Archiv für August 2010



Naziaufmarsch in Washington

Wenn jemand Frieden und Sozialismus bedroht hat, in der DDR, und den friedlichen Aufbau des Volkes unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, damals kurz SED und heute DIE LINKE geheißen, die an der Spitze der Parteien der Nationalen Front steht, geleitet von Angela Merkel, dann waren das die bitter bösen Bonner Ultras,  ärger als alle Höllenkreaturen, und liebevoll beschrieben von den Organen der Bezirksleitungen der SED, den Zeitungen. Die haben nun auch Amerika erobert. Und die Welt schläft.

Zwei Monate vor den Kongresswahlen in den USA machen Ultra-Konservative und die religiöse Rechte mobil. Zehntausende Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Lincoln Memorial in Washington.

Eine erschreckende Demonstration, was bei der Freiheit, frei zu sprechen, herauskommt. Da wird Amerika von Deutschland lernen müssen, das derzeit von einer Welle pädagogisch höchst belehrender Artikel überschwemmt wird, die sich damit befassen, was man äußern darf und was nicht und  ob es besser, ist vorlaute Schwätzer in Acht und Bann zu tun oder ihnen nur den Selbstmord zu empfehlen, eine Abschieds – SMS gratis. Das macht doch Meinungsfreiheit aus, daß  jeder weiß, was er laut oder öffentlich äußern darf oder nicht!?

Wo waren aber die Antifaschisten in Washington, fragt man sich, die Hüter von Demokratie und Menschenrechten,  die in machtvollen Sitzblockaden einen solchen Aufmarsch, diese Perversion der Meinungs- und Versammlungsfreiheit,  verhindern? Oder wenigstens mit Steinen und Flaschen zu werfen, wie es in  Deutschland beispielhaft geschieht. Wo war der gratismutige amerikanische Thierse, der inmitten der Marschroute der  gewalttätigen Ultras, für 15 Minuten sein Mittagesssen unterbricht, um  couragiert, nahe am Geschehen, auf den Hawaiinseln, dagegen Protest zu sitzen? Wo? Haben wir uns dafür von den amerikanischen Soldaten vom deutschen Nationalsozialismus befreien lassen, daß das, was aus dem fruchtbaren Schosse kriecht, in Amerika schalten und walten darf, wie ihm der Schnabel gewachsen ist?

So wie damals kühn die Zeitung den westlichen Kriegstreibern die Biedermannmaske vom Gesicht riß, so tut sie es heute auch, wo heute  unverkennbar Zehntausende amerikanische Nazis aufmarschierten, um das friedliche Reformwerk des großen schwarzen Visionärs Barack Obama zu Fall zu bringen, der, wie damals in Chile Salvador Allende, zwar nicht jedem Kind am Tag einen halben Liter Milch garantieren will, sondern einen Platz in der Krankenversicherung, doch Menschlichkeit ist diesen Jüngern des Kapitalismus, die zwischen Mein und Dein unterscheiden wollen,  von jeher ein Dorn im Auge.

Zwar war die Veranstaltung nicht ausdrücklich gegen US-Präsident Barack Obama gerichtet – doch die ultra-konservative Stoßrichtung gegen die Regierung war unverkennbar. „Amerika beginnt heute, sich wieder zu Gott zu wenden“, rief der Organisator der Veranstaltung und Moderator des TV-Senders Fox News, Glenn Beck. Er sprach von mehreren hunderttausend Teilnehmern.

Und das ist es doch, was uns erschaudern läßt. Dieses nicht ausdrücklich. Welch Scharfsinn muß sich da hinter der hohen, klugen Stirn des Journalisten verbergen, der  mutig und schonungslos die Stoßrichtung aufdeckt, die hinter der Stoßrichtung steckt! Und nichts ist den Nazis heilig!

Die Rechten versammelten sich an der Gedenkstätte für Abraham Lincoln, den 16. Präsidenten der USA – und damit ausgerechnet an dem Ort, wo vor genau 47 Jahren der später ermordete schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte „I have a dream“-Rede über eine Gesellschaft ohne Rassenschranken hielt..

Ja ist denn dieser Lincoln noch zu retten, sich dort eine Gedächtnisstätte bauen zu lassen, an der ein Martin Luther King  der staunenden Bevölkerung einen Traum erzählt, nach 47 Jahren, nur, damit die rechtsextremen Gottesanbeter einen Ort zum Versammeln haben, auf dem sie gleich noch auf Martin Luther King herumtrampeln können, der zu früh inkarnierten  Lichtgestalt Barack Obama? Schande über ihn! Den Lincoln. Auch hier muß Amerika Deutschland folgen, das seine vermeintlich großen Staatsmänner, Politiker und Militärs demontiert, um Platz zu machen, für die Helden der neuen Zeit.

Wenn unsere Bundeswehr nicht so schwer beschäftigt wäre, in Afghanistan, den moderaten Koranschülern auszuweichen, auf daß die ihnen kein Leides zufügen, Deutschland müßte darüber nachdenken, Amerika Frieden und Freiheit zurückzubringen, das sind wir ihm mindestens schuldig!

Nazis gegen Steuererhöhung!

Die sollten mal von der Argumentation deutscher Richter lernen. Steuern dienen dem Gemeinwohl in den Parallelgesellschaften, in Griechenland, dem Kosovo, Portugal oder Pakistan!

Mag die Melodie

Getroffene Aygül bellt

Es gibt unendlich viele fleißige Zuwanderer – diese verdienen Respekt, nicht Häme“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) der „Bild am Sonntag“. „Alle jene, die sich einbringen, die ihre Kinder motivieren, die Deutsch lernen, die als Arbeitnehmer Steuern zahlen, die als Unternehmer Arbeitsplätze schaffen – sie alle verdienen Respekt.“ Womit diese ehrenwerte Frau erneut Herrn Sarrazins Thesen unter Beweis gestellt hat, denn es geht ihm nicht um die unendlich fleißigen Zuwanderer, sondern um die anderen. Aber das war anscheinend intellektuell zu hoch für die Frau Ministerin. Zum Glück ist sie da keine Ausnahme. Es liegt auch an den Personen in Regierungsämtern, daß Deutschland im Durchschnitt immer dümmer wird. Die wissen schon, warum sie Quoten und all den Dreck einführen, der vor 40 Jahren nicht benötigt wurde als nur eines zählte: Intelligenz, Wissen und Können. Na, wenigstens kann sie Deutsch auch wenn sie die Bedeutung der Worte nicht begreift.

Und anscheinend ist es für diese Frau eine Heldentat, sich mit eigener Hände Arbeit in Deutschland selbst zu ernähren, früher, vorm Sozialstaat, war das normal. Und auch in der Türkei ist das normal. Da kommt keine Pflaume daher und ruft: „Respekt, daß Du arbeitest, mein Freund, Respekt!“ Ja, was soll er auch sonst machen? Verhungern?

Unendlich fleißige Zuwanderer

Perfide Argumentation

Der II. Weltkrieg steht kurz vor der Tür, die polnische Armee an der Grenze, es geht um das Selbstbestimmungsrecht der Stadt Danzig und Adolf Hitler antwortet in einem Brief dem französischen Ministerpräsidenten Daladier:

Wie würde Frankreich handeln? Darf ich mir die Frage erlauben, Herr Daladier, wie würden sie als Franzose handeln, wenn durch irgendeinen unglücklichen Ausgang eines tapferen Kampfes eine Ihrer Provinzen durch einen von einer fremden Macht besetzten Korridor abgetrennt würde, eine große Stadt – sagen wir  Marseille – verhindert würde, sich zu Frankreich zu bekennen, und die in diesem Gebiet lebenden Franzosen nun verfolgt, geschlagen, mißhandelt, ja bestialisch ermordet würden?

Sie sind Franzose, Herr Daladier, und ich weiß daher, wie  Sie handeln würden. Ich bin Deutscher, Herr Daladier. Zweifeln Sie nicht an meinem Ehrgefühl und an meinem Pflichtbewußtsein, genauso zu handeln. Wenn Sie nun dieses Unglück hätten, das wir besitzen, würden Sie dann, Herr Daladier, verstehen wenn Deutschland ohne jede Veranlassung dafür eintreten wollte, daß der Korridor durch Frankreich bleibt, daß die geraubten Gebiete nicht zurückkehren dürfen, daß die Rückkehr Marseilles nach Frankreich verboten wird? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, Herr Daladier, daß Deutschland aus diesem Grund gegen sie kämpfen würde. Denn ich und wir alle haben auf Elsaß – Lothringen verzichtet, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Um so weniger würden wir Blut vergießen, um ein Unrecht aufrechtzuerhalten, das für Sie untragbar sein müßte, wie es für uns bedeutungslos wäre. …  WIENER NEUESTE NACHRICHTEN.

Eine Begründung die einleuchtet. Das ist ja gerade das perfide daran. Daß es so logisch klingt! Aber Marseille ist nun mal nicht in derselben Lage wie Danzig.  Und auch wenn es in derselben Lage wäre, wäre das Gleiche noch immer nicht Dasselbe. Auch wenn heute deutsche Medien ununterbrochen vom angestammten Rückkehrrecht der Palästinenser  nach Israel faseln und von Jerusalem als geteilter Hauptstadt, das kann man doch nicht miteinander vergleichen! Niemals! Wir wüßten allerdings, wie die heutige Bundesregierung reagieren würde. Sie würde fragen: „Darf es ein Stückchen Deutschland mehr sein?“

Dresden 1939

Das Öko-Energie-Zeitalter

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den massiven Ausbau der Stromnetze als Grundvoraussetzung für eine komplette Umstellung auf Öko-Energien bezeichnet. … Es müsse eine nationale Bereitschaft geben, den Leitungsausbau zuzulassen, um das Öko-Energie-Zeitalter zu erreichen, forderte Merkel am Freitag zum Abschluss ihrer „Energiereise“ in Darmstadt. Ja, da fällt einem wirklich nichts mehr ein, um den geistigen Zustand so einer Person zu beschreiben. Offenbar glotzt die Frau Tag und Nacht Staatsfernsehen. Ein Film, in dem Lügen an Lügen gereiht werden. Das Einzige was stimmt, ist, daß wir von Elektroenergie abhängen, weshalb die Stromversorgung durch deutsche Unternehmen immer mehr reduziert wird.


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