach und nach nimmt:

  2. 2 Karl Eduard 6. März 2010 um 10:37

    Wie nimmt man ihnen die Geschichte?

    Ich wollte, die Deutschen wären in der Lage solch Dokumentationen ohne erhobenen Zeigefinger zu machen. Stoff gäbe es ja genug. Die angesproche Dokumentation habe ich auch.

  3. 3 Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 11:13

    „Wie nimmt man ihnen die Geschichte?“

    u.a. durch Umschreibung bzw. Auslassung (s. Zitat von Lincoln oder Verschweigen des eigentlichen, verfassungsrechtlichen Konflikts -> Ablösungsrecht), Folge: die CSA waren die Bösen.

    u.a. durch das Verbot des Southern Cross an öffentl. Gebäuden – das das zugehörige Doku-Video ist aus YouTube inzwischen auch verschwunden.

    Ich habe vor längerer Zeit einmal mit einem Blogger aus den Südstaaten darüber geemailt, er schrieb mir einiges zur Sache, dabei Details, die uns hier nicht verständlich sind.

    Aber, in den Südstaaten bzw. mit den Südstaaten geschieht das, was sich auch in Deutschland bezüglich Geschichtsschreibung vollzieht, weshalb mich das Thema – in Verbindung mit meinen familiären Wurzeln in den USA bzw. CSA, ich in ja 1/4 Ami (Migrationshintergrund und gut integriert, lol) vor einigen Jahren zu interessieren begann.

    Hier noch ein schöner Song

  4. 4 Karl Eduard 6. März 2010 um 11:57

    Das wusste ich nicht, daß das auch in Amerika derartige Ausmasse angenommen hat.

  5. 5 Karl Eduard 6. März 2010 um 12:02

    Einer meiner Lieblinge

  6. 6 Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 12:31

    Oh klasse, ich lieb ja auch Irish Folk und kannte das Video bislang nicht.

    Ich habe jetzt auch die Seite des Blogers aus den Südstaaten wiedergefunden: americancivilization.net

    Sein dortiges Blog namens „Deo Vindice“ hat er inzwischen bei wordpress gehostet.
    Link: Deo Vindice

    Auf dem alten Blog „Deo Vindice“ (inzwischen gelöscht) fand sich auch einmal der Gastbeitrag eines Deutschen aus Mannheim (lach), welcher mit „One German Stands for the Future South“ übertitelt und den Zeilen „Looks like at least one European – a German fellow understands the problem of Islam conquering Europe. Only 300 million to go.“ für die amerikanischen Leser eingeleitet wurde. 😉

  7. 7 Prosemit 6. März 2010 um 17:42

    Mit dem Süden war das so eine Sache 😉

    Ich werde mich hüten, mich jetzt in die Sklaventhematik zu vertiefen – Glatteis höchsten Grades. Aber eine ganze Menge Menschen waren eher bereit, weiter als „Sklave“ zu leben, als einer ungewissen Zukunft als „freier“ Mann entgegenzusehen. Man musste häufig die Leute erst mit viel Geld aus dem Süden fortlocken, um befreite Sklaven präsentieren zu können. So, genug der problematischen Sache.

    Das persönliche Schickals einer armen Familie in New York und einer Schwarzen Famile auf einer Farm, deren Besitzer kein Sadist war (das waren die überwältigende Mehrheit 😉 ) zwingt durchaus zu unklugen Fragestellungen. Noch problematischer wird es, wenn wir die Sklaverei bei der politischen korrekten Ureinwohnern, sprich den Indians, betrachten.

    Sklaverei war gang und gäbe – von Kriegsgefangenen bis zur Schuldknechtschaft. Indianer sind (darf ich pauschalisieren? nein!), also einige Indianer sind leidenschaftliche Spieler. Es war durchaus üblich, dass man sich selber im Glückspiel „aufs Brett“ setze und wenn man verlor, freiwillig als Sklave in den Dienst des Glücklichern/Geschickteren trat.

    Es gibt eine Reihe interessanter Bücher über die Sklaverei bei den Indianern – die übrigens auch gerne schwarze Sklaven hielten, denn zum Arbeiten waren sie häufig zu stolz…

    DARÜBER liest man aber in den politisch korrekten Medien eher weniger.

  8. 8 Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 17:58

    @Prosemit

    Die Sache mit der Sklaverei, welche sich m.E. selbst erledigt hätte (s.o. Druck aus Europa von den Handelspartnern der CSA), ist für mich nicht der Punkt.
    Ich ziele darauf, dass die Südstaaten von der damaligen Verfassung der USA Gebrauch machten und aus dieser austraten, weshalb es zum Krieg kam bzw. die USA ihre Aggression gegen die CSA starteten:

    It’s Lee-Jackson Day 2010. Next years starts the 150th anniversary of the War of Northern Aggression.

  9. 9 Prosemit 6. März 2010 um 18:11

    Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 17:58

    @Prosemit

    Die Sache mit der Sklaverei, welche sich m.E. selbst erledigt hätte (s.o. Druck aus Europa von den Handelspartnern der CSA), ist für mich nicht der Punkt.

    War schon klar. Im puritanischen Norden gab es damals (und gibt es heute) dieselbe Spezies von Gutmenschen, die auch militant das Gutmenschtum zur allgemeinen Menschheitsbeglückung durchsetzen wie heute. Überall Käßmanns.

    Wenn man das damalige Schriftum zum Abolitionism liest, wird man eine Diktion findet, an die nahtlos heutige Klimarettung oder Kampf gegen das Atom anschliesst.

  10. 10 Wilhelm Entenmann 6. März 2010 um 19:44

    Prosemit

    Ja, sie [„Spezies von Gutmenschen“] sind „ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.“

    Vielleicht verfasst ja mal jemand eine „Vergleichende Abhandlung über das Aufkommen und Wirken von Gutmenschen und deren destruktiven Einfluss auf Zivilisationen über Jahrhunderte.“ 😉

  11. 11 Karl Eduard 7. März 2010 um 08:03

    Zum Ausgleich:

  12. 12 Wilhelm Entenmann 7. März 2010 um 11:18

    Karl Eduard
    Aber nur, weils auch Irish Folk ist. 😉

  13. 13 Karl Eduard 7. März 2010 um 11:32

    Ja, da zuckt das Twistbein. 😀


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