Archiv für 5. August 2010

Na bitte, geht doch!

Bekanntmachung. Russen, Franzosen und Serben haben Freiburg zu verlassen. Da die Heimreise zur Zeit unmöglich ist, werden den Vermögenden die Stadt Baden, den Wenig – und Unbemittelten die Militärbaracken in Donaueschingen zum Aufenthalt angewiesen. Sonderzüge gehen heute um 3 Uhr nachmittags von Freiburg ab. Andern Ausländern, die ebenfalls nach Baden oder Donaueschingen wollen, ist die Benutzung der  Züge auf Wunsch gestattet. Freiburg, den 5. August 1914. Großh. Bezirksamt.

Abgelaufene Medikamente

Wofür die Linksparteiwalküren nach Gaza geschippert sind. Um abgelaufene Medikamente zu verklappen. Es ist natürlich hochherzig, für kostenlose Arzneimittelverteilung übers Grundwasser zu sorgen. Danke, Genosse Paech.

Heil Dir mein Brandenburger Land

Brandenburg hat eine Diktaturbeauftragte. Haben sie das gewußt? Und nein, sie hat, entgegen des spontanen Gedankens, der aufkommen will, wenn man Diktaturbeauftragte liest, nicht die Aufgabe, die Diktatur des Proletariats unter Führung der DIE LINKE, der SPD und den GRÜNEN, planmäßig in Brandenburg weiter voranzubringen, denn das machen die Vertreter der genannten Parteien immer noch ganz spontan, wenn auch ihre Initiative zur Abschaffung der faulenden, parasitären und sterbenden parlamentarischen Demokratie  begeisterten Widerhall in allen Amtsstuben  gefunden hat. Wer erinnert sich nicht an die beispielhaften Schulungen, in denen kommunale Behördenmitarbeiter damit vertraut gemacht wurden, wie man Antragstellern, die keine mindestens sozialdemokratische Gesinnung nachweisen können, verweigert, zum Beispiel, eine Immobilie zu mieten? Aber darum geht es gar nicht.

Brandenburger Schüler wissen zu wenig über die DDR – wieder einmal und immer noch –  und wenn sie etwas wissen, dann das, daß sie der bessere deutsche Staat war, denn jeder hatte seine Arbeit, seinen persönlichen Spitzel, der auch ein Ehepartner sein konnte, und keine zeternden Moslems weit und breit, weshalb die DDR heute das ideale Deutschland hätte sein können, man müßte nur 95 Prozent aller Waren aus den Kaufhausregalen verschwinden lassen, umfangreiche Abrißarbeiten in den Unternehmen und Innenstädten durchführen, die Maschinenparks gegen die in Tansania eintauschen, und ja, eine Mauer müßte gebaut werden, ein Schutzwall, auf daß keine begehrte Arbeitskraft für den sozialistischen Aufbau entkomme.

… Die DDR stand bisher bei vielen Schülern erst am Ende ihrer Schullaufbahn auf dem Stundenplan. Oft genug ist sie nur im Schnelldurchlauf oder eben überhaupt nicht mehr behandelt worden. Rupprecht sagte, es sei unerlässlich, „dass sich die Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig und bei geeigneten Themen auch über die Schullaufbahn verteilt mit unserer jüngeren Geschichte auseinandersetzen“. Die DDR soll nun ab der siebten Klasse „in unterschiedlichen thematischen Kontexten“ vermittelt werden. Themenfelder seien etwa „Schule in der Diktatur und in der Demokratie“ oder „Plan- und Marktwirtschaft“. In Politischer Bildung stehen „Menschenrechte“ oder „Jugend und Politik“ mit DDR-Bezügen auf dem Plan. So sollen Schüler zu eigenständigen und kritischen Urteilen zur DDR gelangen. Außerdem sind Besuche von Gedenkstätten oder Museen künftig Pflichtprogramm. MÄRKISCHE ALLGEMEINE.

Ob dann die derzeitigen Amtsinhaber  eingeladen werden, um über ihre Erfolge bei der Verfolgung Andersdenkender zu berichten und über die feinen Unterschiede zwischen damals und heute , als der Staat noch die Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit hat den Terror ausüben lassen müssen, während es heute die jungen Garden von DIE LINKE, SPD und GRÜNEN unaufgefordert tun, zu verprügeln und zu terrorisieren, zum Beispiel, wer das falsche Kleidungsstück trägt, das bleibt allerdings offen. Unklar ist auch, wie die Genossen vermitteln wollen, welchen Unterschied es in der Schule in der Diktatur der DDR und dem derzeitigen undemokratischen Sozialismus in Brandenburg geben soll. Nun ja. In der DDR mußten die Kinder noch lernen. Mathematik, Physik und Chemie und wie all die unnützen Sachen heißen, auf die man heute verzichten kann, hat man nur genug interkulturelle Kompetenz und das passende Gefühl für soziale und Umverteilungsgerechtigkeit. An der hat es auch der DDR nicht gemangelt, weshalb sie schon im 40. Lebensjahr von ihren begeisterten Menschen gegen den Kapitalismus eingetauscht wurde.

Wofür wir gerne Geld geben

Natürlich gibt es keine entsprechenden Spot(t)s zur DIE LINKE.  Ist doch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die sich aus taktischen und finanziellen Gründen mehrmals umbenannt hat, damit beschäftigt, das Experiment DDR jetzt aber zum gewünschten Ergebnis zu bringen. Erst einmal in Brandenburg. Und dazu kann ihr nur jeder Glück und Erfolg wünschen.

Gerechtigkeit kennt keine Dankbarkeit

40 Milliardäre, darunter Bill Gates, wollen, sagen sie und schreibt die Presse, die Hälfte ihres Reichtums spenden. Als Ablaß sozusagen, zur Vergebung der Sünde, überhaupt reich geworden zu sein, wobei es völlig egal ist, wie sie reich wurden. Schreiben die, die keine Milliardäre sind. So bemerkt einer der Kommentatoren im TAGESSPIEGEL: “ Die Verteilung von Reichtum und Armut weltweit ist ungerecht und menschenverachtend.“ Und bringt es damit voll auf den Punkt. Alleine dieses völlig menschenverachtende Lebensniveau in Deutschland, im Vergleich zu, na, sagen wir mal, zum Senegal oder zu Rumänien, sollte uns auf die Barrikaden treiben und auf die Marktplätze, um dort unser Eigentum zusammenzutragen , bis auf Blechnapf, Löffel und Hemd,   um anschliessend den ausgewählten Reichtumumverteilungskommissaren das schwere Geschäft, den aufgehäuften Reichtum im Senegal oder Rumänien gerecht zu verteilen, während in Hamburg uns ganze Containerschiffe senegalesische Armut bescheren, zu überlassen. Unbedingt nötig sind dabei Reichtumskontrolleure, die genau prüfen, über wie viele Paare Socken und Unterhosen ein Mensch verfügt, um erst gar keine Menschenverachtung aufkommen zu lassen. Die genannten Milliardäre können sich also schon mal auf ein Leben in äusserster Bescheidenheit einrichten, denke ich. Der Hinweis darauf, jeder hätte doch ein markttaugliches Betriebssystem entwickeln können, um Milliardär zu werden, ist übrigens völlig fehl am Platze, denn wie gesagt, es kommt nicht darauf an, wie jemand reich geworden ist, sondern darauf, daß er es ist und das gilt es zu beenden. Nordkorea kann uns da durchaus Vorbild sein oder Kuba. Daß dann aber verdiente Reichtums- und Armutsumverteiler, zum Repräsentieren auch mal Hummer mampfen müssen, das versteht sich doch von selbst.


August 2010
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Neueste Kommentare

Penny & Lane bei Endlich wieder Kriech
vitzli bei Endlich wieder Kriech
Tante Lisa bei Nach der Prüfung
Onkel Peter bei Hungersteine – Klimawand…
hildesvin bei Germania
Waffenstudent bei Germania
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Waffenstudent bei Wann verlernen die Idioten das…
Tante Lisa bei Seemannsgarn

Blog Stats

  • 2.285.159 hits

Archiv