Archiv für 7. April 2010

Brauchtumspolizei

Im Bestreben, neue finanzielle Quellen zur Ernährung der aus aller Welt herbeiströmenden ALG II-Anwärter zu erschliessen, hat Magdeburg nun die  Brauchtumskontrolle eingeführt, eine Große Initiative, die es durchaus verdient, im ganzen Lande und unter der Führung der in der  Regierung der Nationalen Front vereinigten Parteien breiten Widerhall zu finden.

Seit es Deutschland nicht mehr ganz so gut geht und die Städte denen der DDR immer mehr gleichen, weil die kommunalen Gelder zur Versorgung von Türken, Libanesen, als Iraker verkleideten Georgiern,  oder Menschen aus Togo verbraten werden müssen, weil sie von der Großzügigkeit und Herzlichkeit der deutschen Werktätigen aus Radio und Fernsehen erfuhren, die es sich freudig zur Aufgabe gemacht haben, die ganze Welt nebst Familie zu versorgen, befürchteten die Stadtväter besonders klammer Kommunen bereits einen Wegzug derer, die die Städte bereichern(Maria Böhmer), in dem sie ihre Kassen leeren. Zeit also, etwas dagegen zu tun. Und die Magdeburger tun etwas und das nicht nur, in dem sie früher aufstehen!

Die Brauchtumskontrolle zu Ostern, ein erster lokaler Testballon, der sich vorerst nur an die Anhänger des Osterhasens  richtete, spülte über die Feiertage etwas Geld in das Stadtsäckel, wo es sofort an bedürftige Zugewanderte weitergereicht wurde, die sich aus religiösen Gründen nicht in der Lage sehen zu arbeiten oder weil es ihr Ministerpräsident in Ankara verboten hat, ein Tropfen nur, auf einen heissen Stein, wie die Gruppe Kreis damals sang. Aber ein schöner und hoffnungsvoller Anfang, der unbedingt ausgebaut werden wird.

Eigens in Osterbräuchen ausgebildete Ordnungsfrauen- und männer waren nach intensiven Schulungen ausgeschwärmt, um die zahlreich zum Himmel aufsteigenden Rauchwolken der vorgeblichen Osterfeuer kritisch unter die Lupe zu nehmen und die religiöse Gesinnung  des Feuerlegers zu prüfen. Verbrannte Möbelteile, eindeutiges Indiz, daß gegen den Geist von Ostern verstoßen wurde, zogen ein Bußgeld nach sich und die Auflage an den ertappten Falschgläubigen, ausgiebig Buße zu tun, 40 Ave Maria zu beten und des Herren zu gedenken, mindestens aber des Herren der Stadt Magdeburg.

Ermutigt durch den Erfolg, den die Kontrolleurinnen und Kontrolleure nicht nur auf finanziellem Gebiet erzielten, werden in Vorfeld von Christi Himmelfahrt und Pfingsten bereits jetzt im Ordnungsamt Magdeburg umfangreiche Schulungen angeboten, die auch zu Pfingsten die wahren Gläubigen von denen unterscheiden helfen sollen, die Pfingsten für ihre ganz persönlichen Zwecke zu mißbrauchen suchen. Auch Weihnachten steht bereits im Terminkalender der Magdeburger Stadtoberen, die dann ihre Häscher von Haus zu Haus gehen lassen, oft auch verkleidet als Weihnachtsfrau, undercover,  und prüfen, in welchem Kontext steht das auf dem Tisch oder im Fenster flackernde Kerzenlicht, signalisiert es die Bereitschaft auszuwandern, leuchtet es den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum Jesuskind oder steht es nur so herum und verstößt gegen die Feinstaubverordnung. Bei Letzterem sollten sich die Ertappten auf saftige Strafen gefasst machen, mit dem Aufsagen eines Gedichtes kommen sie jedenfalls nicht davon.

Daß die Brauchtumskontrolle auch auf andere Kulturen und Gebräuche ausgedehnt werden wird, wie zum Beispiel den Islam, das steht nicht zu befürchten, können deren Anhänger doch selber dafür effektiv genug sorgen, daß archaische Sitten und Traditionen unverfälscht auch in der Neuzeit gelebt werden müssen, da bedarf es keiner Aufmunterung durch das Ordnungsamt der Stadt Magdeburg. Und aus Gründen des Gesundheitsschutzes verbietet sich das von selbst.

Brauchtumsabtrünnige auf der Flucht


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