Archiv für 3. September 2010

„Kinderferien in der DDR. Komm mit!”

Wie man lesen kann, verfügen die Genossen der DKP über einen Zeittunnel, mit dem sie Kindern, die später mindestens einmal im Leben DKP wählen werden, Zugang zu einem DDR – Pionierkinderferienlager verschaffen wollen. BILD interessiert natürlich wieder nur der Kugelschreiber, wie auch die Genossen von BLUTHILDE. Dabei ist das die Gelegenheit, Gegenwart und Zukunft zu verändern.

Vielleicht kann ja ein Kämpfer an der unsichtbaren Front dem Genossen Schabowski was ins Essen tun, bevor er die Öffnung des Antifaschistischen Schutzwalles erklärt oder der Genosse Honecker schummelt dem Genossen Gorbatschow Gift in den Bruderkuss?  Der Möglichkeiten sind da viele.

So könnte jemand der jungen Angela Merkel einen Schubs geben, bevor Helmut Kohls väterliches Auge auf sie fällt oder jemand drückt den Vätern des Grundgesetzes schnell einige Zeitungen von heute in die Hand, inklusive der Polizeiberichte, eventuell überlegen Sie sich das  noch mal und hängen die Würde des Menschen unter die Freiheit,  seine Meinung zu äußern?  Das wäre doch was, so ein Zeittunnel. Oder nicht?  Man könnte zum Beispiel ganz praktisch das Asylersuchen dieser Nargess Eskandari-Grünberg ablehnen, nun, wo man weiß, sie empfiehlt den Eingeborenen, sich zu verpissen, wo die Stadt den Zugewanderten gehört. Das hätte doch Sinn. Und auch die Züge mit den anatolischen Hilfskräften, die hätte man gar nicht abfahren lassen müssen, wo man jetzt die Folgen sieht. So was muß man doch nutzen, so einen Zeittunnel, kann doch nicht sein, daß die DKP ihn alleine mißbraucht, das geht doch nicht!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

für Ihre Arbeit möchte ich Ihnen aufrichtig meinen Dank abstatten. In Ihrer Amtszeit ist das Land wieder ein Stück mehr Deutsche Demokratische Republik geworden, besonders die älteren Ostdeutschen dürfen so erleben, daß die gewohnten Zeiten wiederkommen, als DIE PARTEI immer Recht hatte und sonst niemand. Im Grunde genommen konnten sie mit Freiheit sowieso nie viel anfangen, womit ich jetzt nicht Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, meine, sondern die Bewohner der ehemaligen DDR. Viele werden sich leicht wieder in ihre gerade mal vor zwanzig Jahren verlassenen Nischen eingewöhnen, einige aber nicht und, und das ist mein Anliegen, mit denen bitte ich Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, gnädig zu verfahren.

Sie entscheiden ja inzwischen auch, ob jemand seinen Arbeitsplatz behalten darf oder nicht. In zwanzig Jahren, frei von Repression, da kann man schon mal übermütig werden und sein Maul aufreissen, wie der Volksmund sagt, oder ein Buch schreiben. Daß Sie, verehrter Herr Bundespräsident es dem Thilo Sarrazin geben mußten, das versteht sich von selbst, das war sozusagen Normalität in der Deutschen Demokratischen Republik, daß da nicht jeder einfach Bücher schreiben durfte und wenn, dann wären die bestimmt nicht verlegt worden. Womit bewiesen ist, in welch famosem Land wir leben dürfen.

Dieser Stefan Heym hat ja auch immer solche Bücher geschrieben, die wurden dann in der Bundesrepublik Deutschland verlegt, um die DDR zu ärgern. Heute ist das aber gar nicht mehr notwendig. Warum es dann doch ein Verlag tut, das begreife ich nicht. Ich rechne es Ihnen auch hoch an, sehr geehrter Herr Bundespräsident, daß dieser Herr Sarrazin noch nicht unter Hausarrest steht, wie damals ein Robert Havemann. Ich finde, da sind Sie zu nachsichtig, die verehrte Frau Bundeskanzlerin könnte Ihnen da Geschichten aus der DDR erzählen, da sollten Sie sich ein Beispiel nehmen, wie mit solchen Menschen umgegangen werden sollte, die das friedliche Zusammenleben der Völker stören.

Auch sonst wünsche ich Ihnen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, und Ihrer Frau, noch viel Glück auf den weiteren Lebensweg, ich denke, sie tun das Beste für unser Land.

Hochachtungsvoll …

Generalmobilmachung in Frankreich

Es ist der 3. September 1939 und ein Sonntag. Es ist der dritte Kriegstag. Deutsche Truppen kämpfen in Polen. Auszüge aus der FREIBURGER ZEITUNG. Frankreich vor schwerer Entscheidung. Es versucht Tatsachen zu verdrehen. Eigener Drahtbericht der Freiburger Zeitung. La Bern, 2. September. Um 10.20 Uhr, also kurz nach Beginn der Reichstagsrede des Führers begann im Elyseé unter dem Vorsitz von Staatspräsident Lebrun ein Ministerrat. Am Schluß des Ministerrates wurden drei Dekrete unterzeichnet: 1. Die Generalmobilmachung wird auf den 2. September festgelegt. 2. Es wird der Belagerungszustand verhängt. 3. Die Kammer wird ebenfalls auf den 2. September einberufen. … .

Verbindung des Kontinents mit London unterbrochen. Eigener Drahtbericht der Freiburger Zeitung. v. H. Brüssel, 2. September. Die Verbindungen zwischen England und dem Kontinent sind seit gestern früh fast völlig unterbrochen. Der Luftverkehr England nach dem Kontinent ist eingestellt worden. Der Telephonverkehr zwischen Brüssel und London ist heute vormittag eingestellt worden. Zum erstenmal sind die Londoner Blätter in Brüssel nicht eingetroffen. Bisher geht der Telephon- und Telegraphenverkehr wie auch der Eisenbahnverkehr nach Paris noch ungestört weiter. Nur wenige spärliche Nachrichten treffen von jenseits des Kanals ein. .Freiburger Zeitung.

Cool

Daß Deutschland immer dümmer wird, kann man auch daran erkennen, daß ausgewachsene Menschen auf sichtlich zu kleinen, nämlich Kinderfahrrädern, fahren, wobei ihr Hintern einen Meter über dem Sattel schwebt und die Arme deshalb kaum den Lenker erreichen.. Das ist weder gut für den eigenen Körper, noch kommt man solcherart effektiv voran und die Gefahr, auf den nächsten Fußgänger zu fallen, die lauert da auch, denn natürlich fährt man damit nicht auf dem Fahrdamm.  Aber es muß irgendwie cool sein. Früher war es cool, wenn das Kinderfahrrad von einem richtigen Herrenrad abgelöst wurde, mindestens von einem 26er. Der Besitzer war damit schneller und brauchte nicht ganz so viel Pedalumrundungen zu vollführen. Heute ist solch Wissen leider verlorengegangen und der Blogwart trauert an dieser Stelle, denn er hat keine Ahnung, was, um Gottes willen, Mechanik in der Schule abgelöst hat.

Genossin Merkel weiß von nichts

Das Volk der neuen  Deutschen Parlamentarisch  Demokratischen  Republik ist ein wenig sauer, nach einer Umfrage. Die Regierung lasse nicht erkennen, was sie wolle und kümmere sich „nicht um die Interessen der kleinen Leute“. 79 Prozent halten die Regierung für überfordert. Auch fehle es an überzeugenden Persönlichkeiten. Wie zum Beispiel einem Kronprinzen, ähnlich einem Egon Krenz. Der ist nun leider Bundespräsident geworden, der Kronprinz und arbeitet dort für die fortschreitende Wachablösung des verknöcherten deutschen Beamtenapparates mit  aufstrebenden islamischen Feministinnen, deren äußeres Zeichen das Kopftuch ist, die im Amt aber gerne für eine Weile darauf verzichten. Kultursensibel.

Das wird nicht von jedem Genossen an der Basis verstanden aber Demokratie funktioniert nun einmal nicht so, daß die da unten den großen Plan derer da oben auch verstehen müssen. Den EU-Vertrag versteht ja auch niemand, nicht einmal die Mitglieder des Deutschen Bundestages, dennoch hat das  kaum einen Abgeordneten daran gehindert, die staatliche Gewalt Deutschlands an Beamte in Brüssel zu übertragen, Hauptsache, die Diäten steigen weiter, über die dürfen sie sogar selber abstimmen. Das ist Mitbestimmung! Und obwohl die  Genossin Staatsratsvorsitzende den  Kopf des stinkenden Fisches verkörpert, um mal eine farbige Metapher zu benutzen, ist sie unter dem grummelnden Volk beliebter als ihre Regierung. Bravo!

Eben erst hat sie Führungsqualitäten bewiesen als sie alle Hebel in Bewegung setzte, um dem Dissidenten und Buchautor Thilo Sarrazin den Stuhl vor die Bundesbank zu stellen. Bravo! Den Feinden der friedlichen Umwandlung Deutschlands in eine türkische Heymat keinen Fußbreit Boden, Genossen. Allerdings muß man kritisch anmerken, die Idee, das deutsche Volk verschwinden zu lassen, stammt nicht direkt von ihr, die sich nun wirklich darum bemüht, sondern vom großen Volksschauspieler, der nicht nur auf allen Fernsehkanälen  präsent ist, sondern auch in den Taten aller Parteien weiterlebt.

Es war ja, um mal ein Beispiel zu nennen, auch der Genosse Honecker wesentlich beliebter, 1989, als der Kurs der Sozialistischen Einheitspartei – oder Kurt Hager. Als sich der normale DDR-Bürger sagte, daß der Genosse Honecker sicherlich nichts weiß über die Lage im Land, sonst würde er schon lange auf den Tisch gehauen haben. Auch im Nationalsozialismus glaubten die Menschen fest daran, daß der Hitler nicht wüßte, was seine Genossen im Lande so treiben. „Wenn das der Führer wüßte!“, so stoßseufzerte es. Aber der wußte es natürlich, genau wie der Genosse Honecker es wußte und wie es auch die Große Vorsitzende weiß. Doch der Mensch ist nun mal so. Er möchte nicht an die Niederträchtigkeit derer glauben, die vorgeben, für ihn zu regieren. Er möchte glauben, anständige Menschen volksvertreten ihn, denn so einfach, so sehenden Auges, so in vollem Bewußtsein, da würde Frau Angela Merkel doch gar nicht tun, was sie tut. Oder?

Sich zum Beispiel wie eine Selbstherrscherin aus vergangenen kommunistischen Zeiten aufspielen und Bücher zu kritisieren, die sie noch nicht einmal gelesen haben kann und dann alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Autor um seinen Arbeitsplatz zu bringen. Ich meine, das würde sie doch nicht. Oder? Weil das hinterfotzig, durchtrieben und Machtmißbrauch wäre.

Trotz alledem hat die Bundeskanzlerin der türkischen Bevölkerung, die einstweilen für den türkischen Präsidenten Erdogan den Stuhl im Kanzleramt warm hält, großartige Arbeit geleistet. Dieser Sommer war besonders kalt, was wir nur ihren unermüdlichen Anstrengungen verdanken, und auch, daß wir bereits die Heizungen anwerfen, statt uns einfach ein paar dicke Hosen, Strümpfe und Wollpullover überzuziehen aber wie Klimaforscher befürchten, werden wir es in nächster Zeit mit zwei weiteren furchtbaren Erscheinungen zu tun bekommen, direkter Folge des CO2 – Ausstosses, dem Herbst und dem Winter nämlich. Erste Vorboten liegen bereits in den Kaufhausregalen. Lebkuchen, Spekulatius und wenn die Weihnachtsmänner dazu kommen, dann ist wirklich höchste Eisenbahn.

Was Du sagst das klingt banal


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