Archiv für 6. August 2010

Vom Stachel der Eifersucht getrieben

Was bisher geschah. Eine serbische Terrororganisation ermordet das österreichische Thronfolgerpaar. Österreich fordert die serbische Regierung auf, diese Terrororganisation zu verbieten und künftig antiösterreichische Propaganda und Aktivitäten zu unterlassen. Serbien druckst herum. Krieg zwischen Serbien und Österreich! Da hätte der Krieg noch lokal bleiben können und schnell beendet werden. Russische Truppen überschreiten die deutsch-russische Grenze. Krieg Rußland – Deutschland. Russische Truppen betreten österreichisches Gebiet. Krieg Rußland – Österreich. Frankreich mobilisiert und schweigt auf die Frage, ob es sich aus dem Krieg Rußland – Deutschland heraushalten wird, während bereits deutsches Reichsgebiet von französischen Abteilungen angegriffen wird. Zur Sicherung seiner Nordflanke verletzt Deutschland belgisches Territorium und versichert, es würde die Souveränität Belgiens achten und sämtliche Schäden wiedergutmachen. Krieg Frankreich – Deutschland. England nimmt die Verletzung der Neutralität Belgiens zum Anlaß, Deutschland den Krieg zu erklären. Ein Zeitungsartikel, der wohl die Empfindungen dazu am Besten beschreibt. Die Frage war, wer ist zuerst in Belgien. Die französische Armee oder die deutsche. Ähnliches fand dann 1940 statt, im Wettlauf um Norwegen, zwischen der deutschen Wehrmacht und den Engländern. Seit Ende des Ersten Weltkrieges wissen wir aber, wer immer die Guten und wer die Lumpenhunde sind. Im sozialistischen Geschichtsunterricht galt und gilt(?) der Schlieffenplan als Beweis für die Aggressivität des Deutschen Kaiserreiches.  Erst über die Franzosen herfallen, um dann das russische Reich zu erobern. Deutschland  vom Atlantik bis zum Pazifik sozusagen. Aber Deutschland hatte gar keine andere Möglichkeit, zu reagieren, sollte es von mehreren Seiten mit Krieg bedroht werden, wenn es sich nicht unmögliche Militärlasten aufbürden wollte.

Bild: England erklärt am 4. August Deutschland den Krieg. Die Flotte Englands nach der Revue bei Spithead. Nach einer fotografischen Aufnahme.

Wien, 5. August 1914. Der Enkel des Buchhändlers Goschen hat gestern in Berlin als Bevollmächtigter Botschafter des Königs von England den Krieg erklärt. … Das geschah gegen sieben Uhr abends, und vielleicht sind zur selben Stunde die englischen Riesendampfschiffe aus den Häfen in der Nordsee herausgedampft. Denn auf den Augenblick, in dem aufgestapelter Neid sich schrankenlos ergeben darf und nicht mehr gezügelt werden muß, haben die Feinde des Deutschen Reiches in England schon lange gewartet. Sie werden keine Minute verlieren, um den längst geplanten Angriff zu versuchen, und bald werden die britischen Geschwader in der Nähe der deutschen Küsten, wo so viele blühende Handelsstädte das Walten des Bürgerfleißes bekunden, gesichtet werden.

Die Urheber des sündhaften Krieges wollen erfüllen, wovon sie träumten und wonach sie zitterten, als könnten sie nicht Ruhe finden, bevor es geschehen ist. Vom Stachel der Eifersucht getrieben, haben sie nach der Gelegenheit zu diesem Kampfe sich immer gesehnt. Die Rede des englischen Staatssekretärs hat klar bewiesen, daß der Anschlag gegen das Deutsche Reich schon lange vorbereitet war und daß die Bedingungen für die Neutralität eine Falle gewesen sind, ganz nach dem Geschmacke hergerichtet, der zur Hinterhältigkeit einen kleinen Zusatz von sittlichem Gefühl liebt. Heuchelei über Heuchelei, muß jeder aufschreien, der die Worte liest und die in Sanftmut verkleidete Gehässigkeit spürt und die mit der Gebärde des Anstandes vorgetragene Falschheit merkt und von der inneren Unwahrhaftigkeit geradezu angewidert ist. Die englische Regierung, die einen ungerechten, nicht einmal durch irgendwie zureichende Vorwände begründeten Krieg führt und die ruchlose Blutschuld vor der Geschichte zu verantworten haben wird, will den französischen Rachedurst und die panslawischen Greuel mit einem Namen decken, der früher, als er noch ein Symbol des Schutzes für Menschlichkeit war, mit Ehrfurcht genannt wurde und jetzt von der kleinlichen und neidischen Mittelmäßigkeit herabgewürdigt wird.

König Eduard hatte auf der Terrasse seines Hotels zu Marienbad nach dem Frühstück ein Gespräch mit dem französischen Ministerpräsidenten George Clemenceau. Schon damals wollte England den Krieg, und aus der Unterredung ist ein Wort in die Öffentlichkeit hinausgeflattert, das noch heute gilt und woran jetzt, da die Gedanken sich unwillkürlich der künftigen Seeschlacht zuwenden, erinnert werden muß. Clemenceau antwortete dem König, der ihn zu einer kriegerischen Politik drängen wollte: Frankreich wäre dazu bereit, wenn die Dreadnoughts in die Spree hineinfahren könnten und England eine Landmacht hätte. Die Dreadnoughts können auch jetzt nicht in die Spree hineinfahren, und der Gedanke, ein Reich mit sechsundsechzig Millionen Einwohnern zu besiegen, wenn die Flotte vernichtet wird, ist so kindisch, daß die Gefahr des Zusammenbruchs der kontinentalen Politik des britischen Reiches um kein  Haar geringer wird, wenn alle deutschen Schiffe auf dem Grunde des Meeres liegen. Die alten Geschichten von der spanischen Armada und von der Zerstörung der holländischen Überlegenheit zur See sind auf das Deutsche Reich mit seinen unermeßlichen Hilfsmitteln nicht anwendbar. Wenn die deutsche Armee den Eisenpanzer der lothringischen Festungen durchbrechen und wieder vor Paris stehen sollte, wenn Rußland von den verbündeten Heeren in Podolien durch eine Hauptschlacht zurückgeworfen werden könnte, würde der Krieg, den England führt, nichts sein als Bilderstürmerei zu See, fanatischer Groll, der ein Kunstwerk zerbricht, aber nichts schafft. Sie können es nicht leiden, daß die ganze Welt voll Bewunderung für die junge deutsche Flotte ist. Die an ihnen zehrende Monopolsucht, die Überhebung, mit der sie die Erde als dazu bestimmt ansehen, britisches Eigentum zu werden, all diese häßlichen Gefühle haben den brudermörderischen Krieg hervorgerufen. …

Deutschenhaß ist das Gemeinsame zwischen Völkern, die sonst durch die schroffsten Gegensätze auseinandergehalten werden. Bohrender Neid hat England zu dem Verhängnis getrieben, sich dem Nationalismus zu verschwören, den es am meisten zu fürchten hat, weil es verloren wäre, wenn diese Leidenschaft sich in den von ihm unterjochten Ländern ausbreiten würde. …  Der Krieg gegen Deutschland ist frevlerischer Übermut …. NEUE FREIE PRESSE.

Jubel jubel freu freu

Trotz zunehmender Fremdenfeindlichkeit und  fremdenfeindlicher Straftaten, deren tote Opfer die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten gar nicht mehr aus den Straßen bergen können, glaubt man diversen Organisationen, Sachsen-Anhalt wird bei denen, die gehört haben, hier gibt es Essen für nix tun, Wohnung, Kleidung und die Perspektive, dauerhaft der deutschen Gesellschaft auf der Tasche liegen zu können, immer beliebter.

Im letzten Jahr erreichten mehr Menschen mit letzter Kraft  die rettenden Grenzen Sachsen-Anhalts als im Jahr davor und die wiederum waren mehr als noch 2007. Das ist ein schöner Erfolg für die kriminellen Menschenhändlerbanden und Schlepperorganisationen!

Von 403 Asylanträgen, die 2009 von Personen gestellt wurden, die sich durch die umgebenden, sicheren Drittstaaten auf gefahrvollen Wegen gekämpft hatten, um ausgerechnet in Sachsen-Anhalt einen Happen zu schnappen, von der schönen Welt, wurden gerade 2 als berechtigt anerkannt, wieviel das in Prozent ausmacht, kann sich jeder ausrechnen, auch, wieviel das hochgerechnet sind, auf ganz Deutschland. 2509 Menschen leben im Land, die zuvor ihre Ausweispapiere weggeschmissen haben und die deshalb keinem Herkunftsstaat zugeordnet werden können, in die man sie abschieben könnte. Wie beim Scheiniraker in Möhlau, der von Phantomnazis verbrannt wurde und der sich bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung als Georgier entpuppte.

Und wenn die Einwohner Sachsen-Anhalts früher aufstehen, um in anderen Bundesländern, in Holland, Österreich oder der Schweiz, ihre Arbeitskraft zu Markte zu tragen, dann sollten sie immer voller Dankbarkeit daran denken, daß sie auch die wachsende Zahl sogenannter Asylbewerber mitzuernähren haben, weil es eine Herausforderung ist, für unsere Volksvertreter, dem zugereisten Lügengesindel, das sich nach Sachsen-Anhalt eingeschlichen hat, eine dauerhafte Perspektive in diesem Land zu geben, weil es, so Innenminister Hövelmann, keine Möglichkeit für eine dauerhafte Rückkehr in die Heimat gibt. Afghanistan aber existiert immer noch und auch der Irak und Vietnam und warum scheinasylierte Afghanen, Vietnamesen oder Iraker in Zukunft nicht dorthin zurückkehren sollten, wo sie viel Geld bezahlten, um an den Topf mit dem süßen Brei in Sachsen-Anhalt zu kommen, das weiß nur der Innenminister, der einen langen, langen Blick in die Zukunft getan haben muß.

Im Übrigen, was nützt ein schlechter Ruf,  wenn er dann wiederum nicht so laut ist, daß er nicht bis nach Afghanistan, Vietnam, Irak, Burkina Faso oder Benin dringt? Gar nichts!

Am Leben, ungefoltert, stinksauer

Überall ist es besser als hier. Anspruchdenken, Geld der arbeitenden Bevölkerung verbrauchen und dann die große Fresse. Dann geh doch zurück in den Dschungel, wenn es hier nicht passt. Ja, das war jetzt furchtbar unsensibel, drückt aber meine Empfindung dazu aus.


August 2010
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Neueste Kommentare

Penny & Lane bei Endlich wieder Kriech
vitzli bei Endlich wieder Kriech
Tante Lisa bei Nach der Prüfung
Onkel Peter bei Hungersteine – Klimawand…
hildesvin bei Germania
Waffenstudent bei Germania
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Tante Lisa bei Seemannsgarn
Waffenstudent bei Wann verlernen die Idioten das…
Tante Lisa bei Seemannsgarn

Blog Stats

  • 2.285.263 hits

Archiv