Archiv für 2. August 2010

Der Krieg eröffnet

Erstaunlich, russische Truppen greifen Deutschland an und französische Flieger und Soldaten deutsches Territorium. Ohne jede Kriegserklärung. Was soll man davon halten?

Berlin, 2. Aug. 1914. Nachdem eine Antwort auf unsere befristete Note von Rußland nicht eingegangen ist, haben russische Patroillen heute Nacht die Eisenbahnbrücke über die Warthe bei Eichenwied, Strecke Jarotschin – Wreschen angegriffen. Der Angriff wurde abgewiesen. Deutscherseits zwei Leichtverletzte; die russischen Verluste konnten nicht festgestellt werden. Ein russischer Angriff auf den Bahnhof Miloslaw wurde verhindert. Ferner wurde gemeldet,  Letzte Nacht überritten russische Kolonnen mit Geschützen die Grenze bei Schwidden, südöstlich von Biala. 2 Schwadronen Kosaken reiten auf Johannisburg. Hiernach hat Rußland deutsches Reichsgebiet angegriffen  und den Krieg erklärt.

Feindliche Flieger. Nürnberg 2. Aug. Die Eisenbahndirektion Nürnberg teilt mit, daß bei Markt Einersheim auf der Strecke Nürnberg-Kitzingen und auf der Strecke Nürnberg Ansbach Flieger gesehen wurden, die Bomben auf Bahnstrecken warfen. Irgendwelcher Schaden wurde bisher nicht angerichtet.

Berlin, 2. Aug. Nach den bisher beim großen Generalstab vorliegenden Meldungen haben russische Truppen, ohne daß eine Kriegserklärung bisher erfolgt ist, an zwei verschiedenen Stellen das Reichsgebiet überfallen. Russisches Militär ist unter der Verletzung der unter der Aegide Rußlands geschaffenen Haager Konvention in die Provinzen Posen und Ostpreußen eingefallen. Eine russische Abteilung operiert gegen die masurische Seenplatte, die andere versucht wartheabwärts vorzudringen. Beide Abteilungen wurden zurückgeworfen.

Berlin, 2. Aug. Wie die „Deutsche Tageszeitung“ aus Königsberg meldet, ist in Endtkuhnen eine russische Patroille eingeritten. Das bei Endkuhnen gelegene Postamt Bilderweitschen soll nach sicherer Meldung zerstört worden sein. Der Feind überschritt an vielen Stellen die Grenze.

Allenstein, 2. Aug. Nachmittags 6 Uhr. Die Stadt Johannisburg, die von einer Eskadron des Dragoner-Regiments Nr. 11  besetzt ist, wird augenblicklich angegriffen. Die Bahn Johannisburg – Lyck ist bei Gutten unterbrochen, ebenso die Stichbahn nach Dlottowen. Die Verluste betrugen bisher auf russischer Seite 20 Mann, auf deutscher Seite nur mehrere leicht Verwundete.

Berlin, 2. Aug. Der „Lokalanzeiger“ meldet aus Danzig, daß deutsche Eisenbahnarbeiter bei Ellowo von russischen Truppen beschossen worden sind und sich darauf zurückzogen.

Berlin, 3. Aug. Eine Grenzverletzung durch Franzosen wurde am 1. August abens beim Schluchtpaß festgestellt. Deutsche Postierungen wurden beschossen. Keine Verluste.

Berlin, 3. Aug. In der gestrigen Nacht wurde ein feindliches Luftschiff in der Fahrt von Kerpich auf Andernach beobachtet.

In der gleichen Nacht versuchte ein Kochemer Gastwirt mit seinem Sohn den Kochemer Tunnel zu sprengen. Der Versuch mißlang. Beide wurden erschossen.

Feindliche Flugzeuge wurden von Düren auf Köln beobachtet. Ein französisches Flugzeug wurde bei Wesel heruntergeschossen.

COBURGER ZEITUNG 2. /3. August 1914

Alte Stadtansichten

Also, bevor Deutschland zerbombt und geschleift wurde. Hier mal das Bismarkdenkmal in Rathenow. So etwas wurde nicht vom Staat erbaut, sondern von Menschen, die der Meinung waren, Bismark wäre ein großartiger Politiker gewesen. Der Vater der deutschen Einheit. Einigkeit und Recht und Freiheit … . Heute wissen es natürlich die Menschen besser. Bismark war ein Militarist, denn wenn die Deutschen nur ordentlich und intensiv gebetet hätten, wäre auch eine friedliche Reichseinigung möglich gewesen. Margot Käßmann sitzt ja auch bei den moderaten Taliban unterm afghanischen Sternenzelt, jedenfalls würde sie das tun als Christin, wenn sie denn eine wäre. Leider, leider, hat der Glaube an den einen Gott stark nachgelassen, so daß die wenigen, die das noch tun, und die nicht den Klimawandel anbeten und seine Prophetin Angela Merkel, leider nicht den Weltfrieden herbeiwünschen können, so daß immer noch Kriege geführt werden, die, so wissen es die Gottesdolmetscher, nach dem Willen Gottes nicht sein dürfen. Imposantes Denkmal, das im Kriege zerstört, als Ruine dahindämmerte und nun, man höre und staune, 2003 restauriert, wieder eingeweiht wurde. Schlimm, wie die Nazis wieder auf dem Vormarsch sind.  Alte Städtepostkarten.

Einwanderung nach Arizona

Unglaublich, daß Arizona da seine Einwanderungsgesetze verschärfen will. Barmen die Gutschmierer deutscher Zeitungen. Schließlich ist ja niemand illegal. Und seit Schäuble wissen wir, daß durch Grenzöffnung die Kriminalität sinkt.

Auch Du bist Verfassungsfeind!

Man lese und staune, auch Anklam hat mobil gemacht zum Jahrestag des Ersten Weltkrieges, besser der Bürgermeister, Michael Galander, der es einer legal zugelassenen Partei, der NPD, von der man halten kann, was man will,  verwehren wollte, sich in Anklam friedlich unter freiem Himmel zu versammeln, die, so kann man erfahren, sogar zwei Stadtvertreter im Anklamer Rathaus hat, demokratisch gewählt, wie dieser Bürgermeister  Galander, was es nicht alles gibt!

Anklam ist eine gastfreundliche Stadt, sie lebt auch vom Tourismus und Fremde sind in ihr willkommen, sie müssen nur die richtige Gesinnung mitbringen. Da es bis jetzt noch nicht möglich war, Einreisende politisch auf Herz und Nieren zu prüfen, mittels eines umfassenden Fragebogens, der analysiert, ob die Betreffenden auf dem Grundgesetz herumtrampeln, dann würden sie nämlich zum Anklamer Rathaus passen, hat man sich erst einmal ausgedacht, Anklam mit riesigen Plakaten zu schmücken auf denen zu lesen ist, jeder ist in Anklam willkommen, außer Neonazis, die, wie wir wissen, lieber heute als morgen Bomben auf England werfen würden oder einen Flakgürtel um Dresden intallieren, damit Bomber – Harris es nicht again tun kann. Wanderer, kommst Du also nach Anklam, erschrick nicht, denn noch steht da nicht „Kein Platz für Linkshänder, Buddisten oder Freunde der Zithermusik“, es geht nur um Neonazis und zum Glück gibt es welche, womit hätte Anklam sich sonst schmücken können? Rührig ist er ja, der zugelaufene Bürgermeister Gallander, der Anklamern seitdem beibringt, was die Grundrechte sind.

Schon früh am Morgen ist er unterwegs, um sich über die aktuelle Lage zu informieren, denn in der Nacht zum Sonnabend hatten bislang unbekannte Täter bis auf eines am Steintor fast alle Plakate mit der Aufschrift „Kein Ort für Neonazis in Anklam“ beschmiert, abgerissen, beschädigt oder gestohlen.

Das eine ist Vandalismus, was aber das andere mit Demokratie zu tun hat, das weiß nur dieser Bürgermeister, der zumindest schon zur Selbsterkenntnis gelangt ist, dass „ausgerechnet diejenigen, die die Demokratie ausnützen, sie abschaffen wollen“. Ob er daraus den richtigen Schluß zieht und sich beim Verfassungsschutz anzeigt, wegen Umtrieben, die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung abzuschaffen, darauf kann man wohl lange warten.

Sind wir nicht alle Anklam?


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