Archiv für 28. April 2010

Kinder müssen draussen bleiben

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem HARTZ IV-Kind und einem Hotel? Also, der Streit ist im Kommentarbereich des Tagesspiegels darüber entbrannt, warum rechentechnisch ein Hotel durch die FDP mit 50 € mehr gefördert wird, als ein Kind, das in einer Familie aufwachsen muss, in der die Eltern aus unterschiedlichsten Gründen von den Arbeitsleistungen der Arbeitenden leben, was sooooooooooooooooo sozial ungerecht ist!

… Das sind bestenfalls 40.000€! Verteilt auf 30 Jahre Restleben etwa 100€ pro Monat. Ereilt einen die Arbeitslosigkeit eher, z.B. bei alleinerziehenden Müttern, ist es noch weniger. Auf der anderen Seite hat die FDP das Äquivalent von 150€ pro H4-Kind (1Mia. für die Hotels) Heuschrecken in den Rachen geworfen. Dummerweise besitzen nur wenige Harzies Anteile an Hotels, weshalb ihnen das nicht wirklich zu Gute kommt.

Und so ticken die eben. Auf die Idee, ein Hotel könnte Beschäftigte haben, die Steuern zahlen, so wie auch das Unternehmen, was dem Staatshaushalt zugute kommt, der einen Großteil seiner Ausgaben ins Soziale steckt, also sich auch am ALG II beteiligt, darauf kommen die gar nicht. Vor allem nicht darauf, daß das ALG II erst erarbeitet werden muß, von denen, die gerade arbeiten. Die kommen auch nicht darauf, daß das Hotel seine Lebensmittel bezieht, die jemand produziert, der wiederum Arbeit hat, auch der Strom und das Wasser kommen von anderer Hände Arbeit und die Reinigungsfirma, die die Handtücher und Bettwäsche betreut und für das Hotel dienstleistet, beschäftigt ebenfalls Leute usw. .

Und das alles tut ein HARTZ IV-Kind nicht. Obwohl es vielleicht ein  linker Schnuckiputz ist, das in der Schule auf die Frage des Lehrers, was es denn werden will, antwortet: HARTZ IV. Natürlich.

Mehr Pest und Cholera!

Susi Möbbeck ist Integrationsbeauftragte in Sachsen-Anhalt, was auch sonst, und in dieser Funktion kann sie ihr ganzes intellektuelles Potential entfalten. Wie es tickerte, hat Sachsen-Anhalt mit 1,9 Prozent den geringsten Ausländeranteil. „Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit werden dadurch eher gefördert“, sagte Möbbeck. So der Ticker.

Man könnte aber auch sagen, gerade da, wo Menschen kaum überfallen, ermordet oder ausgeraubt werden, da ist die Angst besonders hoch, überfallen, ermordet oder ausgeraubt werden. Um also die gefühlte Sicherheit zu erhöhen, bedarf es der verstärkten Einführung von Kriminellen, die zahlreich überfallen, ermorden oder ausrauben, damit die Menschen die Anwesenheit von Kriminellen begrüßen und sich weniger fürchten.

Daß sich Ärzte mehr Pest- und Choleraepidemien wünschen, damit es weniger Leute gibt, die Angst haben krank zu werden, habe ich allerdings noch nicht gehört. Es muß jedenfalls etwas am Amte von Leuten haften, die irgendwas mit Integration machen, das schwer die Gehirne angreift.


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