Archiv für 27. April 2010

Der Blinde unter den Lahmen

So Hans Sturm auf der Webseite der ARD, weshalb die hoffentlich immer noch künftige Ministerin Özkan  mit beiden Beinen fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Natürlich hat die Präambel des Grundgesetzes im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, …“ nichts mit Kreuzen zu tun und Christentum. Deshalb arbeitet Mann ja beim SWR, weil da solche Haarspaltereien völlig unwichtig sind. Erinnern wir uns doch mal zurück, geehrter Herr Sturm, wie war es denn, als die Väter das Grundgestzt diskutierten, der Krieg war nicht lange vorüber und hatte Millionen Tote und Trümmer hinterlassen. Alles Menschenwerk. Zu wem haben die Überlebenden und Toten denn gefleht, unterm Bombenhagel und der Folter?  Zu ARD und ZDF, den Nachfolgern des Fernsehsenders Paul Nibkow, zum SWR, zum Heiligen Bebel?

Und natürlich, wenn die künftige Ministerin fordert, Migranten dürften nur von Richtern beurteilt werden, die ebenfalls eingewandert sind, weil sie sich sonst fremden Autoritäten beugen müssten, dann verstößt das natürlich nicht gegen den Artikel 3 des Grundgesetzes:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Und wenn Schweine fliegen könnten, dann hätten sie längst den Mars erobert. Hinweis bei Ostseestadion.

Nazis auf’s Maul

Da kann man nicht mal mehr den Kopf drüber schütteln. Muss sich jetzt die junge Garde der nichtarbeitenden Klasse schon hinter Skimasken verstecken, wenn sie nach dem Trainingslager „Freunde des kubanischen Baseball“  für ein Gruppenfoto posiert? Klar, daß der faschistische repressive Staat seine Repressionen immer bedrückender gestaltet, wenn die Zukunft der Arbeiter, Bauern und werktätigen Intelligenz, in Gestalt dieser prächtigen Burschen tapfer gegen den heraufdämmernden Faschismus kämpft, den vor allem die Berliner Polizisten repräsentieren werden.

Aber wer sich gegen das ehrliche Anliegen dieser sozialistischen Kader stellt, für eine bessere, hellere Welt zu streiten, in der jedermann im Bett bleiben kann, während ihm das bedingungslose Grundeinkommen aufs Konto überwiesen wird, so verspricht es DIE LINKE, die umfirmierte Partei, die immer Recht hat, der muß sehr wohl den Zorn und das Holz des Nichtproletariers fürchten, der gleich nach der erfolgreichen Revolution auf die Großbaustellen des Kommunismus eilen wird, eine Millionen tapferer Pawel Kortschagins, die nur darauf gewartet haben.

Niemand muß sich aber ängstigen, daß es künftig, unter der Herrschaft dieser moderaten Anhänger der deutschen Sektion des Leuchtenden Pfades keine Demonstrationen unter freiem Himmel mehr geben wird. Im Gegenteil. Wer zukünftig nicht freudig heraus zum Ersten Mai eilt, um die Weisheit und Güte der Partei zu preisen, die uns Brot gibt und Wohnung, Bildung und Arbeit und die uns davor bewahren wird, erneut in die Hände ausbeuterischer Kapitalisten zu fallen, wo die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen doch DER PARTEI vorbehalten sein wird, der wird sich damit als Volksfeind entlarven, denen bekanntlich auf’s Maul gehört.

Angehörige der Betriebskampfgruppen demonstrieren nach erfolgreicher Revolution: Nie wieder werden ihre Arbeitsplätze in die Hand räuberischer Konzerne wie Siemens-, Schlecker oder ALDI geraten, was des Volkes Hände schaffen, wird des Volkes Eigen sein. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, den diese tapferen Burschen zu kämpfen haben, moralisch unterstützt, von den fortschrittlicheren Zeitungsredakteuren, was ihnen die siegreichen Revolutionäre nicht vergessen werden.

Die Besten des Volkes huldigen dem Volke


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