Und warum?

Hier sehen wir Mitglieder der Ehrenwerten Gesellschaft „Grüner Frieden“, die sich dieses Mal als Kartoffelschützer ausgeben, und die sich höchstselbst vor einem Genkartoffeldepot einbetoniert haben, um die völkisch reinen, von Genmanipulationen freien, einheimischen Kartoffelsorten und die Mägen ihrer Konsumenten zu schützen. Sie haben der Zuwanderung genmanipulierter Pflanzen den totalen Krieg erklärt, der sich bisher darauf beschränkte, daß sie völkische Kartoffeln auf Anbauflächen der „Amflora“ katapultieren, Luft aus den Reifen landwirtschaftlicher Geräte lassen oder sich eben vor Zufahrtstoren einbetonieren. Offensichtlich haben sie etwas gegen kulturelle Vielfalt auf den Anbauflächen und natürlich, wer kann schon wissen, wie sich genmanipuliertes Essen auf den menschlichen Körper auswirkt, als ich einst aus dem Fernsehen erfuhr, Pflanzen sonderten beim Verzehr ständig Giftstoffe gegen Frassfeinde ab, da wollte ich meinen Spinat auch nicht mehr anrühren. Und wer hätte je bei Einführung der Eisenbahn geahnt, daß der Mensch Geschwindigkeiten von 35 Km/h einfach so wegsteckt, ohne daß ihm die inneren Organe aus dem Rücken treten?

Nun muss der bestürzte Leser erfahren, diese Blockade friedlicher Einbetonierer wurde aufgelöst. Sicherlich, in dem die Leute, die sich einbetoniert hatten, aus dem Boden gegraben wurden, und die Frage stellt sich mir, musste das sein?  Hätte man sie da nicht Sitzen lassen können? In den Boden einbetoniert? Ich denke schon.

10 Responses to “Und warum?”


  1. 1 Prosemit 13. April 2010 um 05:56

    Kampf der Kartoffel, Sieg für Fritten!

  2. 2 pippin 13. April 2010 um 07:07

    Mit Pizza gegen Klimawandel

    Baldham – Woher kommt eigentlich meine Jeans? Wie beeinflusst meine Ernährung das Klima? Und ist Geiz wirklich so geil? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Gruppe Kinder und Jugendlicher beim Umwelttag der katholischen Pfarrei „Maria Königin“.

    […]

    In Kleingruppen befassten sie sich mit fünf Themenbereichen: Ernährung und CO2, Konsum, Mobilität, Bürgerschaftliches Engagement und Erneuerbare Energien. Die Kinder bauten zum Beispiel Windräder und Ufos mit Solarantrieb, erstellten ein Quiz rund um das Thema Ernährung, sammelten Energiespartipps und vieles mehr.

    http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/pizza-gegen-klimawandel-709786.html

  3. 3 Karl Eduard 13. April 2010 um 08:33

    Sollten die sich nicht eher um ihr Seelenheil sorgen?

  4. 4 EisbärIn 13. April 2010 um 08:38

    Wenn das Geld im Kasten klingt (Ökosteuer, Co2-Zertifikatehandel…), die Seele in den Ökohimmel springt.

  5. 5 Blond 13. April 2010 um 15:24

    Es ist doch nichts gegen vernuenftigen Umweltschutz zu sagen,
    auch nicht gegen eine Demo –
    allerdings wirkt der abgebildete Mensch auf mich eher abschreckend, so wie auch die militante Vorgehensweise der ‚Anti-Genkartoffel‘-Gruppe:
    schade, denn …

  6. 6 Blond 13. April 2010 um 15:32

    … genmanipuliertes Essen sollte genauestens untersucht und getestet werden, bevor wir es zwischen die Zaehne kriegen!
    Auch kirchlichen Gruppen steht Umweltschutz gut zu Gesicht,
    aber mich beschleicht da ein ungutes Gefuehl:
    ein gruengutrotes 😦

  7. 7 Karl Eduard 13. April 2010 um 17:09

    Sinn des Christentums ist es, die Christen und Heiden auf das kommende Leben nach dem Tode vorzubereiten, wo ja irgendwann all ihre Taten gewogen werden, insofern ist das gut zu Gesicht völlig irrelevant, wenn sie dann in die Hölle fahren, statt im Paradies zu weilen. So wie es nicht die Aufgabe der LINKEN ist, HARTZ IV-Anträge auszufüllen, sondern den Umsturz des bestehenden Ausbeutersystems herbeizuführen.

    Und was heißt vernünftiger Umweltschutz? Wer hat diese Deppen beauftragt, mich vor Amflora zu beschützen, Waltran oder Strom aus Kernkraftwerken? Die hat niemand beauftragt, sie glauben aber, es wäre ihre Pflicht, Menschen vor der Entscheidung zu bewahren, esse ich Amflora oder nicht, so wie sie Afrikaner davor bewahren, satt zu werden, mit ihren Antigenmaiskampagnen. Wo wurde über das Mandat von Grüner Frieden je abgestimmt, wenn sie wie die Wegelagerer Wege belagern? Nirgends.

  8. 8 stalker 13. April 2010 um 19:29

    auf dem Foto sehen wir ein hässliches Beispiel für die unnötige Verschwendung von genetisch manipulierter Biomasse. Die streikende, sich selbst einbetonierende alternative Lebensform hätte locker für den Energiebedarf eines Einfamilienhauses einen Tag lang gereicht.

    Vielleicht wird die Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr so achtlos mit den Bioresourcen umgehen und rechtzeitig ihre Biokraftwerke versorgen.

    Die gelbe Kunststoffjacke muss allerdings vorher in die Rohstofftonne.

    Oder welche Farbe hat die Tonne überhaupt? Ich sehe da nicht mehr durch…

  9. 9 Robin Renitent 13. April 2010 um 21:26

    Hier in Budapest war letzte Woche ein Laster von Greenpeace mit deutschem Kennzeichen. EU muß genfrei bleiben, eine 2 Tage Kampagne.

    Etwa 15 junge Leute, alle in Greenpeaceoutfit. Einige konnten Englisch und so erfuhr ich, daß sie von Greenpeace angeheuert worden waren. Für die 2 Tage. Als ich frage was sie dafür bekommen und wer das bezahlt und ob sie sich vorherdarüber Gedanken gemacht hätten etc. pp. oder erst jetzt, kommt son deutscher Greenpeacemacker und bedeutet den „Helfern“ solche Frgen nicht zu beantworten.

    Als ich ihm sage, daß ich in Nordamerika wohne, seit Jahren Genkartoffeln esse und es mir vorzüglich geht, wird er sauer. „Schön für Sie“, eine umwerfende Antwort.

    Naja, einige jüngere Leute haben sie dann zur Unterschrift gekriegt. Einwirkzeit etwa 3 Minuten. Die Leute unterschreiben wirklich jeden Scheiß, hätte auch für/gegen Verhüterli, für/gegen Pornographie, für/gegen Vodka, für/gegen Elektrorasierer oder sonstwas sein können.

    Noch 10 Tage und wir breche hier die Zelte ab, ab nach Sibirien…und in die Mongolei..da gibts dann Flüssigkartoffeln. Ob aus Genkartoffeln ist mir wurscht…

  10. 10 Prosemit 14. April 2010 um 07:39

    Robin Renitent 13. April 2010 um 21:26


    Noch 10 Tage und wir breche hier die Zelte ab, ab nach Sibirien

    Wie schön! Sibirien ist ein wunderschönes Land, auch wenn Millionen völig anderer Auffassung waren und sind.


Comments are currently closed.



April 2010
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Blog Stats

  • 2.270.948 hits

Archiv


%d Bloggern gefällt das: