Hasch mich ich bin der Mörder

fällt mir dazu nur ein. Das ist eben das schöne an der Demokratie, daß ihre Feinde und die Unterstützer ihrer Feinde so zahlreiche Unterstützer haben, unter den Demokraten, die Klagelieder in die Journalistenkamera jodeln. Und was soll schlimm daran sein, den Kämpfern, wie die Taliban liebevoll genannt werden, die gegen die bewaffneten und unbewaffneten Amerikaner, Kanadier, Briten, Deutschen, Afghanen oder Koreaner in Afghanistan kämpfen, warme Socken, Regenumhänge und Schlafsäcke zu schicken, damit sie es ein wenig komfortabel haben? Und warum ist das der DIE LINKE noch nicht eingefallen? Die könnte ja Säure schicken, es gibt noch viele unverätzte Schülerinnengesichter in Afghanistan und hinter der Burka ist das sowieso Wurscht. Das wäre doch mal gelebte Solidarität, Genossen, nicht immer nur fordern, Bundeswehr raus da, weil sie die Taliban beim Morden stört, sondern handeln!

Verschwörung der Bartträger

10 Responses to “Hasch mich ich bin der Mörder”


  1. 1 Prosemit 30. April 2010 um 06:07

    Demokratie funktioniert nur mit vernünftigen und intelligenten Wählern.

    Mache ich mich jetzt unbeliebt, wenn ich sage, dass eine der ältesten funktionierenden Demokratien, die Schweiz das Frauenwahlrecht erst 1971 einführte und der Kanton Kanton Appenzell Innerrhoden 1990? (*)

    Seitdem ist auch eine Calmy-Rhey nach oben gespült worden und die GutmenschInnen Riege auf dem Vormarsch. So etwas wie das Merkel wäre früher undenkbar gewesen. Mit Recht.

    (*) wer jetzt denkt, ich würde relativieren und mich von allem distanzieren, irrt.

  2. 2 Wilhelm Entenmann 30. April 2010 um 10:03

    „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, so einfach ist das in der Welt der „Amihasser“.

  3. 3 michaeleriksson 30. April 2010 um 13:48

    @Prosemit

    Ich wurde Deinem ersten Absatz zustimmen (mit dem Vorbehalt „Demokratie ist die schlechteste Regierungsform – außer all den anderen Formen.“), und auch, tatsächlich, eine gewisse Berechtigung in dem zweiten sehen, da Frauen im Durchschnitt zu weniger Rationalität, mehr Emotionalität, usw. neigen.

    Allerdings halte ich eine Einschränkung von dem Wahlrecht von Frauen für falsch, da man hier ein Kritierium benutzt, das nur schwach mit den unterliegenden Hauptkritieren korreliert. Hierdurch würden vielen Frauen zu unrecht ausgeschlossen werden, während viele Männer die ungeignet sind, immer noch wählen dürfen.

    Besser wäre ein System, das (um nur eine denkbare Variation zu nennen) verlangte, dass jeder Wähler einen harten kombinierten Test von Intelligenz, Vermögen zu kritischem Denken, und Bildung in ökonomischen, politischen, und gesellschaftlichen Fragen bestehen müsste, vielleicht mit einer Einschränkung auf die oberen 10% (gemessen an das heutige Durchschnitt). Hierbei würde zwar vermutlich mehr Frauen als Männer ausgeschlossen werden, aber auf eine erheblich gerechtere Art—und zugleich wäre man den vielen Männern los, die auch ungeignete Wähler sind.

  4. 4 Karl Eduard 30. April 2010 um 13:51

    Ein Wahlführerschein also. Aber ich stelle mir im Geiste gerade die ganzen Ausnahmeregelungen vor, um niemanden zu diskriminieren. 🙂

  5. 5 ostseestadion 30. April 2010 um 14:12

    Gute Idee
    http://www.welt.de/politik/article7412544/Prediger-fordern-Muslime-zur-Auswanderung-auf.html
    Ein Prediger aus Saudi-Arabien rief die Muslime in Belgien sogar auf, auszuwandern.
    Richtig. Soviel Intoleranz sollten die sich nicht bieten lassen !

  6. 6 Prosemit 30. April 2010 um 14:52

    Besser wäre ein System, das (um nur eine denkbare Variation zu nennen)

    Ich bin ein sehr altmodischer Mensch. One man one vote funtioniert nicht, wenn die Unterschichten, die nichts zum Staat beitragen, über ihre eigene Alimentation abstimmen können. Führt direkt in die Katastrophe, wie überall zu sehen.

    Ich favorisiere so altmodische Begriffe wie Besitz, Grund&Boden. Wer den Staat finanziert, soll auch bestimmen. Eigentlich ein uralter Rechtsgrundsatz.

    Wer die Lasten trägt, soll auch den Nutzen haben.

  7. 7 vakna 2. Mai 2010 um 03:14

    @Prosemit:

    Nun, um Vorgänge in der Schweiz zu verstehen, muß man erstmal die Trennung in Kommune, Kanton und Bund sehen und verstehen. Kommunal gab es die erste Gemeinde mit Frauenstimmrecht 1959 (vom Kanton allerdings verboten).

    Ich kann nicht pauschal sagen, daß Frauenstimmrecht schlecht ist, es gibt auch gute Politikerinnen. Meist in den Kommunen, die sieht man allerdings kaum, sichtbar sind solche Frauen wie Calamity-Rey. Ich erinnere aber auch an Ausnahmen wie „die eiserne Lady“ Thatcher.
    Allerdings verändert sich die Politische Landschaft und Kultur. Ich denke an die Redeschlachten im deutschen Bundestag – sie sind leider Geschichte!

    Ich hörte von einem SVP-Mann aus meiner Umgebung, daß sie jetzt statt einer drei Frauen im Gemeinderat hätten. Entscheidungsfindung ist jetzt zäher, wo man sich als Mann einig war und den Beschluß gefaßt hat, müssen die Frauen alles noch etwas aufhübschen.
    Das schönste war sein Satz zur Vertreterin der (Links-)Grünen: „Da sind meine SVPler grüner als die. Meine Jungs kommen mit dem Fahrrad, die kommt mit dem Offroader.“

    Tja, „grün sein“ ist Bußgang auf modern. Früher hätten sie fürs Seelenheil Geld in den Opferstock gesteckt, jetzt stecken sie fürs Naturheil Geld in Ökoprojekte, mit Vorliebe nicht ihr eigenes.

  8. 8 Prosemit 2. Mai 2010 um 06:43

    Nun, um Vorgänge in der Schweiz zu verstehen, muß man erstmal die Trennung in Kommune, Kanton und Bund sehen und verstehen.

    Ich habe eine Zeitlang in der Schweiz gewohnt. Aus heutiger Sicht dummerweise blieb ich nicht dort… 😦

    Es ging mir nicht darum, ob das Frauenwahlrecht gut oder schlecht ist. Und Sie dürfen mir glauben, ich habe überhaupt nichts gegen Frauen. Von das Merkel abgesehen.

    Es ging mir um etwas anderes, nämlich, dass die älteste funktionierende Demokratie der Welt jahrhundertelang ganz selbstverständlich und richtigerweise das Stimmrecht nicht jedem gab. Das Stimmrecht war und ist in der Schweiz ein sehr hohes Gut, das höchste Gut und man war durchaus nicht der Aufassung, dass das one man one vote Prinzip richtig ist, bis auch in der Schweiz die Politkkorrekte Sicht siegte und solche KnallschotInnen wie Calmy-Rey noch oben „spülte“.

    Für mich funktioniert sichtbar Demokratie nicht mehr, wenn man mit dem Slogan „ich wähle Doris ihre Mann sin Partei“ (SPD Nordrheinwestphalen unter Schröder) tatsächlich eine einzuge Stimme bekommt. Und siehe die „Demokratie“ in SA.

  9. 9 michaeleriksson 2. Mai 2010 um 07:41

    @prosemit

    In der Theorie könnte ich mich auch ein System nach dem Prinzip „Wer den Staat finanziert, soll auch bestimmen.“ denken—gerecht wäre dies durchaus.

    Nur kann dies leicht schiefgehen in der Praxis. Wie Du schon ansprichst, besteht ein Risiko bei einer „Massendemokratie“ darin, dass die Massen beschließen, sich selbst mehr Geld auf Kosten von Anderen zu geben. Allerdings bestehen ähnliche Risiken auch in der anderen Richtung, etwa dass „die Reichen“ (wenn sie die Stimmmacht hätten) Gesetze ändern würden, um sich selbst über treu und glaube hinaus zu begünstigen. Beide Probleme können wir teilweise schon heute beobachten, das erste durch Wahlen, das zweite (indirekt) durch Lobbying von Politikern—und das zweite war in der „vordemokratischen“ Zeit gang und gäbe.

    Für mich wäre entsprechend ein System bevorzuzugen, das verhindern würde, dass unterschiedliche Interessengruppen politisch zu mächtig werden. Zu beachten ist auch, dass eine Gruppe von Wählern, die im Bezug auf Intelligenz und Bildung gefiltert worden ist, eher dazu neigen wird, für Gerechtigkeit (im eigentlichen, nicht dem sozialistisch gefärbten, Sinne) zu stimmen—so man den Entwicklungspsychologen trauen kann.

  10. 10 Prosemit 2. Mai 2010 um 08:07

    michaeleriksson 2. Mai 2010 um 07:41


    In der Theorie könnte ich mich auch ein System nach dem Prinzip “Wer den Staat finanziert, soll auch bestimmen.” denken—gerecht wäre dies durchaus.

    Demokratie als Gegenentwurf zu Monarchie oder Diktatur ging immer vom verantwortungsvollen demokratischen Staatsbürger aus. Ein Mann oder eine Frau, die sich ihrer Verantwortung für das Staatswesen bewusst sind, wenn sie mit ihrer Wahl entscheiden, in welche Richtung sich das Gemeinwesen entwickelt.

    In einem Land, in dem Analphabeten und/oder Kinder entscheiden sollen, wie Wirtschafts- und Finanzpolitik gestaltet werden soll, kann das nur in die Katastrophe führen. Man denke bitte an die demographische Entwicklung in Deutschland und daran, dass Menschen, die weder einen längeren Satz verstehen, noch den Hauch einer Schimmer von Finanzen (ausser „ich will mehr Geld“) die Regierung bestimmen. Die Katastrophe ist völlig unvermeidlich. Der starke Mann wird wieder kommen.


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