Ein Land vor unserer Zeit

Schönheiten des Bosporus 1850 oder Düsseldorf 2010. Man weiß es nicht so genau. Könnte auch Berlin sein, München, Hamburg oder Frankfurt. Jedenfalls 160 Jahre zurück. Hat sich ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum geöffnet, nach dem, was sich 2010 in deutschen Städten tummelt? Wohl kaum.

Menschliche Pinguine mit ihrem Nachwuchs. Das war damals Sitte in der Türkei und ist es heute immer noch. Ein Grund, warum die Türkei zuletzt von den Großmächten auf den Knien lag, war ihre hemmungslose Rückständigkeit und das absolute Desinteresse, sich der Technik und Wissenschaft zu widmen. Und wozu auch? Wo im Koran doch schon alles steht und es gut ist, so, wie es ist.

Europa war damals ganz verrückt nach vermummten Analphabeten, wie es unsere Politiker heute wieder sind. Die haben einen Narren an diesen Leuten gefressen. Das Exotische zieht ja an, aber langsam ist es genug mit dieser Art von Exotik. Dieser Atatürk hatte aber begriffen, mit dem Islam ist kein Blumentopf zu gewinnen. Zum Glück ist Erdogan anderer Meinung.

Schleiereulenfrauen beim Einkauf. Könnte auch in einem Kölner Supermarkt sein. Wie geschrieben, 160 Jahre zurück und heute ist jeden Tag türkischer Karneval in deutschen Städten, wo sich die zugewanderten Unterschichten als Vögel verkleiden und in anderen Ländern den Bekleidungsstil nicht tolerieren. Mir ist es übrigens Wurst, wie die sich in der Türkei kleiden aber ich will in Berlin nicht den Eindruck haben, ich bin in Riad oder Islamabad.

Familienausflug mit dem BMW der damaligen Zeit. Aus diesem Anlaß wurde der Zugochse festlich geschmückt. Ein schneller Ochse muß mindestens sein, um  den Status zu repräsentieren. Da wird auch schon mal ein Verkehrszeichen mißachtet. Aber damals gab es ja noch keine. Der Höhergestellte hatte immer Vorfahrt.

„Wo gibt es denn hier Burkinis?“ Ein schwerer Fehler, Aishe! Wenn Dich jetzt ein Cousin gesehen hat, wie Du mit einem fremden Mann sprichst, dann bist Du mausemausetot. Und die kleine Evrim ist auch noch nicht verschleiert, wenn sich da mal nicht der Onkel Murat drüber her macht, so aufreizend, wie die Haare zu sehen sind. Vor 160 Jahren. Und keinen Schritt auf der Evolutionsleiter nach oben geklettert. Bravo!

Und wenn jetzt jemand meint, der übertreibt doch, dann soll er mal darüber nachdenken, wo unsere zivilisatorischen Annehmlichkeiten, wie der elektrische Zahnarztbohrer, Narkose, fliessendes sauberes Wasser oder eine florierende Nahrungsmittelproduktion herkommen? Von den Leuten ganz sicher nicht! Und wenn die da unsere Zukunft sind, wo sie das Niveau von Wissenschaft und Forschung bestimmen, weil ihre Prekarierkinder die Klassen füllen, dann sieht die Zukunft düster aus. Da bedarf es zur Zerstörung unserer Zivilisation keines Atomkrieges. Die passiert schleichend und völlig friedlich, von Tottretereien mal abgesehen.

8 Antworten to “Ein Land vor unserer Zeit”


  1. 1 Blond 24. April 2010 um 06:24

    Gibt es eine Alternative
    gegen Totgetretenwerden oder
    Hoeherenrangvorfahrt
    ?
    Ich meine:
    ja!

    (zum Stil:
    „alles nur geklaut“ 🙂 )

  2. 2 vitzliputzli 25. April 2010 um 01:00

    das archaische hat aber auch seine vorteile.

    wie man bei uns im fortschrittlichen westen sieht, stirbt unsere durchgegenderte „frauen vom herd in die dachs-vorstände!“ und „homosexuelle sind vorbilder!“ – gesellschaft aus. intelligente lebensformen sind anscheinend zu blöde, um sich erhaltmäßig fortzupflanzen.

    folge: reset bei 600 mit moha.

    dann beginnt die evolution eben nochmal. vermutlich mit mehr erfolg, weil die weiber am herd bleiben.

    jede abweichung führt zum aussterben …lol.

  3. 3 Prosemit 25. April 2010 um 05:17

    Wenn man die Bilder sieht, kann man schon die Faszination des Exotischen begreifen, die das Bild vom Mohammedanismus im Westen prägte.

    Und heute vernebelt der Blick für das Wesentliche, dass man Rückständigkeit als Tradition ansieht und die traditionelle Expansion des Mohammedanismus als Bereicherung für den kulturlosen Westen empfindet.

    Den kulturlosen Westen gibt es aber nur in den Köpfen derjenigen, die die westliche Kultur wegen Unkenntnis verleugnen.

  4. 4 Karl Eduard 25. April 2010 um 05:22

    Ja. Die Stiche sind sehr schön.

  5. 5 Prosemit 25. April 2010 um 05:56

    Bei dem von dem geschmückten Ochsen gezogenen Wagen sind die süssen kleine Negerlein neben den Damen natürlich Sklaven. Die noch nicht geschlechtsreifen kleinen Racker durften die Damen auch in’s Freie begleiten(*), die Eunuchen waren mehr Bewohner des inneren Harem. Sie verliessen selten den Haremsbereich.

    (*) solange sich der Besitzer der Schönheiten vor Fremdbestäubung geschützt fühlte.

  6. 6 Karl Eduard 25. April 2010 um 06:18

    Alles Sarotti-Mohren. 🙂

  7. 7 Prosemit 25. April 2010 um 06:37

    Nein, ich will nicht unsere eigene Vergangenheit unter den Teppich kehren. 😉

    Der politisch völlig inkorrekte Sarottimohr war auch in unserer Gesellschaft als sichtbare Zierde eines wohlhabenden Haushaltes durchaus vorhanden. So wie die Vorläufer (im eigentlichen Sinne) und die Vorreiter.

    Wobei natürlich auch die Kutsche selber Statusysmbol war. So wie heute Ferrari, gab es auch unter den Kutschenbauern berühmte Namen, John Tilbury sei als Beispiel genannt. Eine Kutsche mit bekanntem Namen überstieg den heutigen Ferrari im Wertverhältnis locker.

  8. 8 Prosemit 25. April 2010 um 07:53

    Ein Link zu Kutschen und Wagen aus Österreich :

    http://www.khm.at/de/wagenburg/highlights/


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