Archiv für 24. April 2010

Ein Land vor unserer Zeit

Schönheiten des Bosporus 1850 oder Düsseldorf 2010. Man weiß es nicht so genau. Könnte auch Berlin sein, München, Hamburg oder Frankfurt. Jedenfalls 160 Jahre zurück. Hat sich ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum geöffnet, nach dem, was sich 2010 in deutschen Städten tummelt? Wohl kaum.

Menschliche Pinguine mit ihrem Nachwuchs. Das war damals Sitte in der Türkei und ist es heute immer noch. Ein Grund, warum die Türkei zuletzt von den Großmächten auf den Knien lag, war ihre hemmungslose Rückständigkeit und das absolute Desinteresse, sich der Technik und Wissenschaft zu widmen. Und wozu auch? Wo im Koran doch schon alles steht und es gut ist, so, wie es ist.

Europa war damals ganz verrückt nach vermummten Analphabeten, wie es unsere Politiker heute wieder sind. Die haben einen Narren an diesen Leuten gefressen. Das Exotische zieht ja an, aber langsam ist es genug mit dieser Art von Exotik. Dieser Atatürk hatte aber begriffen, mit dem Islam ist kein Blumentopf zu gewinnen. Zum Glück ist Erdogan anderer Meinung.

Schleiereulenfrauen beim Einkauf. Könnte auch in einem Kölner Supermarkt sein. Wie geschrieben, 160 Jahre zurück und heute ist jeden Tag türkischer Karneval in deutschen Städten, wo sich die zugewanderten Unterschichten als Vögel verkleiden und in anderen Ländern den Bekleidungsstil nicht tolerieren. Mir ist es übrigens Wurst, wie die sich in der Türkei kleiden aber ich will in Berlin nicht den Eindruck haben, ich bin in Riad oder Islamabad.

Familienausflug mit dem BMW der damaligen Zeit. Aus diesem Anlaß wurde der Zugochse festlich geschmückt. Ein schneller Ochse muß mindestens sein, um  den Status zu repräsentieren. Da wird auch schon mal ein Verkehrszeichen mißachtet. Aber damals gab es ja noch keine. Der Höhergestellte hatte immer Vorfahrt.

„Wo gibt es denn hier Burkinis?“ Ein schwerer Fehler, Aishe! Wenn Dich jetzt ein Cousin gesehen hat, wie Du mit einem fremden Mann sprichst, dann bist Du mausemausetot. Und die kleine Evrim ist auch noch nicht verschleiert, wenn sich da mal nicht der Onkel Murat drüber her macht, so aufreizend, wie die Haare zu sehen sind. Vor 160 Jahren. Und keinen Schritt auf der Evolutionsleiter nach oben geklettert. Bravo!

Und wenn jetzt jemand meint, der übertreibt doch, dann soll er mal darüber nachdenken, wo unsere zivilisatorischen Annehmlichkeiten, wie der elektrische Zahnarztbohrer, Narkose, fliessendes sauberes Wasser oder eine florierende Nahrungsmittelproduktion herkommen? Von den Leuten ganz sicher nicht! Und wenn die da unsere Zukunft sind, wo sie das Niveau von Wissenschaft und Forschung bestimmen, weil ihre Prekarierkinder die Klassen füllen, dann sieht die Zukunft düster aus. Da bedarf es zur Zerstörung unserer Zivilisation keines Atomkrieges. Die passiert schleichend und völlig friedlich, von Tottretereien mal abgesehen.


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