Archiv für April 2010



Der Blinde unter den Lahmen

So Hans Sturm auf der Webseite der ARD, weshalb die hoffentlich immer noch künftige Ministerin Özkan  mit beiden Beinen fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Natürlich hat die Präambel des Grundgesetzes im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, …“ nichts mit Kreuzen zu tun und Christentum. Deshalb arbeitet Mann ja beim SWR, weil da solche Haarspaltereien völlig unwichtig sind. Erinnern wir uns doch mal zurück, geehrter Herr Sturm, wie war es denn, als die Väter das Grundgestzt diskutierten, der Krieg war nicht lange vorüber und hatte Millionen Tote und Trümmer hinterlassen. Alles Menschenwerk. Zu wem haben die Überlebenden und Toten denn gefleht, unterm Bombenhagel und der Folter?  Zu ARD und ZDF, den Nachfolgern des Fernsehsenders Paul Nibkow, zum SWR, zum Heiligen Bebel?

Und natürlich, wenn die künftige Ministerin fordert, Migranten dürften nur von Richtern beurteilt werden, die ebenfalls eingewandert sind, weil sie sich sonst fremden Autoritäten beugen müssten, dann verstößt das natürlich nicht gegen den Artikel 3 des Grundgesetzes:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Und wenn Schweine fliegen könnten, dann hätten sie längst den Mars erobert. Hinweis bei Ostseestadion.

Nazis auf’s Maul

Da kann man nicht mal mehr den Kopf drüber schütteln. Muss sich jetzt die junge Garde der nichtarbeitenden Klasse schon hinter Skimasken verstecken, wenn sie nach dem Trainingslager „Freunde des kubanischen Baseball“  für ein Gruppenfoto posiert? Klar, daß der faschistische repressive Staat seine Repressionen immer bedrückender gestaltet, wenn die Zukunft der Arbeiter, Bauern und werktätigen Intelligenz, in Gestalt dieser prächtigen Burschen tapfer gegen den heraufdämmernden Faschismus kämpft, den vor allem die Berliner Polizisten repräsentieren werden.

Aber wer sich gegen das ehrliche Anliegen dieser sozialistischen Kader stellt, für eine bessere, hellere Welt zu streiten, in der jedermann im Bett bleiben kann, während ihm das bedingungslose Grundeinkommen aufs Konto überwiesen wird, so verspricht es DIE LINKE, die umfirmierte Partei, die immer Recht hat, der muß sehr wohl den Zorn und das Holz des Nichtproletariers fürchten, der gleich nach der erfolgreichen Revolution auf die Großbaustellen des Kommunismus eilen wird, eine Millionen tapferer Pawel Kortschagins, die nur darauf gewartet haben.

Niemand muß sich aber ängstigen, daß es künftig, unter der Herrschaft dieser moderaten Anhänger der deutschen Sektion des Leuchtenden Pfades keine Demonstrationen unter freiem Himmel mehr geben wird. Im Gegenteil. Wer zukünftig nicht freudig heraus zum Ersten Mai eilt, um die Weisheit und Güte der Partei zu preisen, die uns Brot gibt und Wohnung, Bildung und Arbeit und die uns davor bewahren wird, erneut in die Hände ausbeuterischer Kapitalisten zu fallen, wo die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen doch DER PARTEI vorbehalten sein wird, der wird sich damit als Volksfeind entlarven, denen bekanntlich auf’s Maul gehört.

Angehörige der Betriebskampfgruppen demonstrieren nach erfolgreicher Revolution: Nie wieder werden ihre Arbeitsplätze in die Hand räuberischer Konzerne wie Siemens-, Schlecker oder ALDI geraten, was des Volkes Hände schaffen, wird des Volkes Eigen sein. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, den diese tapferen Burschen zu kämpfen haben, moralisch unterstützt, von den fortschrittlicheren Zeitungsredakteuren, was ihnen die siegreichen Revolutionäre nicht vergessen werden.

Die Besten des Volkes huldigen dem Volke

Mangelndes Demokratieverständnis

So wie der Erste Mai schwere Krawalle der LINKEN in Berlin auslösen wird, so krawallierten in Jerusalem Palästinenser gegen Juden, die, so schreibt es die Zeitung,  durch Ostjerusalem marschierten*. Offenbar handelte es sich um eine genehmigte Demonstration. Wütende Palästinenser attackierten die israelische Polizei, die den Zug im Viertel Silwan begleitete, mit Steinen und Molotow-Cocktails, wie Augenzeugen berichteten. Da, wie die Zeitung formuliert, es sich um rechtsextreme Juden handelte, muß das wohl in Ordnung sein. Über Leute wegen ihrer abweichenden Ansichten herzufallen. Moralische Rückendeckung gab es von den Friedensfreunden. Die israelischen Friedensaktivisten schwenkten demonstrativ eine palästinensische Flagge. Auf Spruchbändern hieß es unter anderem „Kein Faschismus“ und „Stoppt die Siedlungen in Ostjerusalem“.

Aber was, bitte schön, ist ein rechtsextremer Jude? Zieht der los, hört Hitlerreden, verehrt Rudolf Heß und interessiert sich dafür, ob der Holocaust nun technisch möglich war oder nicht? Verprügelt der harmlose Inder auf Tanzveranstaltungen, die sich dann vorm Gelynchtwerden in eine Pizzeria retten müssen, wo nur die Glastür die Angreifer fern hält? Oder will er gar den italienischen Faschismus in den Farben Israels errichten? Auf jeden Fall ist nicht ganz klar, wer von wem gelernt hat. Die Palästinenser von den deutschen Linken oder die deutschen Linken vom  Palästinensermob.

Und natürlich ist es ein schwerer Unterschied, ob israelische Siedler die Araber raus haben wollen, weil sie meinen, ihr Land ist ihnen von Gott gegeben oder die Araber die Juden raushaben wollen, weil sie sie einfach nicht leiden können. Das eine ist ein Verbrechen, während das andere nachvollziehbar ist. Wo die Juden dann hingehen, das ist dann ihre Sache.

*Womit klar ist, wer den schwarzen Peter hat, denn die Bösen marschieren immer. Auf oder durch – egal.

Mut zur Intoleranz

DSDS der Panzersoldaten

Wer ist der Favorit? Dieser?

Oder dieser?

Oder dieses?

Nicht jammern!

Ja. Schlimm. Eines meiner Lieblingsbücher. Der Weg ins Leben. Dort wurde die Parole „Nicht jammern“ ausgegeben, als die Kolonie vor fast unlösbaren Aufgaben steht. Jammern war früher auch nicht des Deutschen Lieblingsbeschäftigung. Aber seit wann ist das anders? Heute wird nur noch gegreint, gewinselt und gefordert aber 1932 hatten die Menschen noch richtig Probleme! Otto hat das später mal so formuliert: Kein Geld, keine Arbeit, keine Ahnung, wie es weiter geht?

Tapferes Schneiderlein

Von der Änderungsschneiderei zur Sozialministerin, das kommt ja fast dem amerikanischen Traum nahe, den es so nicht gibt, weil kein Mensch seines Glückes Schmied ist, wie DIE LINKE weiß.  Aygül Özkan mußte weder 7 auf einen Streich erlegen,  zwei Riesen erschlagen, das Einhorn fangen, es reichte, daß ihre Eltern von irgendwoher in die Bundesrepublik einwanderten und sie selbst deutsch spricht, liest und schreibt und große Pläne hat, sollte die CDU in ihrem Bundesland die Landtagswahl gewinnen, deshalb ist es gut, daß diese mutige Frau, die sagt, Migranten müssten an den Früchten der Arbeit der Deutschen teilhaben, was auch der Räuber vom Opfer fordert – her mit dem Geld – , gleich ihre Reformpläne auf den Tisch legt – und das ist auch gut so.

Hinterher soll nämlich keiner sagen, er habe  von nichts gewußt! Schlimm ist auch, daß dieses Musterbeispiel an Integration von rechtsradikalen Deutschen bedroht wird, die durch ihre Äusserungen zur Einführung eines parallelen Justizwesens, in dem Türken von türkischen Richtern freigesprochen werden und die Kreuze von der Wand müssen,  etwas irritiert scheinen. Mit Recht können wir davon ausgehen, daß diesen Drohungen keine Taten folgen werden, im Gegensatz zu den Ankündigungen der Anhänger der Religion der tapferen  Aygül Özkan, die sich überall auf der Welt durch Meuchelmorde um den Islam verdient gemacht haben. Zuletzt mit der Warnung an die Macher von Southpark, wie der ermordete van Gogh zu enden, was natürlich nichts mit Aygül Özkan persönlich zu tun hat. Dennoch ist das natürlich zu verurteilen. Die Drohungen. Der Rechtsradikalen.

Wie aus ihren Ankündigungen und Ehrenämtern ersichtlich ist, wird sie sich als Sozialministerin für das Wohl aller deutscher Staatsbürger einsetzen, ungeachtet deren Herkunft und Religion, und das erfüllt uns doch mit einiger Zuversicht. Und natürlich ist ein Verbot von Kruzifixen durchzusetzen, die dringlichste Aufgabe, die sie als Sozialministerin hat. Türken lernen in staatlichen deutschen Schulen nämlich in ihrer Gesamtheit nicht wegen der Kreuze an der Wand. Und wo keine Kreuze hängen, da aus anderen Gründen. Aber auch die wird Frau Aygül Özkan zügig und erfolgreich angehen. Freuen wir uns darauf. Falls die CDU die Regierung stellen wird. Was wir hoffen wollen und dann werden wir NRW nach zehn Jahren nicht wiedererkennen. So viel steht fest.

Schwarze Witwen preisen Allah

Für Raketen reicht es immer

Nicht aber für die Reparatur des Klärwerkes oder den Zoo. Hamas, die faktische Regierung in Gaza, setzt eben Prioritäten.

Verschwiegen wird natürlich, bei aller Traurigkeit über die Verluste der Zootiere im heldenhaften Kampf gegen den Zionismus, daß die Terroristen der Hamas es nicht nur auf Verluste unter den Zivilisten ankommen liessen und sie geradezu erzwangen, nein, auch die Tiere mußten ihre Rolle spielen.


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