Davon geht die Welt nicht unter

Tiefbedödeltes Gesicht beim n-tv-Märchenonkel, als er von Flugzeugen erzählt, die wegen des  isländischen Vulkans weder in Nordeuropa aufsteigen noch in das heimatliche Nest zurückkehren könnten und der Erklärbär beruhigt die Hinterbliebenen, Flugzeuge würden auch mit ausgefallenen Triebwerken noch prima im Gleitflug landen. Werden wir jetzt alle Sterben werden müssen ohne Fliegerei? Muß unser geliebtes Prekariat jetzt Daheim saufen, statt auf Mallorca? Rufen wir den nationalen Notstand aus? Und wo, so frage ich empört in die Weiten des WWW, bleibt der Kompensationsbutton, mit dem man Ablaß zahlen kann, für diese isländische Ökoschweinerei. Was bei der Fliegerei klappt, mit Geld den Schadstoffausstoß der Flugzeuge zu verringern, sollte das nicht auch bei Vulkanausbrücken funktionieren? Vielleicht hilft auch die Opferung einer hochgestellten Persönlichkeit oder mehrer, die man einfach in den Krater wirft. Mir fielen gleich Hunderte ein. Das müßte doch klappen. Oder?

Singen bis zum Ende

12 Responses to “Davon geht die Welt nicht unter”


  1. 1 vakna 17. April 2010 um 08:09

    Wir amüsieren uns gerade wie Bolle über das aufgeregte Gegacker.

    Ja, wahrscheinlich hat es auch Auswirkungen auf unser Leben, wenn das Bestellte später kommt, weil es per Schiene oder LKW transportiert werden muß oder das Obst nicht eingeflogen werden kann oder ich am Montag meine Dienstreise nicht antreten kann.

    Wir nehmen das allerdings ziemlich gelassen, wie andere in unserem Umfeld auch. Es relativiert vieles, führt vor Augen, wie machtlos der Mensch gegenüber der Natur ist. Gleichzeitig befeuert es die Diskussion über den Unsinn, den die DB mit ihrer Verkehrspolitik betreibt und die Diskussion über den Klimawandel wird von der Natur selbst angefeuert.

    Interessant war gestern der Blick in isländische (online-) Zeitungen: Bei keiner war der Vulkan der Aufmacher. Allerdings gibt es schöne Bilder zu den Beiträgen:

    http://www.dv.is/tengt/elgos-i-eyjafjallajokli/
    http://www.mbl.is/mm/frettir/
    http://www.visir.is/article/20100417/FRETTIR01/686869943

    Hier ging die Phantasie mit jemandem durch:

    http://www.dv.is/frettir/2010/4/16/myndmal-gossins-gosop-og-ljonsstrokur/

    Eine mehrteilige Zusammenfassung in englisch:

    http://www.grapevine.is/Home/ReadArticle/Eruption-Report-6-Second-beautiful-lava-fall-forms

  2. 2 Karl Eduard 17. April 2010 um 09:07

    Immerhin, ein Zeichen ist es.

  3. 3 schweinsleber 17. April 2010 um 09:15

    kann man die flugzeuge nicht dagegen impfen?
    wir haben ja mehr als genug überzählige grunzimpfdosen.

  4. 4 schweinsleber 17. April 2010 um 09:22

    Die Alten wissen zu bereichten, dass sich Ähnliches auch bei den Dinosauriern zugetragen habe, bevor es mit ihnen zu Ende ging:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/enorme_folgeschaeden_des_vulkanausbruchs_1.5464438.html

    Gemäss Maya Kalender ist Ragnarök nicht mehr fern, hoffe bei Teutates, das mir der Himmel nicht auf den Kopf fallen möge.

  5. 5 Karl Eduard 17. April 2010 um 09:23

    Aber nur die ganz alten Alten.

  6. 6 schweinsleber 17. April 2010 um 09:54

    Da pflichte ich dir bei.

    Erste Staubpartikel in Deutschland gesichtet:

    Da sie natürlichen Ursprungs sind, sind sie gesundheitlich unbedenklich.

  7. 7 Prosemit 18. April 2010 um 06:11

    Leider werden nicht wie beim phillipinischen Vulkan Mayon der täglich Ausstoss an Asche, Gasen usw auf einer Webseite veröffentlicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und ein noch grösserer Schelm, wer in der Verlautbarung, dass der vulkanische Feinstaub nicht giftig ist, eine perfide Kampagne vermutet.

    Also vermute ich einmal, dass der ausgestossene Feinstaub die durch die Feinstaubplakette erzeilte „Feinstaubreduzierung“ um ein Vielfaches übersteigt. Zwar verkündet die Bundesregierung, dass dieser Feinstaub ungefährlich ist, gleichzeit verkündet das Bundesumweltministerium in älteren Publikationen, dass es keinen ungefährlichen Feinstaub und keine unbedenklichen Mindestmengen gibt.

    Man lerne aus der heutigen Lektion : „Vulkan gesund, Menschengemachtes prinzipiell ungesund“.

    Ich erinnere an den Vulkan Mayon, der mehr SO2 ausstiess, als sich ganz China verpflichtete einzusparen. Was auch immer dies aussagt.

  8. 9 Robin Renitent 18. April 2010 um 20:18

    Was mich wirklich antörnt ist der Gedanke mit den Opfern zur Beruhigung des Vulkans. Welch wundervoller Gedanke und historisch abgesichert und erprobt ist er auch.

    Wir sollten es wirklich den Maya gleichtun. Es müssen ja nicht Jungfrauen sein. Hosenanzüge, schwule Volksverführer, und ANahles etc.pp. tun es auch.

  9. 11 Karl Eduard 19. April 2010 um 05:36

    Was werden wir künftig ohne I-Phones und Papayas tun?

  10. 12 schweinsleber 19. April 2010 um 07:31

    Das Morsealphabet wieder lernen und mehr Erdäpfel verspeisen.

    Erste Telegraphenstationen sollen diese Woche eingerichtet werden.


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