Archiv für 12. August 2010

Dieses Land ist schlimmer als die DDR

Weil es sich nicht an die eigenen Regeln hält. Es hat zwar Gesetze aber die wendet es nur da an, wo es politisch in den Kram passt. Es tönt zwar, die Würde des Menschen ist unantastbar, überläßt aber die Definition, wer zu den Menschen gezählt werden darf, Kriminellen und politischen Banditen. Es erläßt Bestimmungen, niemand darf wegen irgendwas diskriminiert werden, seine Richter sagen aber, im Prinzip ja, aber nur im Prinzip. Heute habe ich mir mal vorgestellt, die DDR hätte eine Oppositionspartei zugelassen, durchsetzt natürlich vom Ministerium für Staatssicherheit, umschwärmt von inoffiziellen Mitarbeitern und belagert von willigen Denunzianten. In der hätten sich dann die zaghaften Umweltaktivisten versammelt, die zu Recht die Naturzerstörung durch die Arbeiter und Bauern kritisierten, die Bürgerrechtler, die auf die luxemburgsche Freiheit der Andersdenkenden pochten und die Leute, die die Nase voll von alternativlosen Wahlen hätten. Wäre diese Partei schikaniert worden und ihre Mitglieder? Ei gewiß doch. Wie es mit den Bürgerrechtlern ja auch tatsächlich geschah. Aber hätte eine aufgeputschte Menge es fertiggebracht, einen Abgeordneten dieser Partei am Besuch eines Fußballspiels zu hindern und der Bürgermeister dieser Stadt hätte sich anschliessend wohlwollend dazu geäußert? Ich glaube nein. Das hätte nämlich dem Grundsatz des Staates widersprochen, sein Machtmonopol zu bewahren und auch auszuüben. Wenn jemand Gewalt ausübt, dann der Staat und nur der, keine Hilfsnazis im Antifalook, keine steuergeldschmarotzenden Gegenrechtegewaltvereine. Keine weiblichen Sozialdrohnen und Asozialen, die von der Arbeitsleistung des werktätigen Volkes leben. Nur der Staat und nicht der Pöbel. Und das ist eben der Unterschied. Wir sind Zuständen in Somalia näher als man glauben möchte.

Danzig weiter offen

FREIBURGER ZEITUNG und WIRTSCHAFTSBLATT, Samstag 12. August 1939. „Danzig, Butterklumpen in polnischer Grütze“ Oslo, 11. August. Unter dem Titel „Entspannung in der Danzig Frage“ berichtet die norwegische Presse ausführlich über die gestrige Rede Gauleiter Forsters und nach Auszügen aus englischen und französischen Kommentaren bringen die heutigen Mittags- und Abendblätter die erste eigene Stellungnahme.

Das führende Schiffahrts- und Handelsblatt „Noges Handelsdog Sivesfaristidenden“ (bitte korregieren, wenn falsch geschrieben) schreibt: Der Hauptinhalt der Rede Forsters bestand in scharfen Ausfällen gegen Polen und gegen den Vertrag von  Versailles, dessen Ungerechtigkeit durch Zitate aus der Presse Frankreichs, Englands und anderer Länder bewiesen wurde. Wir haben in unserem Blatt bereits kurz nach dem Weltkriege geschrieben, daß Versailles Kriegsursachen für mindestens hundert Jahre schaffe und man durch diesen Friedensvertrag den unruhigen Balkan vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer ausgedehnt habe. Viele dieser Ungerechtigkeiten sind beseitigt worden, aber viele Monumente der Dummheit bestehen noch immer. Eines von diesen ist Danzig und der Korridor.

Das sozialdemokratische Regierungsblatt „Arbeider“ bringt heute unter den Titel „Das neue Europa“ einen Leitartikel, in dem es heißt: In der französischen Presse hat plötzlich eine interessante aber unheimliche Diskussion darüber begonnen, was man mit Deutschland nach einem neuen Krieg machen soll. wobei allerdings selbst Pertinar die Überzeugung ausdrückt, daß es nicht gelingen werde, Deutschland für immer niederzuhalten. Das Traurige ist, daß die meisten dieser Artikelschreiber, die eine Vernichtung Deutschlands wünschen, aus der Entwicklung der letzten Jahre nichts gelernt haben und die Fehler von Versailles wiederholen wollen, jene Fehler, die einen Großteil der Schuld daran tragen, daß Europa sich heute wieder am Rande eines Krieges befindet. Erst wenn man dem deutschen Volke gezeigt hat, daß es auch einen anderen Weg als den der Gewaltpolitik und des Krieges gibt, dann ist der Weg zur Regelung aller Probleme offen. Den Polen den Plan zu einer solchen zu skizzieren, wäre eine wirklich große und positive Leistung in unserer zerrissenen und kriegstollen Zeit.

Hallo Janine

Ein Revuefilm wird sich die Welt erobern! Die Ufa hat nach einer längeren Atempause mit dieser Spitzenleistung der heiteren Ausstattungsfilme einen wahren Triumph gefeiert! Illustrierte Wochenpost. …


Wo bleibt die Hilfe für China?

Ich bin verwirrt! Einerseits ist die Zahl der Todesopfer in China durch diesen Erdrutsch auf 1100 gestiegen, was zweifellos weniger als 2000 sind; andererseits liegt die Zahl der Flutopfer in Pakistan auch unter 2000, doch nur da warnt die UNO, wenn die Welt jetzt nicht sofort 352 Millionen Euro für 6 Millionen Pakistanis spendet, dann lässt sie eine zweite Hochwasserwelle los. Da fragt man sich doch, was hat China nicht, was Pakistan hat und sollte die UNO nicht als terroristische Vereinigung verfolgt werden? Ich glaube schon.


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