Archiv für 8. August 2010

Berlin braucht mehr Obst – und Gemüsehändler

Berlin leidet an Vitaminmangel, etliche Leute erfahren bereits schmerzhafte Folgen, ihnen fallen nicht nur die Zähne aus dem Maule, nein, geistig sind sie auch nicht mehr ganz frisch. Berlin altert nämlich, die 68er Generation ist kurz vorm Abnippeln und da Kinder die Feministinnen auch bei der freien Entfaltung der Persönlichkeit störten, werden die Menschen in Berlin im Durchschnitt immer älter, woran der Blogwart persönlich nichts falsch finden kann, je mehr Berliner in den Hades einziehen, aus Altersgründen, desto weniger Bundeshilfen benötigt die Stadt, um die sattsam bekannte Dekadenz zu pflegen. Wenn Berlin einmal ganz ausgestorben sein wird, wird das ganze Land aufatmen.

Um dem Vitamin – und Kindermangel abzuhelfen, nennt der Berliner Prognos-Chef Christian Böllhoff Berlin auch schon mal eine „Einwanderer-Gesellschaft“ und meint damit die „islamische, insbesondere türkische Mittelschicht“, die ihr Potenzial in der Stadt entfalten könne.

Nun, werte Leser, worin liegt deren Potential, abgesehen von der Befolgung absurder mörderischer und selbstmörderischer sogenannter Gottesgebote, wenn es darum geht, der Ehefrau oder Tochter den Hals durchzuschneiden? Oder wenn ihre Brut in den den Straßen auf Raubzug geht.

Sie handeln mit Obst – und Gemüse, so sie überhaupt produktiv tätig sind und der deutschen Gesellschaft nicht auf der Tasche liegen, wie Thilo Sarrazin seinerzeit richtig feststellte. Folgerichtig klagte damals auch ein Vertreter der Branche„Ich weiß gar nicht, was wir noch machen sollen“, sagte der 44- jährige Gemüsehändler Senol Sensöz aus Berlin. Die türkischen Unternehmer trügen jährlich mit mehreren Millionen Euro zur deutschen Wirtschaft bei. „Jetzt wird uns auch noch unsere Arbeit vorgeworfen.“

Wieviele Millionen Euro aber die Deutsche Gesellschaft in die zuwandernden Obst – und Gemüsehändler steckt, offenbar eine Zukunftsbranche, zumindest für Berlin, die deshalb verstärkt beworben werden muß, das konnte man damals nicht erfahren. Jedenfalls, die Gefahr, die Zähne wegen Skorbut zu verlieren, die wäre damit in Berlin erst einmal gebannt. Wenn die Gemüsehändlerjugend Dir allerdings die Zähne aus dem Maule tritt, weil Du falsch geguckt hast – Dein Pech.

Verteidigen ihr Gemüserevier

USA – Kritik an Polen und England

Neuyork, 7. August.  Das Danzig – Problem steht seit der Vertagung des Kongresses wieder im Vordergrund des amerikanischen Interesses, wobei es neben zahlreichen von Geschichtsfälschungen und Verbrechen strotzenden hetzerischen Meldungen und Artikeln auch nicht an einsichtigen Stimmen fehlt, die in der Haltung Englands einen heuchlerischen Vorwand zur Tarnung der wahren britischen Absichten sehen.

So schreibt Cassieres am Montag in dem Hearstblatt „Journal American“, England wolle anscheinend einen Krieg heraufbeschwören, um die Rückkehr Danzigs ins Reich zu verhindern, genau so, wie es im vergangenen September in Gemeinschaft mit Frankreich wegen des Sudetenproblems Europa beinahe in einen Krieg gestürzt habe. Der Verfasser des Artikels fragt in diesem Zusammenhang, was die Weltmeinung wohl sagen würde, wenn Deutschland England mit Krieg bedrohte, um Irland oder Indien zu befreien, oder wenn Japan die Vereinigten Staaten von Nordamerika anzugreifen drohte, wenn die Vereinigten Staaten den Philippinen nicht die volle Unabhängikeit sofort gewähren. Auch das unaufrichtige Geschwätz über die sog.  Unabhängigkeit kleiner Staaten sei nur Heuchelei zur Verschleierung machtvoller Absichten.

In der „New York Times“ tritt die Publizistin McCormik der Legende entgegen, Polen sei eine Demokratie. In Wirklichkeit habe  Polen größere Politische Fehler gemacht als die Tschechoslowakei. Seine Minderheitenpolitik z. B.  bestehe lediglich in gewaltsamer Polonisierung der anderen Volksteile. Im „Gaelic American“ unterzieht der Leitartikel des Blattes die hinterhältige englische Außenpolitik einer beißenden Kritik. Er weist darauf hin, daß in Danzig (unleserlich – eventuell, bei 95 v. Hundert) Deutschen auch ein paar (unleserlich – wahrscheinlich, Polen leben) wie in Neuyork einige Chinesen. Es würde aber niemand einfallen, Neuyork als alte chinesische Stadt zu bezeichnen, und die Neuyorker Chinesen träumten auch nicht davon, daß Neuyork jemals ein Teil Chinas werde.

Wenn man (unleserlich), daß Danzig wirtschaftlich von Polen abhängig sei, dann sei Danzig wohl in erster Linie zur Entscheidung über diese Frage berufen. Polen bilde sich doch wirklich nicht ein,  daß Danzig für seine politische Sicherheit Polen brauche. Der Verfasser schließt seine Betrachtungen mit Worten der Sympathie für das polnische Volk, aber auch mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß Polen Frieden und Sicherheit finden möge, bevor es sich die Finger verbrenne, indem es Kastanien aus dem Feuer hole, um „der Welt den polnischen Imperialismus zu erhalten.“  Freiburger Zeitung 8. August 1939.

Thorn, 7. Aug. Die polnische Zeitung „Slowo Pomorskie“ veröffentlicht in diesen Tagen einen Artikel, der festgehalten zu werden verdient. Wir geben ihn nun wieder als einen Beweis für den „Erfolg“ der Chamberlainschen „Friedenspolitik“. Das sind die „Eckpfeiler“ der „demokratischen Friedensfront!“ Folgendes gibt dieses polnische Blatt unter anderem von sich:

„Deshalb sagen wir Polen heute ganz deutlich: Los, dorthin zurück, woher ihr gekommen seid. Auf Schubkarren, die von Hunden gezogen wurden, kam ihr angekarrt. Ihr brachtet nur ein schlechtes Unterbett mit. Mit einem solchen könnt ihr auch losziehen, der Rest bleibt hier. Der Deutsche wird nicht mehr in Danzig jedes Roggenkorn, das nach Übersee geht, kontrollieren. Er wird nicht jeden Tropfen Pflanzenfett, der aus den tropischen Ländern eingeführt wird, versteuern. Er wird kein Geld mehr aus den Weichselniederungen, dem Retzetal oder dem fetten wohlynischen Ton ziehen. Der Deutsche wird uns  in Ostpreußen nicht mehr zur Seite sitzen, wie ein Geschwür in der Achselhöhle. Wir werden ihn aus Schlesien vertreiben, nur etwas weiter als die heutige Grenze geht. Er wird aus der Lodzer und Boryslawer Industrie verschwinden. Wir werden Polen säubern. Volkszeitung, 8. August 1939.

Bild: Vom BDM Hochlandlager Königsdorf. „Die junge Generation Deutschlands – Stolz und Stärke“.

Danzig ist zu der Zeit sogenannte Freie Stadt, sie steht unter der Verwaltung  des Völkerbundes, also der Sieger des Ersten Weltkrieges. Da es die einzige Hafenstadt an der Küste Polens ist, jedenfalls die einzige, die Handelsschiffe aufnehmen kann, geht der polnische Warenverkehr gezwungenermaßen über Danzig.


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